<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"><channel><title><![CDATA[Denkbar ist alles]]></title><description><![CDATA[Rollenspiel und Zuversicht]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/</link><image><url>https://denkbar-ist-alles.de/favicon.png</url><title>Denkbar ist alles</title><link>https://denkbar-ist-alles.de/</link></image><generator>Ghost 4.41</generator><lastBuildDate>Tue, 06 Oct 2026 22:14:07 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://denkbar-ist-alles.de/rss/" rel="self" type="application/rss+xml"/><ttl>60</ttl><item><title><![CDATA[ED Session 07: Kinder der Lüfte]]></title><description><![CDATA[<p></p><p>Mit <strong>Smarak</strong> war die Welt auf einmal nicht mehr stumm. Wo die Gef&#xE4;hrten am Abend zuvor noch auf Zeichen im Schotter und das Raten aus Mienen angewiesen gewesen waren, legte sich nun &#xFC;ber jedes Wort der Dinganni eine Bedeutung. Der Ork ging durch das Sommerlager wie ein</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/ed-session-07-dd/</link><guid isPermaLink="false">6a3eeac99c6e4f163db48769</guid><category><![CDATA[earthdawn]]></category><category><![CDATA[AP]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Fri, 26 Jun 2026 21:12:43 GMT</pubDate><media:content url="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/06/Einbalsamierung_der_Schamanin.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/06/Einbalsamierung_der_Schamanin.jpg" alt="ED Session 07: Kinder der L&#xFC;fte"><p></p><p>Mit <strong>Smarak</strong> war die Welt auf einmal nicht mehr stumm. Wo die Gef&#xE4;hrten am Abend zuvor noch auf Zeichen im Schotter und das Raten aus Mienen angewiesen gewesen waren, legte sich nun &#xFC;ber jedes Wort der Dinganni eine Bedeutung. Der Ork ging durch das Sommerlager wie ein Mann, der eine verschlossene T&#xFC;r nach der anderen aufst&#xF6;&#xDF;t, und hinter jeder lag ein St&#xFC;ck mehr von diesem fremden Volk und seinen Sorgen und Hoffnungen.</p><p>Im Zelt der Anf&#xFC;hrerin fanden sie zusammen, im Halbdunkel zwischen Ziegenfellen und dem Rauch eines kleinen Feuers. <strong>Ikjama</strong>, die sie die Mond&#xE4;ugige nannten, sprach offen, und Smarak gab jedes ihrer Worte weiter. Drei Schatten lagen &#xFC;ber den Revishai. Da war die gefl&#xFC;gelte Echse, die sich &#xFC;ber den fettesten Weiden eingenistet hatte und schon zwei Ziegen gerissen hatte, sodass der Stamm seinen besten Grund mied. Da war, ferner und schwerer, die Sorge vor dem Herbst, wenn die Herden talw&#xE4;rts ziehen mussten &#x2013; vorbei an den Sklavenj&#xE4;gern in ihren blutroten R&#xFC;stungen, von denen die Nomaden nur mit ged&#xE4;mpfter Stimme sprachen. Und da war, ganz unmittelbar, ihre tote Schamanin.</p><p><strong>Freyba</strong> war auf dem Weg ins Sommerlager gestorben. Ihr letzter Wunsch band den Stamm: hinauf auf die Sturmvogelspitze wollte sie getragen werden, dorthin, wo die m&#xE4;chtigsten V&#xF6;gel der L&#xFC;fte &#xFC;ber dem ganzen Land kreisten, um dort aufgebahrt eins zu werden mit den Ahnengeistern. In zwei Tagen musste der Zug aufbrechen. Die Gef&#xE4;hrten, so deutete Ikjama an, k&#xF6;nnten sich dem ersten Krieger des Stammes anschlie&#xDF;en, <strong>Techmane</strong>, der die Tote hinaufgeleiten w&#xFC;rde.</p><h2 id="erkundungen-im-dinganni-dorf">Erkundungen im Dinganni-Dorf</h2><p>Der erste volle Tag unter den Dinganni geh&#xF6;rte den Gef&#xE4;hrten selbst, und jeder von ihnen folgte dem, was ihn am st&#xE4;rksten anzog.</p><p><strong>Fra&#xE1;</strong> suchte das, was unter der Oberfl&#xE4;che lag. Er lie&#xDF; sich von den Dinganni &#xFC;ber ihren Glauben erz&#xE4;hlen und erkannte bald, dass diese Menschen ganz und gar mit den Luftgeistern und den Ahnenwesen verwoben waren, dass sie nichts h&#xF6;her hielten als diese. Freiheit und Bewegung galten ihnen mehr als alles andere &#x2013; sie sahen es in ihren Pferden, die frei zwischen den Zelten liefen, und sie lebten danach. Und sie sahen, das erfuhr der Obsidianer mit einiger Verwunderung, in ihm selbst ein Gegengewicht, das n&#xF6;tig war, damit die Welt in ihrer Waage blieb. Denn ohne Erde, so sagten sie, g&#xE4;be es keinen Himmel. Danach ging Fra&#xE1; hinaus und suchte zwischen den Wiesen nach Kr&#xE4;utern. Manches Vielversprechende glaubte er zu erkennen &#x2013; doch das Land rings um das Lager war l&#xE4;ngst abgegrast und abgesucht, von den Ziegen wie von den Menschen, und gab kaum mehr etwas her.</p><p><strong>Selis</strong> und <strong>Zasa</strong> geh&#xF6;rten an diesem Tag dem Himmel. Nach den engen Sch&#xE4;chten des Kaers, nach dem Regen und dem grauen Fels war es ein Rausch, einfach nur durch die L&#xFC;fte zu gleiten. &#xDC;berm&#xFC;tig tollten sie mit den Kindern der Revishai, mit den Erwachsenen, zogen &#xFC;ber die Wiesen und die Ziegenherden hinweg, und der kleine Windling lie&#xDF; es sich gut gehen, als h&#xE4;tte er das Fliegen neu erfunden.Erst sp&#xE4;ter, zum Gl&#xFC;ck, im Lager, musste er noch einmal mit der Klarheit der Worte h&#xF6;ren, was die Revishai auf ihrer Reise Schreckliches erfahren hatten: Das wunderbare Volk der Windlinge hat die Plage nicht &#xFC;berlebt.</p><p><strong>Kor&apos;venn</strong> ging einen stilleren Weg. Schon im Gespr&#xE4;ch mit Ikjama hatte er die junge Nachwuchs-Schamanin <strong>Aljun</strong> gebeten, ihn zu dem J&#xE4;ger zu bringen, den die gefl&#xFC;gelte Echse angefallen hatte. Er fand den Mann in stabiler Verfassung und gut versorgt vor &#x2013; die Dinganni verstanden ihr Handwerk &#x2013;, und so wandte sich der Troll dem anderen Ende des Lebens zu. Unweit des H&#xFC;gels, auf dem die tote Freyba aufgebahrt lag, stellte er seinen Teetopf bereit und lud Aljun ein, bei ihm zu verweilen. Der Geist der Schamanin gesellte sich nicht zu ihm; kein Wort, kein Zeichen aus dem Jenseits kam her&#xFC;ber. Und doch gewann Kor&apos;venn durch das Ausharren und das Ritual des Tees den Respekt der beiden Balsamierer, deren Arbeit er am n&#xE4;chsten Tag noch aufmerksamer verfolgte.</p><p>Es war eine Kunst, die der Troll so nie gesehen hatte. Die beiden legten farbige B&#xE4;nder um den K&#xF6;rper der Toten, in komplizierten Lagen und Verschlingungen, banden sie damit immer enger, bis am Ende ein erstaunlich kleines Paket vor ihnen lag, wo eben noch ein Mensch gelegen hatte. Die B&#xE4;nder selbst, so erfuhr Kor&apos;venn sp&#xE4;ter, waren in unterschiedliche Kr&#xE4;utertinkturen getr&#xE4;nkt, damit sie die Tote bewahrten und sicher hinauf bis zur Sturmvogelspitze br&#xE4;chten.<br>Den Tag zuvor hatte Kor&apos;venn das Ziegenleder verziert, dass er sich erbeten hatte. Er zeichnete darauf Bilder, Geschichten der Ankunft, der Freude &#xFC;ber die Gemeinschaft. In trollischen Schriftzeichen dankte er f&#xFC;r die Aufnahme und gelobte, dass sein Clan, die Frostf&#xE4;uste, diese Freundschaft erwidern w&#xFC;rde. Dieses Geschenk &#xFC;berbrachte er Ikiyama, die es irrte und &#xFC;ber den Eingang ihres Zeltes h&#xE4;ngte.</p><h2 id="was-die-verehrung-verbietet">Was die Verehrung verbietet</h2><p><strong>Smarak</strong> war an diesem Tag &#xFC;berall. Als &#xDC;bersetzer ging er von Mensch zu Mensch, sammelte Worte und Wege ein, und schlie&#xDF;lich brachte ihn das zu <strong>Rajandath</strong>, dem besten J&#xE4;ger der Revishai. Mehrmals schon hatte dieser die gefl&#xFC;gelte Kreatur beobachtet, kannte ihr Revier, wusste, wie sie sich bewegte. Im Gespr&#xE4;ch begann Smarak zu ahnen, worin das eigentliche Problem lag.</p><p>Gewiss, die Kreatur war gewaltig &#x2013; vier, vielleicht sechs Meter lang, mit einer Fl&#xFC;gelspanne, die einen Schatten &#xFC;ber die ganze Weide warf, drachengleich, f&#xE4;hig, eine Ziege einfach so vom Boden in die H&#xF6;he zu rei&#xDF;en. Und doch wollte es Smarak nicht in den Kopf, dass die vereinte Kraft eines ganzen Dorfes dieses Tier nicht in die Schranken weisen k&#xF6;nnte. Etwas anderes stand dahinter. Die Revishai verehrten die Kreaturen der L&#xFC;fte so tief, dass sie es schlicht nicht &#xFC;bers Herz brachten, dieser eine Verletzung zuzuf&#xFC;gen oder sie zu vertreiben. Sie vom Himmel zu holen &#x2013; das kam f&#xFC;r sie unter keinen Umst&#xE4;nden in Frage. Das wurde Smarak &#xFC;berdeutlich, als er einen Plan, der in diese Richtung zielte, im Lager zur Sprache bringen wollte und damit Irritationen ausl&#xF6;ste. Die Adepten w&#xFC;rden sich etwas anderes einfallen lassen m&#xFC;ssen. Und vielleicht, dachte der Ork, waren gerade sie es, die dem Dorf an dieser Stelle helfen konnten. Sie, die nicht durch dieselbe Ehrfurcht gebunden waren.