Dead Capital – Session 11: Dunkelheit greift nach dem Wissenden Auge
Die Nachforschungen zu den Tätern hinter dem Anschlag auf den Vindonnus Schrein brachten folgende Erkenntnisse:
Ein abendlicher Schreinbesucher hat zwei Gestalten unweit vom Schrein gesehen. Sie fielen ihm auf, aber er hat sich nichts weiter dabei gedacht. Auf den Obelisken wurden Symbole des Gottes Orkus gesudelt. Keine gute Arbeit, aber es ist eine Botschaft herauszulesen: "Wer dem blutigen Erdrutsch der unausweichlichen Vernichtung in den Weg kommt, wird hinfort gerissen, hinab gezogen und zermalmt. [unverständliches Kauderwelsch] ... Knochen ... Gedärme.
Fionna bleibt weiterhin verschwunden, scheint aber Kontakt zu ihrem Ex-Freund Leiro und vier weiteren Freunden aufgenommen zu. haben; alle sechs sind als Störenfriede und Umtriebler in Heany bekannt; alle haben vor wenigen Tagen das Dorf verlassen.
Der Gemischtwarenhändler Turgen berichtet, dass er bei seinem letzten Besuch bei Tjalvs Gutshof nicht mit Ako, der Anführerin des Wissenden Auges, verhandelt hat, sondern einem ihrer Männer. Außerdem hat sich die Menge an Proviant, den er verkauft hat, glatt verdreifacht!
Zwei erfolglose Abenteurergruppen aus Heany sind im Vorfeld der Schreinschändung mit abfälligen Bemerkungen aufgefallen: Die Heulenden Riesen und die Schwestern des tanzenden Teufels. Beide Gruppen haben Heany vor wenigen Tagen in Richtung Moor verlassen.
Krothos Ironguard verurteilt die Schändung des Vindonnus-Schreins, ruft aber insgesamt zur Mäßigung auf. "Vielleicht wollte der Kult einfach zu viel auf einmal. Das ging manchen sicherlich zu schnell." So sprach er auf dem Marktplatz. Arvor musste sehr an sich halten, um ihn nicht wütend zur Rede zu stellen.
Keeva Ó Carvy, die Priesterin des Cromm Cruach, und Ryn Cuil, die Priesterin der Cailleach, verurteilten beide entschieden die Schändung und boten ihre Hilfe an.
Und auch die seit längerem laufenden Nachforschungen von Mekkara nach der ominösen G.W. zeigten Wirkung: Ihr Name ist Glaishi McWalram. Die McWalrams betreiben eine florierende Seilerei in Heany. Glaishi ist mit Reuben O’Keenan, dem ältesten Sohn von Hedon O’Keenan, von Hendons Mühle, verlobt. Glaishi ist seit drei Wochen verschwunden. Reuben hat vergeblich nach ihr gesucht und ist vor einer Woche selbst verschwunden. Zuletzt erwähnte er, dass er glaubt, sie wurde von einem Mann namens Keelan und seinen Leuten entführt, die sich Kameraden des Goldenen Heiligen nennen. Sie sollen für kurze Zeit in einem alten Stall in Heany gehaust haben, wurden dann aber vertrieben. Zuletzt sah man sie auf dem Weg Richtung Ironguard Motte.
Arvor und Scrat heuerten zwei erfahrene Kopfgeldjäger, Monk und Brac an, um in Ironguard Motte nach Fionna und den Goldenen Heiligen, von denen sie annehmen, dass sich Fionna ihnen angeschlossen hat, zu fahnden. So sollen deren Aufenthaltsort ermitteln und ihnen danach Bericht erstatten. Arvor brachte auch einige Briefe an den Vindonnus Tempel auf den Weg, in denen er vor der Gefahr warnte und um Unterstützung bat.
Dann brachen Arvor und Scrat zusammen mit der neu angeheuerten ehemaligen Wahrsagerin Karvay und dem Zwerg Gallin in Richtung von Tjalvs Gutshof auf. Unweit vom Hof machten sie eine schauerliche Entdeckung: Ako, die Anführerin des Wissenden Auges, hing tot am Wegkreuz. Ihr Stab war zerbrochen und im Wissenden Auge steckte ein Dolch.
Scrat schlich näher an den Gutshof heran. Aufgewühlte Erde und ein Stall voller Pferde. Dann beobachte er einen der Nordmänner dabei, wie er einen Eimer zum Schweinestall trug. Außerdem konnte er noch Akos rechte Hand, den eleganten Herrn mit Haarpomade, einen rotblonden jungen Mann mit Sommersprossen, und eine unbekannte Frau ausmachen.
Die Gruppe erstattete in Heany Bericht und Krothos Ironguard schickte drei Büttel los, um dort nach dem Rechten zu sehen. Diese kamen aber zunächst nicht weit, da sie sich vom grauslichen Anblick der toten Ako abschrecken ließen. Erst nach Zuspruch durch die Gruppe setzten sie ihren Weg zum Gutshof fort und sprachen dort mit dem Mann mit der Pomadenfrisur. Er sprach von einem Aufstand unter den Mitgliedern des Wissenden Auges, nachdem Ako Gold unterschlagen haben soll. Ihre Leiche am Wegkreuz solle abschreckend auf Nachahmer wirken. Damit war für die Büttel ihre Arbeit getan und sie kehrten nach Heany zurück. Scrat, Arvor und ihre beiden Begleiter schlugen hingegen den Weg zum Gräberfeld ein.
Dort suchten sie nach einem neuen Grabhügel und fanden tatsächlich eine noch verschlossene Ruhestätte. Nachdem sie das gusseiserne Tor geöffnet hatten, stiegen die vier über steile Stufen in die Tiefe hinab. Das Grab stand voller Wasser, dass Scrat wohl bis zur Brust gehen würde. Ein runder Raum tat sich auf, rechts und links jeweils von einem Fallgatter gesäumt. Doch bevor sich die Gruppe auf eine nähere Erkundung einlassen konnten, hörten sie hinter dem rechten Fallgatter Geräusche. Wasserleichen stiegen aus dem modrigen Nass herauf und begannen sofort durch das Fallgitter zu brechen. Die Gruppe bereitete sich auf die unvermeidliche Konfrontation vor.
Ein heftiger Kampf entbrannte, bei dem die Gruppe ihren Stand auf den Treppen als taktischen Vorteil nutzten, währen die Wasserleichen versuchten sie ins modrige Wasser zu ziehen und dort zu ertränken. Mehrfach verloren unsere Grabräuber ihre Waffen im glitschen Gefecht, konnte dieses aber letztlich ohne Verluste für sich entscheiden. Als sie nach vergeblicher Suche nach Schätzen den Grabhügel wieder enttäuscht verlassen wollten, bemerkte Scrat eine Geheimtür gegenüber der Treppe. Dahinter lag ein schmaler, niedriger Raum an dessen Ende sich ein Steinregal befand. Von dort barg Scrat eine durch Gift gesicherte Truhe, die sie gemeinsam vorsichtig öffneten. Ein schönes Paar bestickter Handschuhe kam zum Vorschein. Die Untersuchung beim Magier in Heany wird zeigen, was es damit auf sich hat. Dann kehrte die Gruppe auf direktem Weg nach Heany zurück.