Oshury – 02 - 06: Auf Trollspuren
Dwinbar, Peogyd, Nathanael, Skarild und Grolak nutzten den Tag in Skaegh, um weitere Hinweise zum Schwarzen Troll einzuholen. So erfuhren sie, dass der Troll Mezillkree genannt wird und wohl schon einmal von einem Trolljäger namens Srentobar Einauge erschlagen wurde. Jetzt, so sagen es die Gerüchte, soll er erneut im Umland von Skaegh aufgetaucht sein.
Der Schäfersjunge Jarut war schon am Tag zuvor nach Skaegh gekommen, um dort Hilfe zu finden. Seine Familie lebt am äußersten Rand der Wiesen von Skaegh. Ihnen liefen unbehütete Schafe der Familien Shields and Mahony zu, die ihre Weidegründe in Filslows Grund haben. Die Reynolds schickten daraufhin ihren Sohn Jarut nach Skaegh, um die Miliz zu rufen. Da diese nicht mehr vor Ort ist, wandte sich Jarut an Josaph McPhilipp. Der Dorfälteste konnte einen dreiköpfigen Trupp von ehemaligen Rittern und Ritterinnen vom Stein zusammenstellen. Ayda O'Hanan (Mietling von Dwinbar), Isaac Nolan (von Peogyd) und Margret Quinn (von Grolak). Alle drei suchen nach Wiedergutmachung für ihren verblendeten Angriff auf die Bastille.
Nathanael fackelte nicht lange und überzeugte mit magischer Kraft Jarut davon, dass die RitterInnen am besten mit der Gruppe direkt zum Unterschlupf des Schwarzen Trolls ziehen sollten, statt ihn in die Wiesen zu begleiten.
Dwinbar suchte währendessen Ciannait Ui Siat, die Priesterin der Sjrrda auf und wurde von ihr mit allerlei alchemistischen Erzeugnissen für den Kampf mit dem Troll ausgestattet. Lampenöl und Säure waren darunter.
Nathanael stattete in der Zwischenzeit Mutter und Tochter Gilmore im Gestüt einen Besuch ab. Er ließ die Pferde der Gruppe in deren Obhut und konnte sich noch einmal darüber versichern, dass die Pferde nun ganz der Gruppe gehörten.
Dwinbar nahm auch mit den anderen zusammen Kontakt mit der örtlichen Priesterin der Morrigú, Dreyma O'Cahill auf. Sie besuchten sie in deren einfachen Hütte, die am Rand Skaeghs steht. Der Zwerg ließ sich darauf ein, Morrgú in seine Glaubenswelt aufzunehmen, ohne aber direkt ihren Glauben anzunehmen. Das schien Dreyma auch nicht zu verlangen und sprach über die den Sterblichen fremden Wege der Göttin der gerechten Schlachten und des Schicksals. Sie gab dem Zwerg eine Morrigú Gabe in Leder eingewickelt mit. Dwinbar soll sie im Augenblick höchster Not nutzen.
Seine Begleiter Peogyd, Skarild und Grolak wurden von Dreyma eingeladen, in der Nacht wieder zu kommen und ihre Waffen für den Kampf gegen den untoten Troll stärken zu lassen.
Zwischenzeitlich suchte Peogyd den Priester des Gottes Marannan, Bruder Donnchad, am Tempel des Gottes des Meeres, des Sturms und der Wildnis auf. Doch dieser wies ihn brüsk ab und der Ritter musste ohne weitere Unterstützung wieder abziehen.
Zuletzt heuerte die Gruppe weitere Unterstützung an. Dwinbar konnte den Barden Emristes, der zuvor vor allem für seine Zoten unterhalb der Gürtellinie aufgefallen war, dafür gewinnen, den Musikunterricht für Moptop zu übernehmen. Emristes ließ zwar keinen Zweifel daran, dass es eine Vergeudung seines Talents sei, einen Schrat in der Wildnis zu unterrichten, aber offensichlich brauchte er dringend das gute Gold der Gruppe.
Zusätzlich zu den reumütigen RitterinInnen vom Stein konnte die Gruppe fünf Zarengeschenke anheuern: Narsal und Rolda hören auf Nathanaels Wort, Noltik steht Grolak zur Seite und Doldash und Lerig stehen im Sold von Dwinbar. Sie wurden mit Stangenwaffen ausgerüstet, weil man sich davon bessere Chancen gegen den Troll erhofft.