</p><h2 id="der-horst-%C3%BCber-den-fetten-weiden">Der Horst &#xFC;ber den fetten Weiden</h2><p>Am zweiten Tag suchten <strong>Smarak</strong>, <strong>Selis</strong> und <strong>Fra&#xE1;</strong> gemeinsam mit <strong>Rajandath</strong> die fetten Weiden auf, das Revier der Himmelsechse. Es regnete schon den ganzen Vormittag, und der J&#xE4;ger wies sie darauf hin, dass die Echse an solchen Tagen bislang nie zu sehen gewesen war. Vor zwei Tagen erst hatte er sie beobachtet, wie sie am Waldrand ein v&#xF6;llig ahnungsloses Reh vom Boden riss und damit davonflog. Wo genau sie nistete, wenn sie nicht &#xFC;ber den fetten Almen kreiste, konnte selbst Rajandath nicht sagen.</p><p>Wie erwartet zeigte sich die Kreatur nicht. Doch um nicht ganz unverrichteter Dinge abziehen zu m&#xFC;ssen, wollten sie wenigstens die Stelle in Augenschein nehmen, an der er die &#xDC;berreste der Ziege gefunden hatte. Rajandath fand sie wieder und f&#xFC;hrte die Gef&#xE4;hrten zu einer Mulde, in der noch einige Knochen lagen, zerfetzte Hautst&#xFC;cke, die Hinterl&#xE4;ufe des Tieres. Der Rest fehlte. Dar&#xFC;ber reckte sich die Felswand gut drei&#xDF;ig Schritte empor, um in einem &#xDC;berhang zu enden, hinter dem sich ein Sims andeutete, ehe der Fels weiter in die H&#xF6;he stieg.</p><p>Selis und Zasa wollten es genauer wissen. Gemeinsam kletterten sie die nasse Wand empor und lugten vorsichtig &#xFC;ber die Kante des &#xDC;berhangs. Dahinter &#xF6;ffnete sich ein schmaler Sims, kaum drei Meter breit, doch gut f&#xFC;nfzig Meter weit zog er sich an der Wand entlang. Und in dieser Wand klafften H&#xF6;hlen, eine neben der anderen, in jeder erdenklichen Gr&#xF6;&#xDF;e &#x2013; manche kaum einen halben Meter breit, andere zweieinhalb Meter weit und zwei Meter hoch, auf ganz unterschiedlicher H&#xF6;he in den Stein gegraben. Mit Grausen erkannte der Windling, dass von zweien dieser H&#xF6;hlen Schleifspuren wegf&#xFC;hrten: von einer mittleren und von einer der kleinen. Abrieb von H&#xE4;uten, Fell, Fetzen und alte, eingetrocknete Blutspuren zeichneten die Wege nach.</p><p>Gerade als Selis die kleinere H&#xF6;hle n&#xE4;her betrachten wollte, bemerkte er aus dem Augenwinkel, dass er beobachtet wurde. Aus der zweiten H&#xF6;hle, jener mit der Blutspur, ragte aus dem Dunkel ein Paar Klauen hervor, sichelf&#xF6;rmig, jede so lang wie der Arm des Windlings. Und diese Klauen &#x2013; sie bewegten sich, langsam, voller Ungeduld. Ganz vorsichtig, m&#xF6;glichst lautlos, gab Selis seinem Zasa ein Zeichen, und der Zoak schob sich im Krabbengang &#xFC;ber den &#xDC;berhang zur&#xFC;ck nach unten. Sie entkamen.</p><p>W&#xE4;hrend Selis &#xFC;ber ihm in luftige Gefahr geraten war, hatte <strong>Smarak</strong> unten weitergesucht und war zehn Meter entfernt f&#xFC;ndig geworden. In einer kleinen Senke lagen die &#xDC;berreste jenes Rehs, das die Echse zwei Tage zuvor gerissen hatte: der Kopf und das R&#xFC;ckgrat, an dem noch die Hinterl&#xE4;ufe hingen. Mehr hatte die Kreatur nicht &#xFC;brig gelassen. Offensichtlich hatte sie auch dieses von oben herabgeworfen, achtlos, wie man Abfall fallen l&#xE4;sst.</p><p>Aufgeregt erz&#xE4;hlte Selis den anderen, was er und Zasa &#xFC;ber der Kante entdeckt hatten &#x2013; die H&#xF6;hlen, die Schleifspuren, die ungeduldigen Klauen im Dunkel. Dann zog sich die Gruppe rasch durch das nasse, hohe Gras zur&#xFC;ck in Richtung Lager. Es gab Wichtigeres, dem sie sich zuwenden mussten.<br>Vor Tagesende wollte sich Smarak trotz Regen noch kurz die Tonfundst&#xE4;tte und den Brennofen anschauen. Das Tonvorkommen war von Weitem im trockenen Flusslauf zu sehen. es wurde wohl schon seit einiger zeit ausgebeutet Daneben ein einfacher Brennofen und ein &#xE4;lterer Mann, der ihn bediente. das mag f&#xFC;r den kurzes aber herzliches gespr&#xE4;ch mit dem alten diese zeigte ihm das Geheimnis der Mondboote. Sie leuchten im Dunkeln und der Ton wird daf&#xFC;r mit zerriebenem schwarzen Stein gemischt, den die Revichai auf ihrem Weg ins Sommerlager gefunden haben. Und noch etwas offenbarte ihm der Ofenw&#xE4;chter: Vielleicht war der Himmelskreatur auch ganz anders beizukommen. Vielleicht wartete sie auf einen ebenb&#xFC;rtigen Gegner der Erde, wie es nur der Obsidianer sein konnte, um sich mit ihm die Kr&#xE4;fte zu messen.</p><h2 id="aufbruch-zu-den-v%C3%B6geln-der-l%C3%BCfte">Aufbruch zu den V&#xF6;geln der L&#xFC;fte</h2><p>In der Nacht erholte sich <strong>Kor&apos;venn</strong> gut von den Verletzungen, die ihm der lange Aufstieg aus dem Berg noch in den Knochen sitzen hatte lassen, und am Morgen war er zuversichtlich, die beschwerliche Reise mit den anderen antreten zu k&#xF6;nnen. Denn der Weg f&#xFC;hrte nun hinauf zur Sturmvogelspitze. Es war Freybas letzter Wunsch gewesen, der Schamanin, die auf dem Weg ins Sommerlager verstorben war: dort oben aufgebahrt zu werden, bei den m&#xE4;chtigsten V&#xF6;geln der L&#xFC;fte, &#xFC;ber der ganzen Weite des Landes, und wieder eins zu werden mit den Ahnengeistern.</p><p>Was die Gef&#xE4;hrten der Freiheit auf diesem Weg erwarten w&#xFC;rde, dar&#xFC;ber werden wir beim n&#xE4;chsten Mal mehr erfahren.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[ED Session 06: Milch und Sterne]]></title><description><![CDATA[<h1></h1><p>Der Spalt zog sich hunderte von Metern in beide Richtungen, ein j&#xE4;her Riss im Fels, der das Kaer von der Welt trennte. Dr&#xFC;ben, jenseits des Abgrunds, fiel das Land in eine tiefere Ebene ab; ringsum stiegen die Berge auf, die gr&#xF6;&#xDF;ten von ihnen</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/ed-session-06/</link><guid isPermaLink="false">6a3ae86c9c6e4f163db4873a</guid><category><![CDATA[earthdawn]]></category><category><![CDATA[AP]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Tue, 23 Jun 2026 20:18:50 GMT</pubDate><media:content url="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/06/Dinganni-Sommerlager-Aquarell-v1.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<h1></h1><img src="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/06/Dinganni-Sommerlager-Aquarell-v1.png" alt="ED Session 06: Milch und Sterne"><p>Der Spalt zog sich hunderte von Metern in beide Richtungen, ein j&#xE4;her Riss im Fels, der das Kaer von der Welt trennte. Dr&#xFC;ben, jenseits des Abgrunds, fiel das Land in eine tiefere Ebene ab; ringsum stiegen die Berge auf, die gr&#xF6;&#xDF;ten von ihnen schneebedeckt, mit ihren H&#xE4;uptern in den Wolken. Hier also endete der lange Weg nach oben &#x2013; und begann ein neuer, &#xFC;ber den niemand wusste, wohin er f&#xFC;hrte. Die Gef&#xE4;hrten verteilten sich, um ihre Lage zu begreifen.</p><p><strong>Rokosh</strong> erklomm den Felsr&#xFC;cken unmittelbar &#xFC;ber dem Kaereingang. Er fand Halt an Steigeisen, die l&#xE4;ngst nicht von ihm stammten &#x2013; eiserne Haken, sorgsam in den Stein getrieben, vor Jahren, von jener anderen Gruppe von Adepten, die diesen Weg vor ihnen gegangen war. Die Tagbringer. Oben auf dem Grat sp&#xE4;hte der Zwerg in alle Richtungen, suchte nach einem &#xDC;bergang, nach irgendetwas, das die beiden Welten verbinden konnte.</p><p>Die anderen tasteten sich am Rand entlang. Sie fanden die Reste einer alten Br&#xFC;cke, doch von ihr war nur das nackte Gerippe geblieben: zwei steinerne Auflager, die einst Holz getragen hatten, und dazwischen nichts als die g&#xE4;hnende Tiefe. Eine steile Felswand im Westen w&#xE4;re wohl zu bezwingen gewesen, aber au&#xDF;er Rokosh traute sich niemand, sein Leben einer solchen Kletterei anzuvertrauen. Am schwersten aber traf es <strong>Fra&#xE1;</strong>. Auf dem schmalen Sims vor dem Tor konnte der Obsidianer kaum einen Schritt in irgendeine Richtung setzen, ohne den Halt zu verlieren. Schwer und unbeweglich war er dazu verdammt, unmittelbar vor dem Kaer auszuharren.</p><h2 id="der-windling-%C3%BCber-der-schlucht">Der Windling &#xFC;ber der Schlucht</h2><p><strong>Selis</strong> wartete nicht. Er schwang sich auf den R&#xFC;cken seines Zoak <strong>Zasa</strong>, und w&#xE4;hrend der Regen in kalten Schleiern &#xFC;ber die H&#xE4;nge zog, glitt er hinaus &#xFC;ber den Abgrund auf die andere Seite. Dort, zwischen zwei gro&#xDF;en Steinen, hockten die beiden Kinder, deren einer schon durch den Spalt im Tor zu sehen gewesen war &#x2013; ein M&#xE4;dchen, vielleicht zehn Jahre alt, und ihr j&#xFC;ngerer Bruder, kaum sechs.</p><p>Es gab keine gemeinsame Sprache. Aber es gab H&#xE4;nde, F&#xFC;&#xDF;e, Gesichter, Zeichen, die sie in den Schotter kritzelten. Tropfnass und geduldig versuchte sich der kleine Windling verst&#xE4;ndlich zu machen, stellte sich vor, deutete auf sich, deutete auf die Kinder. St&#xFC;ck f&#xFC;r St&#xFC;ck f&#xFC;gte sich ein Verst&#xE4;ndnis: Der Junge hie&#xDF; <strong>Rashu</strong>, das M&#xE4;dchen war seine Schwester <strong>Avjin</strong>. Und schlie&#xDF;lich, nach langem Hin und Her im Regen, malten die Kinder Zeichen auf den steinigen Boden, die nur eines bedeuten konnten &#x2013; sie w&#xFC;rden Selis und Zasa mit sich nehmen. Zu ihrem Dorf.</p><p>Es war eine weite Reise, gut zwei Stunden. Zun&#xE4;chst &#xFC;ber das &#xF6;de, windgepeitschte Hochland, kahl und grau. Dann aber &#xF6;ffnete sich das Land, und vor Selis breiteten sich gr&#xFC;ne Matten aus, Wiesen und T&#xE4;ler, sattes Leben, wie er es nie zuvor gesehen hatte. Und dann tauchte das Dorf auf: ein Sommerlager aus Zelten, gefertigt aus Ziegenleder, dazwischen stolze Pferde, die frei zwischen den Behausungen liefen, und Gatter, manche noch im Bau, mit unz&#xE4;hligen Ziegen darin.</p><h2 id="die-probe-der-milch">Die Probe der Milch</h2><p>Doch ehe Selis das Lager erreichte, kam ihm in gestrecktem Galopp eine Schar entgegen: sieben Bewaffnete, ein Empfangskommando, das sich vor dem Windling auft&#xFC;rmte und auf ihn hinabstarrte. An ihrer Spitze <strong>Ikjama</strong>, die sie &#x201E;die Mond&#xE4;ugige&quot; nannten, Anf&#xFC;hrerin des Stammes der Revishai. Sie musterte Selis mit ihren Blicken, lange, pr&#xFC;fend. Auch sie sprach kein Wort seiner Sprache, und das Verst&#xE4;ndigen fiel schwer.</p><p>Dann unterzogen sie ihn einer Pr&#xFC;fung. Eine h&#xF6;lzerne Schale, gef&#xFC;llt mit Ziegenmilch, wurde &#xFC;ber sein Haupt geleert, bis der kleine Mann triefend dastand und ihm die wei&#xDF;e Milch unten aus den Stiefeln lief. Genau das pr&#xFC;ften sie, beobachteten den Lauf der Milch &#xFC;ber ihn, und mit dem, was sie sahen, schienen sie &#xFC;beraus zufrieden. Was auch immer die Probe offenbart hatte &#x2013; Selis hatte sie bestanden. Die Nomaden schlossen sich ihm an und geleiteten ihn zur&#xFC;ck zur Schlucht, zur&#xFC;ck zum Kaer.</p><p>Dort hatte es vor allem Rokosh nicht lange ausgehalten. Oben auf dem Grat hatte er sogar eine Stelle gefunden, von der aus man Anlauf nehmen und auf die andere Seite springen k&#xF6;nnte &#x2013; doch sieben Meter &#xFC;ber dem Nichts waren auch f&#xFC;r ihn eine Weite, die ihm das Wagnis im Hals stecken lie&#xDF;. Als die Nomaden eintrafen, war nach einigem Hin und Her klar, dass auch die &#xFC;brigen Gef&#xE4;hrten sich der Probe stellen mussten. Die Schale wanderte hin&#xFC;ber, und einer nach dem anderen lie&#xDF; den Guss der Milch &#xFC;ber sich ergehen. Wieder schienen die Reiter sichtlich zufrieden.</p><p>Dann bauten sie eine Br&#xFC;cke. Eine Seilkonstruktion spannten sie &#xFC;ber den Spalt, an der sich die Adepten einer nach dem anderen hin&#xFC;berzogen. F&#xFC;r die meisten war es kaum mehr als eine Unannehmlichkeit. Nur f&#xFC;r Fra&#xE1; wurde es zum stillen Drama: Mit jedem Zug konnte das dicke Seil unter seinem Steingewicht rei&#xDF;en. Erste Str&#xE4;nge l&#xF6;sten sich knirschend &#x2013; doch der Obsidianer erreichte die andere Seite, und alle, auch die Nomaden, waren sichtlich froh dar&#xFC;ber.</p><h2 id="unter-fremden-sternen">Unter fremden Sternen</h2><p>Gemeinsam zogen sie ins Sommerlager der Ziegenhirten. Klug gew&#xE4;hlt lag es am Ende eines eng verlaufenden Tales, dicht an einem ausgetrockneten Bachbett, &#xFC;ber das wenige Reiter auch eine gro&#xDF;e &#xDC;bermacht abwehren konnten &#x2013; das erkannten die Gef&#xE4;hrten sofort. Das Zeltlager selbst war noch im Aufbau; lange konnten die Nomaden noch nicht hier sein.</p><p>Und dann zog die Nacht herauf, und mit ihr ein Sternenhimmel, gewaltig, strahlend, unglaublich. So etwas kannten die Adepten nur von Bildern und Erz&#xE4;hlungen aus dem Kaer. Es nun wirklich &#xFC;ber sich zu sehen, direkt, endlos, machte sie sprachlos. <strong>Kor&apos;venn</strong> beschloss, die ganze Nacht drau&#xDF;en unter diesem Himmel auszuharren, w&#xE4;hrend die anderen das ihnen zugewiesene Zelt dankbar annahmen, samt der Speisen und Getr&#xE4;nke, die die Nomaden bereitwillig mit ihnen teilten. Man konnte sich nicht verst&#xE4;ndigen, und doch entspann sich ein freundschaftliches Band. Schon beim Ankommen hatten die Dinganni einer nach dem anderen ein Lied angestimmt, das die Fremden willkommen hie&#xDF;.</p><p>Ein trauriges Bild bot sich, als die schwarzhaarigen Nomaden sich vor dem Windling aufstellten, alt wie jung, einer nach dem anderen, und sich tief vor ihm verbeugten. Es war, als wollten sie ihm ihre Trauer entgegenbringen &#x2013; denn Selis hatte erfahren, dass er f&#xFC;r sie der einzige Windling war, der die Plage &#xFC;berlebt hatte. Fr&#xF6;hlicher ging es rund um den Obsidianer zu: Die Kinder kletterten auf Fra&#xE1; herum und &#xFC;berboten sich gegenseitig darin, wer ihm die buntesten Federkr&#xE4;nze und Windgeisterzeichen an K&#xF6;rper und Kopf h&#xE4;ngen konnte, um den Erdgeist mit den Luftgeistern zu verbinden, die die Dinganni so sehr verehren. Geduldig, wie aus Stein gemei&#xDF;elt, lie&#xDF; Fra&#xE1; alles &#xFC;ber sich ergehen.</p><p>Am Abend f&#xFC;hrte eine der D&#xF6;rflerinnen sie noch hinauf zu einem erh&#xF6;hten Aussichtspunkt. Von dort tat sich die ganze Weite des Hochlands vor ihnen auf, und mit ihr ein Dutzend Orte, fern und verlockend, die sie schon bald begierig w&#xFC;rden bereisen wollen.</p><p>Wohin ihre Wege von hier aus f&#xFC;hren werden, dar&#xFC;ber werden wir beim n&#xE4;chsten Mal mehr erfahren.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[ED Session 05: Der erste Regen]]></title><description><![CDATA[<p>Vor der schmalen &#xD6;ffnung in den Forschungstrakt blieb <strong>Smarak</strong> stehen. Ein Schritt hinein, ein zweiter &#x2013; dann brach es wieder &#xFC;ber ihn herein. Der Zorn. Hei&#xDF; und ungerichtet kroch er in seine Brust, verkrampfte seine H&#xE4;nde um den Waffengriff, lie&#xDF; ihn die Z&#xE4;</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/ed-session-05-regen/</link><guid isPermaLink="false">69efc4ff9c3a9415fd3312fb</guid><category><![CDATA[earthdawn]]></category><category><![CDATA[adventure]]></category><category><![CDATA[AP]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Mon, 27 Apr 2026 20:33:33 GMT</pubDate><media:content url="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/04/Earthdawn-Die-Gefaehrten-der-Freiheit-Session-05.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/04/Earthdawn-Die-Gefaehrten-der-Freiheit-Session-05.jpg" alt="ED Session 05: Der erste Regen"><p>Vor der schmalen &#xD6;ffnung in den Forschungstrakt blieb <strong>Smarak</strong> stehen. Ein Schritt hinein, ein zweiter &#x2013; dann brach es wieder &#xFC;ber ihn herein. Der Zorn. Hei&#xDF; und ungerichtet kroch er in seine Brust, verkrampfte seine H&#xE4;nde um den Waffengriff, lie&#xDF; ihn die Z&#xE4;hne zusammenpressen. Ohne ein Wort drehte er sich um und kehrte zu den anderen zur&#xFC;ck. Was auch immer dort hinten lauerte &#x2013; diesen Trakt w&#xFC;rden sie nicht weiter erkunden. Nicht heute.</p><p>Stattdessen f&#xFC;hrte ihr Weg sie wieder treppauf, weiter den steinernen Schacht hinauf, der das Kaer wie eine Wirbels&#xE4;ule durchzog. Schon nach wenigen Stufen stie&#xDF;en sie auf die ersten Markierungen. Helle Striche aus Salzkreide, sorgsam gezogen, die unscheinbare L&#xF6;cher in der Wand und kreisf&#xF6;rmige Aktivierungspunkte am Boden umrissen. Eine Falle &#x2013; und jemand hatte sie freundlicherweise markiert. Die Tagbringer waren hier vorbeigekommen. Schweigend pr&#xE4;gte sich Smarak die Markierungen ein und f&#xFC;hrte die Gef&#xE4;hrten einen sicheren Pfad zwischen den verr&#xE4;terischen Steinen hindurch.</p><h2 id="die-t%C3%BCr-die-nicht-war">Die T&#xFC;r, die nicht war</h2><p>Eine weitere Wendung der Treppe brachte sie auf einen Zwischenstock. Dort, gegen&#xFC;ber dem Treppenausgang, lag eine schwere T&#xFC;r im rohen Mauerwerk. Der einzig offensichtliche Weg weiter. Und genau das war es, was Smarak misstrauisch machte.</p><p>Er blieb stehen, lie&#xDF; den Blick wandern. Etwas an dieser Treppe stimmte nicht, etwas am Verh&#xE4;ltnis von Stein zu Stein, und auch das Metall wollte nicht recht passen. Er kniete sich hin, fuhr mit den Fingern &#xFC;ber den staubigen Boden. Da waren Spuren. Stiefelabdr&#xFC;cke der Tagbringer, die zur T&#xFC;r f&#xFC;hrten &#x2013; aber nur teilweise. An manchen Stellen brachen sie ab, ohne Grund, als h&#xE4;tten die Tr&#xE4;ger der Stiefel mitten im Schritt zu existieren aufgeh&#xF6;rt. An anderen Stellen tauchten sie wieder auf, wie aus dem Nichts. Eine Illusion. Auf der T&#xFC;r lag eine Illusion.