In der Nacht vom 6. auf den 7. Thelgehem, eine laue Sommernacht, fanden sich Peogyd, Grolak und Skarild wieder bei der Morrigú Priesterin Dreyma O'Cahill ein, um den Segen für ihre Waffen zu erbeten. Die Hütte empfing sie mit dichtem Rauch, der in der Lunge stach und ihnen den Atem nahm. Peogyd und Skarild konnten nur wenige Schritte ins Innere treten bis ihnen die Sinne schwanden. Nur Grolak sah die junge Priesterin mit einem maskenhaften Gesicht über dem kleinen Feuer sitzend und in einem irdenen Topf rührend. Er musste kraftlos mit ansehen, wie sich Dreyma über die Bewusstlosen beugte und ihnen in den Hals biss. Das Blut floss über den Lehmboden zum Topf und wurde von diesem aufgesaugt. Dann hieß Dreyma Grolak das klumpige Blut aus dem Topf nehmen und auf seinen Pfeilen verteilen. Er schreckte wohl davor zurück, einen Teil des Blutes auch auf seine Stirn zu schmieren, wie ihm Dreyma geraten hatte. In den Rest Blut im Topf tauchte Dreyma zum Abschluss die Spitzen der Stangenwaffen Skarilds und Peogyds. Dann schleifte sie die Bewusstlosen nach draußen. Von Grolak gestützt konnten sie Stunden später, die Sonne war schon am aufgehen, den schaurigen Ort wieder verlassen.
Auf vierzehn Köpfe angewachsen, machte sich die Gruppe am 7. Thelgehem wieder auf in den Blaublätterwald. Sie kauften noch eine ordentliche Menge Proviant ein, um den Trupp für vier Tage ernähren zu können.
In der Nähe des Hagi-Schrein stießen sie auf den Waldschrat Moptop. Am liebsten hätte dieser direkt mit dem Musikunterricht losgelegt, doch die Gruppe überredete ihn, sie zunächst zum Lager des Schwarzen Trolls zu führen. In schneller Jagd ging es Moptop hinterher in die dunkleren Bereiche des Blaublätterwaldes.
Als die Kraft der Gruppe immer weiter nachließ und es höchste Zeit für ein Nachtlager war, bedurfte es einiger Überzeugungsarbeit, um Moptop dazu zu bringen, den Reisenden etwas Nachtruhe zu gönnen. Denn der Schrat wollte eigentlich direkt weiter und konnte mit dem Konzept des Schlafens wenig anfangen. Sie schickten ihn zurück zu Emristes, damit er dort in der Zwischenzeit ein paar Stunden Unterricht nehmen könne. Die Hoffnung war, dass er sich am nächsten Tag wieder bei ihnen einfinden und die weitere Führung durch den Wald übernehmen würde.
In der Nacht wachte Grolak, von Aydas Rufen geweckt, auf. Doldasch, die zweite Wache, war einem geisterhafen Wesen in Gestalt eines Fuchses ins Dickicht nachgelaufen. Die Gruppe jagte hinterher. Durch mehrere Tunnel krabbelnd, kamen sie schließlich in einen überdimensionierten Fuchsbau: eine kreisrunde Höhle, beleuchtet durch farbige Kristalle. In der Höhle fanden sie Petroglyphen an der Wand, darunter Bison, Fuchs und Eule. Der Bison erwachte ebenfalls zu geisterhaftem Leben und griff an. Das Tier versuchte sie mit den Hörnern aufzuspießen und unter seinen Hufen zu zertrampeln. Dem wäre Peogyd fast zum Opfer gefallen. Nur im letzten Augenblick konnte Dwinbar den Bison auf die Obelisken lenken, die in der Höhlenmitte aufragten. Der Bison prallte frontal in die Obelisken und brachte dabei einen zu Fall. Damit schien der Geisterzauber gebrochen zu sein. Die Erscheinungen lösten sich auf. Zurück blieben 12 Tierstatuetten, die die Gruppe zwischen blanken Knochen zwischen den Obelisken fand. Sie waren sichtlich froh, den unterirdischen Bau schnell wieder zu verlassen und sicher zu ihrem Lagerplatz zurückzukehren.