</p><p>Smarak richtete sich auf, trat n&#xE4;her, legte die Hand an den Griff. Er band ein Seil an den Griff und wich bis zur Treppe zur&#xFC;ck. Vorsichtig zog er. Nur ein wenig. Nur, um zu verstehen. Dann mit mehr Zug dahinter. Er wollte es probieren.</p><p>Es gen&#xFC;gte.</p><p>&#xDC;ber ihm setzte sich ein uralter Kettenzug in Bewegung, ein metallisches Rasseln, das ihm das Blut in den Adern gefrieren lie&#xDF;. Bruchteile von Sekunden. <strong>Fra&#xE1;</strong> und Kor&apos;venn standen au&#xDF;erhalb des Raumes, im Treppenschacht. Sie waren in Sicherheit. Doch <strong>Rokosh</strong> hatte sich an die gegen&#xFC;berliegende Wand zur&#xFC;ckgezogen, den Bogen gespannt, bereit, alles auf der anderen Seite der T&#xFC;r mit einem Bolzen zu empfangen, was hindurchtreten w&#xFC;rde. Smarak &#xF6;ffnete den Mund zu einem Warnschrei &#x2013; aber die Decke war schneller. Das gesamte Deckengewicht l&#xF6;ste sich aus seiner Verankerung und st&#xFC;rzte mit einem dumpfen, alles ersch&#xFC;tternden Schlag in den Raum. Staub quoll auf, Steinsplitter zischten durch die Luft. Wo eben noch der Zwerg gestanden hatte, lag nun ein Berg aus zerborstenem Fels.</p><p>Einen Moment lang Stille. Dann bewegte sich etwas unter den Tr&#xFC;mmern.</p><p>Mit fiebriger Eile r&#xE4;umten sie die Steine beiseite, einen nach dem anderen, mit den blo&#xDF;en H&#xE4;nden. Rokosh war schwer verletzt &#x2013; ein Bein schief, der Atmen flach &#x2013; aber er lebte. Sie zogen ihn behutsam aus dem Ger&#xF6;ll und legten ihn an die Wand des Treppenschachts, wo Kor&apos;venn sich mit schnellen Fingern &#xFC;ber seine Tasche mit den Heilutensilien beugte.</p><p>Und w&#xE4;hrend sie sich um den Sch&#xFC;tzen k&#xFC;mmerten, geschah noch etwas. Mit dem Einsturz der Decke, mit dem Ausl&#xF6;sen des Mechanismus, schien auch eine zweite Illusion ihre Wirkung zu verlieren. An der Seitenwand des Raumes, wo eben noch glatter Stein gewesen war, sch&#xE4;lte sich der Umriss einer T&#xFC;r aus dem Putz. Die echte T&#xFC;r. Der echte Weg nach oben. Die Tagbringer hatten es gewusst. Die offensichtliche T&#xFC;r war eine Falle, ein K&#xF6;der f&#xFC;r jeden, der nicht genau hinsah. Und sie hatten den K&#xF6;der umgangen. Smarak biss sich auf die Lippe und sagte nichts.</p><h2 id="die-letzte-verteidigungslinie">Die letzte Verteidigungslinie</h2><p>Mit Rokosh, gest&#xFC;tzt zwischen Smarak und Kor&apos;venn, stiegen sie weiter. Ein Stockwerk h&#xF6;her erwartete sie eine weitere Verteidigungslinie aus Fallen. Druckplatten und schmale Sch&#xE4;chte in den W&#xE4;nden, aus denen Speere schie&#xDF;en konnten. Doch jetzt waren sie gewarnt. Mit der m&#xFC;hsam errungenen Vorsicht jener, die gerade einen der Ihren fast begraben hatten, pr&#xFC;ften sei jeden Tritt, jede Bewegung. St&#xFC;ck f&#xFC;r St&#xFC;ck tasteten sie sich hindurch.</p><p>Und dann standen sie in der Vorhalle.</p><p>Der Raum war weitaus kleiner, als sie es sich immer ausgemalt hatten. Die letzte Verteidigungslinie des Kaers. Vor ihnen lag das Tor. Hinter den geschmiedeten Schichten des Metalls lag das, wovon ihre Eltern und Gro&#xDF;eltern erz&#xE4;hlt hatten und was keiner von ihnen je gesehen hatte. Die Welt.</p><p>An der Wand neben dem Tor war eine kreisrunde Vertiefung eingelassen, und in der Mitte dieser Vertiefung der Sitz f&#xFC;r die <strong>Salzherzscheibe</strong>. Sie wussten, wie es ging. Drei von ihnen w&#xFC;rde es brauchen, um den uralten Mechanismus in Bewegung zu setzen.</p><h2 id="der-erste-regen">Der erste Regen</h2><p>W&#xE4;hrend Smarak, Fra&#xE1; und der noch immer halb benommene Rokosh sich um die Vertiefung gruppierten, die Scheibe ansetzten und mit vereinten Kr&#xE4;ften zu drehen begannen, &#xFC;bernahm Kor&apos;venn die Wache. Er trat an das Tor heran, legte das Ohr an den kalten Stein und lauschte.</p><p>Ein Klacken. Etwas Kleines, Hartes, das gegen die Au&#xDF;enseite des Tores schlug. Dann wieder. Und nochmal. Er konnte sich keinen Reim darauf machen. Es war kein Tier, das er kannte. Kein Wassertropfen, kein Steinschlag, jedenfalls nicht in einem Rhythmus, der sich erkl&#xE4;ren lie&#xDF;. Er behielt es f&#xFC;r sich. Die anderen brauchten ihre ganze Kraft f&#xFC;r die Scheibe.</p><p>Und die Scheibe wehrte sich. Der Mechanismus war alt, tr&#xE4;ge, widerspenstig, und es war keine Bewegung, die einem leichtfiel. Smaraks Schultern bebten unter der Anstrengung, Fra&#xE1;s jadefarbene H&#xE4;nde lagen wei&#xDF; &#xFC;berzogen am Ring, Rokosh stemmte sich mit dem heilen Bein dagegen. Ganz langsam, mit einem &#xC4;chzen, das aus den Mauern selbst zu kommen schien, begann sich das Tor zu bewegen.</p><p>Und im selben Moment, mit demselben Mechanismus, schloss sich hinter ihnen das Tor zum Treppenschacht, durch den sie gekommen waren. Es w&#xFC;rde keinen R&#xFC;ckweg geben. Nicht heute. Vielleicht nie.</p><p>Niemand sagte etwas. Sie drehten weiter.</p><p>Dann stand das Tor offen. Nicht ganz &#x2013; aber weit genug. Ein Spalt nach drau&#xDF;en. Und durch diesen Spalt traf es sie.</p><p>Zuerst der Wind. Kalt, scharf, voll von einem Geruch, den keiner von ihnen jemals gerochen hatte &#x2013; nass, mineralisch, lebendig, wild. Dann das Licht, fahl und grau, gefiltert durch etwas, das sie nicht kannten. Dann die Tropfen. Sie schlugen auf den Steinboden der Vorhalle, sie wurden vom Wind hereingetragen und fielen auf H&#xE4;nde, Stirn, Nacken. Regen. Zum allerersten Mal in ihrem Leben f&#xFC;hlten sie Regen auf ihrer Haut. Kor&apos;venn hob das Gesicht, schloss die Augen.</p><p>Und im selben Moment kam der Stein.</p><p>Ein Kieselstein, klein, unscheinbar, von drau&#xDF;en geradewegs durch den Spalt geflogen. Er streifte Kor&apos;venns Schulter und prallte gegen die Wand. Klack. Genau das Klacken, das er die ganze Zeit geh&#xF6;rt hatte.</p><p>Er trat einen Schritt vor an den Spalt. Vor ihnen lag eine verregnete Berglandschaft. Steile, dunkle H&#xE4;nge, in Wolken geh&#xFC;llte Gipfel, ein Himmel, der nicht endete. Sie standen hoch, sehr hoch in den Bergen, und unter ihnen fiel der Fels in eine tiefe Schlucht ab, die der Regen mit grauen Schleiern verhing.</p><p>Und dort dr&#xFC;ben, jenseits der Schlucht, zwischen zwei gro&#xDF;en Steinen, sah der Troll pl&#xF6;tzlich einen kleinen Kopf auftauchen. Klatschnasses Haar, ein Kindergesicht, blass im fahlen Licht. Der Menschenjunge duckte sich blitzschnell wieder weg, hinter den Stein. Aber er war da gewesen.</p><p>Sie waren nicht allein da drau&#xDF;en. Wer sie da empfing &#x2013; dar&#xFC;ber werden wir beim n&#xE4;chsten Mal mehr erfahren.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[ED Session 4: Das Öl auf unserer Haut]]></title><description><![CDATA[<p>Die Rillen im Stein waren <strong>Fra&#xE1;</strong> schon fr&#xFC;h aufgefallen. Zu tief, zu gleichf&#xF6;rmig, als dass blo&#xDF;e Behauungsspuren sie hinterlassen haben konnten. Der Obsidianer verlangsamte seinen Schritt, doch da war es bereits zu sp&#xE4;t. Ein Gurgeln und Klopfen hallte durch den Treppenschacht,</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/ed-session-4-das-ol-auf-unserer-haut/</link><guid isPermaLink="false">69de8f6f9c3a9415fd3312db</guid><category><![CDATA[adventure]]></category><category><![CDATA[earthdawn]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Tue, 14 Apr 2026 19:06:30 GMT</pubDate><media:content url="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/04/oil-and-fire.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/04/oil-and-fire.jpg" alt="ED Session 4: Das &#xD6;l auf unserer Haut"><p>Die Rillen im Stein waren <strong>Fra&#xE1;</strong> schon fr&#xFC;h aufgefallen. Zu tief, zu gleichf&#xF6;rmig, als dass blo&#xDF;e Behauungsspuren sie hinterlassen haben konnten. Der Obsidianer verlangsamte seinen Schritt, doch da war es bereits zu sp&#xE4;t. Ein Gurgeln und Klopfen hallte durch den Treppenschacht, als w&#xE4;re etwas tief in den Eingeweiden des Kaers erwacht. Aus L&#xF6;chern in W&#xE4;nden und Decke str&#xF6;mte schwarzes &#xD6;l &#xFC;ber die Stufen, die sich im selben Augenblick nach hinten neigten und zu einer glitschigen Rampe verformten. Drei&#xDF;ig Meter weiter unten spr&#xFC;hte ein metallener Hammer Funken in die &#xF6;lgeschw&#xE4;ngerte Luft. Es brauchte keine Worte, um zu begreifen, was gleich geschehen w&#xFC;rde.</p><p>Jeder handelte, wie es seiner Natur entsprach. <strong>Rokosh</strong> griff in die Fugen der Seitenwand und kletterte mit der Disziplin eines Sch&#xFC;tzen, der sich nicht von einem gekippten Boden aufhalten l&#xE4;sst, Stein f&#xFC;r Stein nach oben. <strong>Selis</strong> schwang sich auf <strong>Zasa</strong> und schoss im Zickzackflug zwischen den schweren &#xD6;ltropfen hindurch, die von der Decke fielen wie schwarzer Regen. Als er den Hammer erreichte, stellte er mit einer Mischung aus Trotz und Fassungslosigkeit fest, dass er nichts in der Hand hatte, um den Mechanismus zu stoppen. Was sollte ein Windling auch gegen eine Maschine ausrichten, die f&#xFC;r D&#xE4;monen gebaut worden war? <strong>Smarak</strong> verschwendete erst gar keine Energie darauf, sich auf der Rampe zu halten. Stattdessen nutzte er sie als das, was sie war &#x2013; eine Rutsche. Er lie&#xDF; sich hinabgleiten, die S&#xE4;belspitze nach vorn gerichtet, und rammte sie im vollen Schwung in das R&#xE4;derwerk des Hammers. Die Feder, die den Schlagmechanismus antrieb, blockierte. Aber der Ork wusste, dass das nicht lange halten w&#xFC;rde. Er wusste auch, dass er selbst von Kopf bis Fu&#xDF; in &#xD6;l getr&#xE4;nkt war. Ein einziger Funke h&#xE4;tte gen&#xFC;gt.</p><p><strong>Kor&apos;venn</strong> klammerte sich weiter oben an die Rampe, unf&#xE4;hig, vor oder zur&#xFC;ck zu gelangen. Doch Fra&#xE1; hatte l&#xE4;ngst andere Pl&#xE4;ne geschmiedet. Ein gemurmelter Kletterzauber festigte seinen Stand auf dem glitschigen Untergrund. Dann lie&#xDF; er sich los. Mit den Beinen voran rauschte der Obsidianer die Rampe hinab, ein Geschoss aus lebendigem Stein, und krachte mit der vollen Wucht seines Leibes in die Hammerkonstruktion. Metall barst. Zahnr&#xE4;der splitterten &#xFC;ber den Boden. Kein Funke sprang &#xFC;ber.</p><p>&#xDC;ber Seile, die sie einander zuwarfen, halfen sich die Gef&#xE4;hrten auf den Absatz oberhalb der Rampe. Was immer diese Falle hatte aufhalten sollen &#x2013; ob D&#xE4;monen oder andere Eindringlinge &#x2013;, sie war nicht f&#xFC;r f&#xFC;nf entschlossene Namensgeber gebaut worden. Oder vielleicht doch, und sie hatten einfach mehr Gl&#xFC;ck als Verstand gehabt. Warum die Tagbringer, die diesen Weg drei Jahre zuvor genommen hatten, die Falle nicht ausgel&#xF6;st hatten, blieb ein R&#xE4;tsel. Kor&apos;venn kniete sich neben seine Gef&#xE4;hrten, zog eine Phiole aus seiner Tasche und begann mit ruhiger Hand, das &#xD6;l von ihren K&#xF6;rpern zu reinigen. Die neutralisierende Fl&#xFC;ssigkeit fra&#xDF; sich zischend durch den schwarzen Film. Es roch scharf, beinahe metallisch, aber es wirkte.</p><h2 id="meine-gef%C3%A4hrten-meine-m%C3%B6rder">Meine Gef&#xE4;hrten. Meine M&#xF6;rder.</h2><p>Vor ihnen &#xF6;ffnete sich ein Zwischengeschoss, anders als alles, was sie bisher gesehen hatten. Zwei steinerne B&#xE4;nke luden zum Rasten ein. Zwischen ihnen lagen die &#xDC;berreste eines Feuers aus Glimmkohle &#x2013; alt, aber nicht uralt. Hier hatten die Tagbringer auf ihrem Aufstieg Halt gemacht. An einer der W&#xE4;nde klaffte ein Durchbruch, wo einmal Mauerwerk gewesen war. Von au&#xDF;en aufgebrochen, mit roher Gewalt.</p><p>Selis schaute sich nach Spuren um. Stiefelabdr&#xFC;cke f&#xFC;hrten &#xFC;ber den Boden zum Durchbruch und hinein in den dahinterliegenden Gang. Aber da war noch etwas anderes. Eine Blutspur. Sie f&#xFC;hrte hinein und wieder heraus, als h&#xE4;tte sich jemand aus dem Loch geschleppt, war an der Wand zusammengebrochen &#x2013; dort hatte sich eine gro&#xDF;e dunkle Lache gebildet &#x2013; und war dann, aus unbegreiflichen Gr&#xFC;nden, auf allen Vieren zur&#xFC;ck in den Durchbruch gekrochen. Selis sp&#xFC;rte, wie sich ihm die Nackenhaare aufstellten. Was konnte einen Verwundeten dazu bringen, zur&#xFC;ckzukriechen in die Dunkelheit, aus der er gerade erst entkommen war?</p><p>Fra&#xE1;s scharfe Augen entdeckten, was die anderen &#xFC;bersehen hatten. In das geronnene Blut neben der Lache hatte jemand Zeichen geritzt &#x2013; zwergische Runen, hastig, aber lesbar. Der Obsidianer und Rokosh beugten sich dar&#xFC;ber und entzifferten gemeinsam, was dort stand:</p><p><em>&#x201E;Sie wussten, was lauert. Meine Gef&#xE4;hrten. Meine M&#xF6;rder.&quot;</em></p><p>Gavvu. Der zwergische Troubadour, Anf&#xFC;hrer der Tagbringer. Was war hier geschehen? Selis hatte unterdessen die Spuren auf der weiterf&#xFC;hrenden Treppe untersucht und konnte mit Sicherheit sagen: Vier Namensgeber waren an diesem Rastplatz angekommen. Nur drei hatten den Aufstieg fortgesetzt.</p><p>Kor&apos;venn starrte auf die Runen im Blut. <em>Da ist etwas</em>, dachte er. <em>Es ist noch da.</em> Und mit einem Mal verschwamm der Stein unter seinen F&#xFC;&#xDF;en, und die Dunkelheit des Zwischengeschosses wich einem warmen, goldenen Licht.</p><h2 id="die-initiation">Die Initiation</h2><p>Die zentrale Halle des Kaers, Jahre zuvor. Der gro&#xDF;e Lichtquarz tauchte alles in bernsteinfarbene W&#xE4;rme. Die Bev&#xF6;lkerung von Nyum-Tar hatte sich versammelt, dicht gedr&#xE4;ngt auf den R&#xE4;ngen und Galerien, und auf den Gesichtern lag jener eigent&#xFC;mliche Ausdruck, der zwischen Stolz und Abschied nicht zu unterscheiden war. Die jungen Adepten standen neben ihren Lehrmeistern, vor den f&#xFC;nf Questoren der Oligarchie.</p><p>Da war der Questor des Floranuus &#x2013; ein &#xE4;lterer Windling mit grauem Haar, doch bunt geschm&#xFC;ckt wie ein Vogel, der sich weigert, den Herbst zur Kenntnis zu nehmen. Sein Gesicht war eine einzige Landschaft aus Lachfalten, und wenn er sprach, klang es wie flie&#xDF;endes Wasser, was vielleicht daher r&#xFC;hrte, dass sein Tempel von m&#xE4;andernden B&#xE4;chen und kleinen Wasserf&#xE4;llen durchzogen war. F&#xFC;r ihn war das Leben stetige Ver&#xE4;nderung, und wer aufh&#xF6;rte sich zu ver&#xE4;ndern, h&#xF6;rte auf zu leben.</p><p>Neben ihm die Questorin der Garlen &#x2013; nicht alt, sondern uralt, eine Trollin, die ihre Jahre wie eine R&#xFC;stung trug. Herrisch, direkt, und so effizient in allem, was sie tat, dass man ihr gehorchte, bevor man &#xFC;berhaupt wusste, warum. Der lange Stab in ihrer Hand war Zeichen ihrer W&#xFC;rde, die Arzttasche an ihrer Seite Zeichen ihres Handwerks. Man sagte, sie sei die beste Heilerin, die Kaer Nyum-Tar je gesehen hatte, und niemand widersprach.</p><p>Dann <strong>Amaraa</strong>, die Questorin des Jaspree &#x2013; eine Zwergin in bunten Kleidern, B&#xE4;nder und Blumen im Haar, so viele Blumen, dass man meinen konnte, ein kleiner Garten habe beschlossen, auf ihrem Kopf Wurzeln zu schlagen. Ihr Haar war stets nass und voller Leben, als tr&#xFC;ge sie den Jaspree-Garten selbst mit sich. Sie wirkte jugendlich, trotz allem, und wenn sie an einem vorbeiging, blieb ein floraler Duft in der Luft h&#xE4;ngen, der noch Stunden sp&#xE4;ter sp&#xFC;rbar war.</p><p>Der Questor des Thystonius, <strong>Galra Einohr</strong>, stand reglos wie eine Statue aus ge&#xF6;ltem Stein. Ein Ork, dessen K&#xF6;rper ein Manifest aus Muskeln und Narben war, jede einzelne Narbe stolz zur Schau getragen wie eine Auszeichnung. Sein einziges Ohr &#x2013; das andere fehlte, und niemand wagte zu fragen, wo es geblieben war &#x2013; ragte aus einem kahlen Sch&#xE4;del, der im Lichtquarzschein gl&#xE4;nzte. Seine einzigen Waffen waren die verst&#xE4;rkten Handschuhe an seinen F&#xE4;usten, vor denen sich das ganze Kaer f&#xFC;rchtete. Er war Meister des Stampftanzes, und wenn Galra tanzte, bebte der Boden. Jenseits der K&#xE4;mpfe aber war er ruhig und ausgeglichen, beinahe sanft, als tr&#xFC;ge er seine Gewalt wie einen Mantel, den er jederzeit ablegen konnte.</p><p>Und schlie&#xDF;lich, als Letzter, <strong>Esther Snartnong</strong>, Questor des Rashomon. Ein Mensch, dessen Augen weniger zu schauen als zu berechnen schienen. Man sagte ihm nach, dass er skrupellos sei und korrupt, und dass er der festen &#xDC;berzeugung war, dass nur die Menschen die Artefakte des Kaers sicher verwahren konnten &#x2013; und sie daher auch kontrollieren sollten. Wenn er sprach, tat er es leiser als die anderen, bed&#xE4;chtiger, und gerade das machte ihn gef&#xE4;hrlicher.</p><p>Die Questoren traten vor und sprachen ihre Segen. Jasprees Worte &#xFC;ber das Wachsen und Heimtragen. Thystonius&apos; Mahnung, die St&#xE4;rke weise zu nutzen. Und Garlens Stimme, klar und unerbittlich: <em>&#x201E;Sch&#xFC;tzt einander, wie das Kaer euch gesch&#xFC;tzt hat.&quot;</em></p><p><em>Sch&#xFC;tzt einander.</em> Die Worte hallten nach &#x2013; und pl&#xF6;tzlich war das warme Licht der Himmelshalle fort, und die Gef&#xE4;hrten standen wieder im verkohlten Klassenzimmer, das sie vor wenigen Tagen durchquert hatten.</p><h2 id="die-schublade">Die Schublade</h2><p>Die Aschenkinder waren verschwunden. Die Lehrerin war verschwunden. Zur&#xFC;ck geblieben waren nur der Geruch nach verbranntem Holz und die schwarzen Flecken an den W&#xE4;nden, die einmal bunte Wandmalereien gewesen waren. Die Gef&#xE4;hrten hatten sich dem Lehrerpult zugewandt. In den Schubladen fanden sie, was von einem Schulleben &#xFC;brig geblieben war: Kreidest&#xFC;cke aus Salzkristall, ein Lineal aus Knochen, getrocknete Strohblumen &#x2013; dieselben, die der Geist der Lehrerin verteilt hatte. Eine Sch&#xFC;lerliste mit Namen, manche noch lesbar, andere vom Feuer gefressen. Und ein kleines Tont&#xF6;pfchen mit Traumlospulver, dessen Zimtgeruch sich sofort im Raum ausbreitete.</p><p>Im Lehrerzimmer dahinter, wo verbrannte B&#xFC;cher und skelettierte Regale ein stilles Zeugnis von Gewalt ablegten, wandten sie sich dem Schreibtisch zu. In einer der Schubladen, separat von allem anderen aufbewahrt, lag ein einzelnes Blatt.</p><p>Doch bevor sie es betrachten konnten, trug die Erinnerung sie ein letztes Mal davon.</p><p>Die Himmelshalle. Die Zeremonie. Die letzten beiden Questoren traten vor. Der Floranuus-Questor, dessen Lachfalten sich f&#xFC;r einen Moment vertieften: <em>&#x201E;Tragt die Freude dieses Tages mit euch. Sie wird euch Licht sein, wenn es dunkel wird.&quot;</em> Und dann Esther Snartnong, leiser als alle anderen, mit jener bed&#xE4;chtigen Stimme, die einem das Blut in den Adern verlangsamte: <em>&#x201E;Nicht alles, was verborgen liegt, will gefunden werden. H&#xFC;tet euch vor dem, was in der Tiefe lauert.&quot;</em></p><p><em>Was in der Tiefe lauert.</em> Gavvus Worte, in Blut geritzt: <em>Sie wussten, was lauert.</em></p><p>Zur&#xFC;ck im Klassenzimmer, drehten die Gef&#xE4;hrten das Blatt um. Eine Kinderzeichnung. Salzkreide auf d&#xFC;nnem, vergilbtem Papier. Bunte Umrisse von Figuren, die aussahen wie Salzstatuen, und mitten darin &#x2013; komplett in Schwarz gemalt, w&#xE4;hrend alles andere in Farbe leuchtete &#x2013; eine Gestalt. Zu lang. Zu d&#xFC;nn. Die Arme reichten bis zum Boden. Der Mund stand offen. Wo Augen h&#xE4;tten sein sollen, war nichts.</p><p>Noch wussten die Gef&#xE4;hrten nicht, wer dieses Bild gemalt hatte.</p><h2 id="der-sog">Der Sog</h2><p>Die Erinnerungen verblassten, und das Zwischengeschoss mit seinen steinernen B&#xE4;nken und Gavvus Blutbotschaft nahm sie wieder in Empfang. Obwohl sie sich nicht einig waren, beschlossen die Gef&#xE4;hrten, dem Gang hinter dem Mauerdurchbruch zu folgen. Gavvus Schicksal verlangte nach einer Antwort.</p><p>Sie kamen keine zehn Schritte weit, bevor es begann. Es war kein Ger&#xE4;usch und kein Geruch, nichts, das die gew&#xF6;hnlichen Sinne h&#xE4;tten greifen k&#xF6;nnen. Es war ein Zerren. Tief in der Brust, hinter den Rippen, hinter der Stirn. Emotionen, die dort nicht hingeh&#xF6;rten, dr&#xE4;ngten nach oben wie Blasen aus einem sumpfigen Grund. Wut. Nackte, sinnlose Wut. Dann Angst, so scharf, dass sie in den Fingerspitzen brannte. Dann etwas Schlimmeres &#x2013; ein Verlangen, weiterzugehen, tiefer hinein, dem Zerren zu folgen, als l&#xE4;ge am Ende des Gangs etwas, das schon immer auf sie gewartet hatte.</p><p>Einer nach dem anderen erlag dem Bann. Smarak presste die Z&#xE4;hne zusammen und ging weiter, obwohl seine H&#xE4;nde zitterten. Rokosh sp&#xFC;rte, wie seine Gedanken davonrasten, schneller, als er sie einfangen konnte. Selis&apos; Fl&#xFC;gel schlugen ungleichm&#xE4;&#xDF;ig, als tr&#xFC;ge ihn nicht mehr sein eigener Wille, sondern ein fremder Wind. Kor&apos;venn k&#xE4;mpfte stumm gegen den Druck, der von innen gegen seine Sch&#xE4;deldecke h&#xE4;mmerte. Einzig Fra&#xE1; schien gefeit &#x2013; was immer dort in der Tiefe des Gangs an ihnen zerrte, fand am steinernen Gem&#xFC;t des Obsidianers weniger Nahrung.</p><p>Sie versuchten, einander herauszurei&#xDF;en. Heftige Worte fielen. H&#xE4;nde packten Arme, zerrten an Beinen. Aber der Sog war st&#xE4;rker. Wie Schlafwandler bewegte sich die Gruppe tiefer in den Gang hinein, vorbei an R&#xE4;umen, f&#xFC;r die sie kaum einen Blick &#xFC;brig hatten. Ein ehemaliger Aufenthaltsraum. Eine Kammer mit einer speziell gesicherten T&#xFC;r, die aufgebrochen worden war, dahinter Nischen in den W&#xE4;nden. Am Ende des Gangs lagen zwei weitere R&#xE4;ume. Durch eine Schiebet&#xFC;r gelangte man in einen kleinen Leseraum. Der andere Raum aber &#x2013; der andere Raum erz&#xE4;hlte eine Geschichte, die keiner Worte bedurfte. Eine m&#xE4;chtige Sicherungst&#xFC;r, &#xE4;hnlich jener, die das Kaer am unteren Ende der Treppe vor der Welt verschloss, war in St&#xFC;cke geschlagen worden. Nicht von au&#xDF;en. Von innen. Die Runen und Siegel, allesamt Schutzzeichen, waren gebrochen, ihre Linien gerissen wie durchtrennte Sehnen. Irgendetwas hatte sich befreit.</p><p>Kor&apos;venn versuchte die Zeichen zu studieren, aber sein Verstand war benebelt vom Sog, und die Fragmente ergaben keinen klaren Sinn. Inmitten des Hin und Her, das die Gruppe in diesem Gang der entfesselten Emotionen zerriss, traf er eine Entscheidung. Er rief. Nicht nach seinen Gef&#xE4;hrten, nicht nach einer Passion &#x2013; er rief nach dem Geist jenes Geisterbeschw&#xF6;rers, der einst in dieser Forschungsstation gearbeitet hatte. Es war eine Einladung, leise gesprochen, mit der F&#xF6;rmlichkeit eines Mannes, der wei&#xDF;, dass die Toten ihre Etikette haben.</p><p>Und der Geist kam. Er machte sich &#xFC;ber den Troll lustig &#x2013; &#xFC;ber seine H&#xF6;rner, seine Jugend, seine K&#xFC;hnheit, hierher zu stolpern, wo selbst die Erbauer nur mit &#xE4;u&#xDF;erster Vorsicht gearbeitet hatten. Aber zwischen dem Spott lag auch etwas anderes: Ermutigung. Kor&apos;venns Blut, sagte der Geist, k&#xF6;nne die Runen st&#xE4;rken. Sein Blut k&#xF6;nne schlie&#xDF;en, was gebrochen war.</p><p>Der Troll z&#xF6;gerte nicht. Er schnitt sich mit dem Messer in die Handfl&#xE4;che und presste sie gegen den kalten Stein. Das Blut floss &#x2013; und es floss viel zu schnell. Als h&#xE4;tte der Stein selbst Durst, sog er das Blut in sich auf, und die Runen begannen zu gl&#xFC;hen, schwach zun&#xE4;chst, dann pulsierend. Aber der Preis war hoch. Kor&apos;venns Gesicht wurde aschfahl. Seine Knie gaben nach. Das Blut str&#xF6;mte schneller aus ihm heraus, als sein K&#xF6;rper es verkraften konnte.</p><p>In diesem Moment brach der Sog. Nicht sanft, nicht schleichend &#x2013; er zerriss wie ein Segel im Sturm. Eine gewaltige Eruption von Emotionen durchfuhr die Gef&#xE4;hrten, presste ihnen die Luft aus den Lungen, h&#xE4;mmerte gegen ihre Herzen, als wollte sie sie von innen sprengen. Smarak, der neben dem Troll stand, sah, was geschah, und handelte ohne zu denken. Er zog sein eigenes Messer, schnitt sich in den Arm und presste die Wunde gegen die von Kor&apos;venn. Smarak nutzte die Kraft seines eisernen Willens, um sich und den Troll gegen die alles mit sich rei&#xDF;ende Macht der Blutmagie zu sch&#xFC;tzen. Orkisches Blut vermischte sich mit trollischem, floss gemeinsam in den Stein, st&#xE4;rkte die Runen und &#x2013; vor allem &#x2013; verlangsamte den Blutverlust des Geisterbeschw&#xF6;rers gerade genug, um ihn am Leben zu halten.</p><p>Die Runen pulsierten unter neuer magischer Macht. Dann geschah etwas, das keiner von ihnen je vergessen w&#xFC;rde: Die Tr&#xFC;mmer der zerschlagenen T&#xFC;r hoben sich vom Boden, schwebten durch die Luft und setzten sich St&#xFC;ck f&#xFC;r St&#xFC;ck zusammen, als drehte jemand die Zeit zur&#xFC;ck. Metall f&#xFC;gte sich an Metall. Siegel schlossen sich. Runen leuchteten auf und erloschen, eins nach dem anderen, bis die T&#xFC;r wieder stand &#x2013; massiv, versiegelt, ungebrochen. Was immer dahinter lauerte, war eingesperrt. Der Sog war fort.</p><p>Kor&apos;venn sank bewusstlos zu Boden.</p><p>Gemeinsam schleppten sich die Gef&#xE4;hrten zur&#xFC;ck durch den Gang, hinaus durch den Mauerdurchbruch, ins Zwischengeschoss, wo die steinernen B&#xE4;nke und die kalte Glimmkohle der Tagbringer auf sie warteten. Sie waren ersch&#xF6;pft, verwundet, und voller Fragen, auf die sie noch keine Antworten hatten. Was war in der Forschungsstation eingesperrt gewesen? Und warum hatten die Tagbringer den Mauerdurchbruch ge&#xF6;ffnet, wenn Gavvus Blutschrift die Wahrheit sagte?</p><p>Irgendwo in Kor&apos;venns Tasche, zwischen Phiolen und Verbandsmaterial, lag ein vergilbtes Blatt mit einer Kinderzeichnung. Und auf diesem Blatt wartete ein Teil der Antwort.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[ED Session 3: Lied der Vergangenheit]]></title><description><![CDATA[<p>Die bauf&#xE4;llige Br&#xFC;cke schwang sich in einem Bogen &#xFC;ber den Kanal, der einst wohl elegant gewesen sein mochte. Jetzt br&#xF6;ckelte der Stein unter jedem Schritt, und der M&#xF6;rtel zwischen den Fugen war l&#xE4;ngst zu Sand zerfallen. Darunter schoss das</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/ed-session-3-lied-der-vergangenheit/</link><guid isPermaLink="false">69ac932c9c3a9415fd3312be</guid><category><![CDATA[earthdawn]]></category><category><![CDATA[adventure]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Sat, 07 Mar 2026 21:13:41 GMT</pubDate><media:content url="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/03/Earthdawn-Session-3---Lied-der-Vergangenheit.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/03/Earthdawn-Session-3---Lied-der-Vergangenheit.jpg" alt="ED Session 3: Lied der Vergangenheit"><p>Die bauf&#xE4;llige Br&#xFC;cke schwang sich in einem Bogen &#xFC;ber den Kanal, der einst wohl elegant gewesen sein mochte. Jetzt br&#xF6;ckelte der Stein unter jedem Schritt, und der M&#xF6;rtel zwischen den Fugen war l&#xE4;ngst zu Sand zerfallen. Darunter schoss das Wasser schnell und schwarz dahin &#x2013; vom Dunkel kommend, ins Dunkel gehend &#x2013;, und sein Rauschen verschluckte jedes andere Ger&#xE4;usch. Die Adepten &#xFC;berquerten einzeln, vorsichtig die rissige Br&#xFC;cke. Als zuletzt <strong>Fra&#xE1;</strong> seinen massigen Obsidianleib &#xFC;ber das Bauwerk schob, &#xE4;chzte der Stein h&#xF6;rbar. Es hielt.</p><p>Auf der anderen Seite empfing sie wieder der Gesang. Eine Frauenstimme, klar und erstaunlich nah, trug ein zwergisches Lied durch die G&#xE4;nge &#x2013; ein heiteres St&#xFC;ck &#xFC;ber den Wind, der die Windlinge durcheinander wirbelte, die Trolle &#xE4;rgerte und den Zwergen ihre B&#xFC;cher durcheinander brachte. Das Lied war allen wohlbekannt. Ein Kinderlied, hier unten im Dunkeln. <strong>Selis</strong> spitzte die Ohren. <strong>Rokosh</strong> runzelte die Stirn.</p><h2 id="die-schule-im-fels">Die Schule im Fels</h2><p>Der Gang f&#xFC;hrte tiefer in den behauenen Fels hinein, und mit jedem Schritt ver&#xE4;nderte sich die Umgebung. Terrakottafliesen bedeckten nun den Boden, verziert mit floralen Mustern, und auch die W&#xE4;nde trugen eine Bemalung, die von einem Leben erz&#xE4;hlte, das hier einst stattgefunden hatte. Einem ganz normalen Leben. Das machte es schlimmer. Am Ende des Ganges schimmerte das schwache, unregelm&#xE4;&#xDF;ige Licht eines Leuchtkristalls, der offensichtlich das Ende seines Lebenszyklus erreicht hatte.</p><p>Auf halbem Weg &#xF6;ffneten sich T&#xFC;ren zu beiden Seiten. Die linke hatten sie nur bemerkt, weil ein kurzes, grelles Aufblitzen durch den T&#xFC;rspalt zuckte. Sie horchten. Nichts. Also zogen sie den schweren Riegel zur&#xFC;ck und &#xF6;ffneten.</p><p>Dahinter lag ein Waschraum. Zwei gro&#xDF;e Becken, eine Nasszelle, Putzmaterial &#x2013; alles an seinem Platz, als h&#xE4;tte jemand am Ende eines Schultages sorgf&#xE4;ltig aufger&#xE4;umt und w&#xE4;re dann nie wiedergekommen. Doch bevor sie mehr sehen konnten, traf sie ein greller Lichtblitz, der die Vorderen blendete. Nur Fra&#xE1; war weit genug zur&#xFC;ckgeblieben, um verschont zu bleiben. Als sich die Sicht langsam kl&#xE4;rte, erkannten sie in einem der Waschbecken einen korallenartigen Pilz &#x2013; in sich strukturiert wie ein Fraktal, fast geometrisch, aber ganz klar organischen Ursprungs. Die Adepten sch&#xFC;tzten ihre Augen auf verschiedenste Art und entgingen so dem n&#xE4;chsten Blitz. Dann deckte <strong>Kor&apos;venn</strong> kurzerhand den defekten Leuchtkristall an der Decke mit Putzlappen ab.</p><p>Jetzt konnten sie den Pilz in Ruhe betrachten. Es war <strong>Smarak</strong>, der orkische Waffenschmied, der die entscheidende Beobachtung machte: In dem Moment, als der letzte Lichtstrahl aus dem Kristall drang &#x2013; gerade bevor Kor&apos;venn ihn endg&#xFC;ltig verh&#xFC;llte &#x2013;, &#xF6;ffnete sich der Pilz f&#xFC;r einen Herzschlag weit und schloss sich sofort wieder. Gemeinsam kamen sie zu dem Schluss, dass es sich um einen Korallenpilz handelte, dessen Sporen die wichtigste Zutat f&#xFC;r Traumlospulver waren.</p><p>Gegen&#xFC;ber fanden sie hinter einem weiteren Riegel eine Art Heizungsanlage. Ein leises Zischen drang aus einer maroden Leitung &#x2013; regelm&#xE4;&#xDF;ig, fast wie ein Atemzug. Die Anlage arbeitete. Nach all den Jahrhunderten. Ganz von allein.</p><h2 id="das-klassenzimmer">Das Klassenzimmer</h2><p>Da verstummte der Gesang.</p><p>Die Stille, die folgte, war schlimmer als jedes Ger&#xE4;usch. Der Gang f&#xFC;hrte weiter, vorbei an einer Garderobe, an der noch die grauen Abbilder von Schulranzen hingen &#x2013; nicht die Ranzen selbst, nur ihre Schatten, eingebrannt in den Stein. Wie die Umrisse von Dingen, die in einem einzigen, furchtbaren Augenblick aufgeh&#xF6;rt hatten zu existieren.</p><p>Der Boden vor ihnen hatte sich ver&#xE4;ndert. Die Terrakottafliesen waren ausgebleicht und grau geworden, die W&#xE4;nde rissig, die Bemalung verbrannt. Es roch nach etwas, das keiner von ihnen benennen wollte.</p><p>Vor ihnen lag ein schwach beleuchtetes Klassenzimmer. Und darin stand, hinter dem Lehrerpult, eine junge Zwergin mit blond-braunem, zum Pferdeschwanz geflochtenem Haar und einer gr&#xFC;n-blauen Tunika. Sie war gerade dabei, Strohblumen in verschiedenen Vasen zu verteilen. Sie ging von Pult zu Pult, summte leise vor sich hin und ordnete die Bl&#xFC;ten mit einer Sorgfalt, als k&#xE4;me es auf jede einzelne an. Dann bemerkte sie die Adepten und l&#xE4;chelte.</p><p>&#x201E;Kommt herein, ihr seid ja fr&#xFC;h dran. Wir k&#xF6;nnen den Unterricht gleich beginnen.&quot;</p><p>Die Gruppe trat n&#xE4;her. Kor&apos;venn aber blieb stehen. Er hatte seinen Blick in den Astralraum geworfen, und was er dort sah, lie&#xDF; ihn erschaudern. In den Ecken der Kammer hing etwas. Schwarz. Dicht. Es klebte an Decke und W&#xE4;nden wie Schimmel, der seit Jahrhunderten wuchs, und es pulsierte &#x2013; langsam, kaum wahrnehmbar, aber es pulsierte. Er warnte die anderen sofort. Doch was sollten sie tun? Die Adepten gingen vorsichtig weiter ins Klassenzimmer.</p><p>Die Adepten setzten sich an die Pulte. In den verkohlten B&#xE4;nken waren teilweise noch die Namen der Sch&#xFC;ler zu lesen, vor vielen, vielen Jahren in das Holz geritzt. Kleine Namen. Kindernamen. Doch die Zwergin reagierte kaum auf ihre Anwesenheit. Sie sp&#xFC;rte wohl, dass jemand da war, aber es schien sie eher zu irritieren als zu freuen.</p><p>Dann wandte sie sich direkt an Kor&apos;venn. Ihr L&#xE4;cheln war verschwunden. Ihre Augen waren weit und leer und sahen durch ihn hindurch auf etwas, das nur sie erkennen konnte.</p><p>&#x201E;Sie werden kommen und sie werden t&#xF6;ten. Sie werden uns alle t&#xF6;ten. Sie werden uns w&#xFC;rgen, weil wir noch sind und sie nicht mehr sind. Weil keiner sich sch&#xFC;tzen konnte in diesem Raum, der eigentlich Schutz bringen soll.&quot;</p><p>Rokosh hatte unterdessen leise die T&#xFC;r hinter dem Lehrerpult ge&#xF6;ffnet. Ein kleines Lehrerzimmer. Ein Schreibtisch, B&#xFC;cherregale, St&#xE4;nder f&#xFC;r Karten. Alles verbrannt, zur Unkenntlichkeit verkohlt. Wie die B&#xE4;nke. Wie die Ranzen an der Garderobe. Wie alles in diesem Trakt.</p><h2 id="die-aschekinder">Die Aschekinder</h2><p>Es war zu sp&#xE4;t zum Fliehen.</p><p>Fra&#xE1; stand noch vor der T&#xFC;rschwelle, als er sich umdrehte und den Gang zur&#xFC;ckblickte. Was er sah, lie&#xDF; ihn erstarren. Aus dem Dunkel, aus Richtung der Br&#xFC;cke, bewegten sich graue Schatten auf sie zu. Langsam zun&#xE4;chst. Dann schneller.</p><p>Aus der Finsternis sch&#xE4;lten sich die verkohlten, aschernen H&#xFC;llen von Kindern. Sechs an der Zahl. Unterschiedlicher Gr&#xF6;&#xDF;e. Dann h&#xF6;rten sie das Lachen. Kinderlachen, hell und unbeschwert und fr&#xF6;hlich, als k&#xE4;men sie vom Spielen auf dem Schulhof zur&#xFC;ck. Doch dann stolperte das Lachen. Es kippte. Ging &#xFC;ber in ein Gurgeln, ein Kr&#xE4;chzen, ein Jammern und Flehen, das aus Kehlen kam, die l&#xE4;ngst keine Stimme mehr hatten. Es war der Klang von etwas, das versuchte sich zu erinnern, wie Freude sich anf&#xFC;hlte, und daran scheiterte.</p><p>Dann waren sie heran.</p><p>Es war vor allem Selis, der den Kampf gegen das, was von den Kindern &#xFC;brig war, kaum ertrug. Doch es blieb nichts anderes, als sich zu wehren. Zauber gingen fehl. Rokoshs Bolzen flogen durch die H&#xFC;llen hindurch, als w&#xE4;ren sie nichts als Rauch, und nur wenige Treffer vermochten &#xFC;berhaupt etwas auszurichten. Smarak wurde gleich von zweien bedr&#xE4;ngt. Eines der Aschekinder zog sich an seinem K&#xF6;rper hoch, klammerte sich mit H&#xE4;nden fest, die nicht gr&#xF6;&#xDF;er waren als die eines Sechsj&#xE4;hrigen, und atmete ihm hei&#xDF;en Ascheatem direkt ins Gesicht. Es verschlug dem Ork den Atem. Hitze und der Geschmack von Verbranntem f&#xFC;llten seine Lungen, und er hatte alle M&#xFC;he, seine Sinne beieinander zu halten.</p><p>Dann handelte Fra&#xE1;. Der Obsidianer legte eine Eisfl&#xE4;che &#xFC;ber den gesamten Bogen des Ganges, so glatt und so pl&#xF6;tzlich, dass sich niemand mehr auf den Beinen halten konnte &#x2013; weder die Adepten noch das, was auf sie zukam. Die Aschekinder wurden zu einem Kn&#xE4;uel von Armen, Beinen und K&#xF6;pfen auf dem Boden. Geistesgegenw&#xE4;rtig nutzte Rokosh die Situation: Er rutschte auf dem Eis bis an das Kn&#xE4;uel heran und schleuderte es mit einem gewaltigen Tritt &#xFC;ber die Eisfl&#xE4;che hinaus auf den Sims am Kanal. Zwei der H&#xFC;llen fielen &#xFC;ber die Kante und st&#xFC;rzten lautlos ins schwarze Wasser.</p><p>Doch dann geschah etwas, das schlimmer war als alles zuvor.</p><p>Die verbliebenen H&#xFC;llen l&#xF6;sten sich auf. Sie zerfielen zu Asche und formten sich neu &#x2013; nicht als einzelne Gestalten, sondern als eine einzige Wolke, aus der Arme ragten und Beine und kleine K&#xF6;pfe, die sich drehten und wendeten und lachten. Die Wolke b&#xE4;umte sich auf, f&#xFC;llte den gesamten Gang, und dann raste sie auf die Adepten zu. Sie rauschte &#xFC;ber sie hinweg, durch sie hindurch, und Asche drang in Augen, Ohren und Nasen, legte sich auf die Haut und in die Lungen, und f&#xFC;r einen Moment konnte keiner von ihnen atmen, keiner sehen, keiner denken.</p><p>Dann erreichte die Wolke das Klassenzimmer und h&#xFC;llte die Zwergin ein.</p><p>&#x201E;Ihr konntet sie nicht retten.&quot;</p><p>Ihre Stimme war kaum noch ein Fl&#xFC;stern.</p><p>&#x201E;Auch ihr konntet sie nicht retten. F&#xFC;r uns ist keine Rettung mehr.&quot;</p><p>Dann l&#xF6;sten sich die Zwergin und die Aschenwolke auf. Es gab keinen &#xDC;bergang. Im einen Moment waren sie da, im n&#xE4;chsten nicht. Zur&#xFC;ck blieb nur das leere Klassenzimmer. Die Pulte. Die verkohlten B&#xE4;nke mit den Kindernamen. Die Vasen, in denen keine Strohblumen mehr standen. Ein schales, leeres Abbild dessen, was dieser Ort einmal gewesen war.</p><p>Zur&#xFC;ck blieben die Adepten. Hustend. Asche in den Haaren, auf der Zunge, in jeder Falte ihrer Kleidung. Der Geschmack von Verbranntem, der sich nicht mehr auswaschen lassen w&#xFC;rde. Sie waren bereit, diesen Ort so schnell wie m&#xF6;glich hinter sich zu lassen &#x2013; doch nicht, ohne vorher noch einen Blick in den Schreibtisch des Lehrerzimmers zu werfen ...</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[ED Session 2: Zwischen Feuer und Fresken]]></title><description><![CDATA[<p>In unserer zweiten Sitzung stiegen die Gef&#xE4;hrten der Freiheit weiter die endlose Treppe hinauf. Fackellicht tanzte &#xFC;ber Fresken, die rechts und links die W&#xE4;nde s&#xE4;umten. Dazwischen ein Schriftzug in Orkisch, den keiner der Gef&#xE4;hrten zu deuten vermochte. Doch die Bilder sprachen</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/ed-session-2/</link><guid isPermaLink="false">69960cf79c3a9415fd331261</guid><category><![CDATA[adventure]]></category><category><![CDATA[earthdawn]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Wed, 18 Feb 2026 19:48:45 GMT</pubDate><media:content url="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/02/ED-Ho-hle-mit-Salzkaeferkolonie.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/02/ED-Ho-hle-mit-Salzkaeferkolonie.jpg" alt="ED Session 2: Zwischen Feuer und Fresken"><p>In unserer zweiten Sitzung stiegen die Gef&#xE4;hrten der Freiheit weiter die endlose Treppe hinauf. Fackellicht tanzte &#xFC;ber Fresken, die rechts und links die W&#xE4;nde s&#xE4;umten. Dazwischen ein Schriftzug in Orkisch, den keiner der Gef&#xE4;hrten zu deuten vermochte. Doch die Bilder sprachen f&#xFC;r sich.</p><p>Auf der einen Seite zeigten sie, was die Namensgeber verloren hatten, als sie ins Dunkel des Kaers hinabstiegen: pr&#xE4;chtige H&#xE4;user mit bl&#xFC;henden G&#xE4;rten hoch &#xFC;ber einem Fluss, Spazierg&#xE4;nge mit Sonnenschirmen auf lebhaften Stra&#xDF;en, schnelle Kutschenfahrten &#xFC;bers Land, fr&#xF6;hliche Jagdgesellschaften mit Hirschen und Hunden, Badende in einer Therme, Weinverkostung und Gelage. Auf der anderen Seite war zu sehen, was sie zu gewinnen erhofften: das fokussierte Arbeiten an einem Buch, der gemeinsame Schlafraum verschiedenster Namensgeber eng beieinander, der Leseabend bei der alten Vorleserin im Kerzenlicht, Spielrunden mit Karten und Brettspielen, Tanz im Kaer, eine gro&#xDF;e Auff&#xFC;hrung magischer Kunsst&#xFC;cke mit allerlei Spukgestalten gegen die Wand projiziert, die filigranen Werke der Glasbl&#xE4;serei. Ein bildgewordenes Manifest: Was sie aufgaben, war &#xDC;berfluss. Was sie zu gewinnen erhofften, war Gemeinschaft.</p><p>Selis, dessen Windlingsaugen auch im schwachen Fackelschein scharf blieben, entdeckte kleine, aber markante L&#xF6;cher in den W&#xE4;nden und der Decke. Eine der Fallen, vor denen man sie gewarnt hatte. Die Tagbringer, jene Gruppe, die drei Jahre zuvor als erste das Kaer verlassen hatte, waren an den Simsen rechts und links entlang geklettert, um ihr auszuweichen. Die Gef&#xE4;hrten hatten es einfacher: Fraa&apos;orolo, der Obsidianer, hob einen nach dem anderen mit ruhiger Hand &#xFC;ber die Gefahrenzone hinweg.</p><p>Dann stand die n&#xE4;chste massive, gusseiserne T&#xFC;r vor ihnen. Ein schweres, kastenartiges Schloss hielt drei metallene Riegel fest in der Wand verankert. Runen zierten seine Oberfl&#xE4;che, die Fraa&apos;orolo zwar lesen konnte, deren Sinn sich ihm aber nicht g&#xE4;nzlich erschloss. Es war Selis, der die Sache ins Rollen brachte: Er spritzte kurzerhand Wasser auf den Kasten. Und tats&#xE4;chlich &#x2013; es formten sich Perlen, die sich wie auf einer unsichtbaren Schnur von rechts nach links bewegten. Ermutigt gaben die Gef&#xE4;hrten weitere Elemente hinzu. Rokosch suchte Staub von den Treppenstufen zusammen, der sich zu Kugeln formte und auf den Wasserperlen zu tanzen schien. Dann brachte ein kr&#xE4;ftiger Atemsto&#xDF; das dritte Element, die Luft, hinzu &#x2013; und das Schloss gab nach. Dahinter ein weiterer Treppenaufgang, scheinbar endlos nach oben f&#xFC;hrend. Es knackte in den Ohren der Aufsteigenden. Noch nie in ihrem Leben waren sie so hoch hinauf gestiegen.</p><p>Und dann, unvermittelt, durchfuhr sie alle ein D&#xE9;j&#xE0;-vu. Es war, als w&#xFC;rde die Treppe unter ihren F&#xFC;&#xDF;en verschwimmen, als tr&#xFC;gen die Stufen sie nicht hinauf, sondern hinab, zur&#xFC;ck an jenen Punkt, an dem ihr gemeinsames Abenteuer seinen Anfang genommen hatte.</p><p>Damals, vor einigen Jahren, waren sie zum ersten Mal in die Tiefen des Kaers geschickt worden. Ihre Lehrmeister hielten sie f&#xFC;r erfahren genug, um den gef&#xE4;hrlichen Weg zu gehen. Der Auftrag: In den Stollen, die nach der gro&#xDF;en Gasexplosion versiegelt und &#xFC;ber die Jahrzehnte mit Wasser vollgelaufen waren, nach Metall, Holz und anderen Materialien zu suchen, die man im Kaer dringend brauchte. Das Wasser war erst k&#xFC;rzlich zur&#xFC;ckgegangen &#x2013; wahrscheinlich hatte ein Fluss seinen Lauf ge&#xE4;ndert. Jetzt war es an der Zeit, die &#xFC;ber mehr als zweihundert Jahre abgeschirmten Bereiche zu erkunden.</p><p>Tief hinab f&#xFC;hrte der Weg ins H&#xF6;hlenreich, bis zu einer Stelle, die durch die Gasexplosion versch&#xFC;ttet war. Nur ein schmaler Spalt blieb offen. Gerade genug f&#xFC;r Rokosch und nat&#xFC;rlich f&#xFC;r Selis, um auf die andere Seite zu schl&#xFC;pfen, w&#xE4;hrend Fraa&apos;orolo und Cor&apos;wren sich an die Arbeit machten, den versch&#xFC;tteten Gang freizulegen.</p><p>Zwerg und Windling drangen derweil neugierig ins Dunkel vor. An einer Kreuzung teilte sich der Weg in drei Richtungen. Links war nach kurzem ein Einbruch der H&#xF6;hlendecke, komplett versch&#xFC;ttet. Nach rechts ging es &#xFC;ber eine Rampe tiefer abw&#xE4;rts. Selis sah darin, was ein Windling eben in einer Rampe sieht: eine Rutsche. Er konnte nicht widerstehen und lie&#xDF; sich auf seinen Hinterbeinen hinabgleiten, von oben mit einer Mischung aus Faszination und Entsetzen von Rokosch beobachtet.</p><p>Dann geschah das Ungeheure. Ein gewaltiger Schatten senkte sich von oben &#xFC;ber den v&#xF6;llig &#xFC;berraschten Selis und ein riesiges Maul st&#xFC;lpte sich &#xFC;ber seinen Kopf. Nur seinem Gl&#xFC;ck und seiner Geistesgegenwart verdankte es der Windling, dass ihm das gefl&#xFC;gelte Monster den Kopf nicht von den Schultern trennte. Im letzten Moment rutschte er aus dem Schlund an der Unterseite der Kreatur heraus, bevor sich zwei Reihen rasiermesserscharfer Z&#xE4;hne schlie&#xDF;en konnten. Das Wesen &#x2013; eine Art Totenlaken aus &#xF6;ligem Fleisch &#x2013; griff ihn weiter an. Selis setzte sich mit dem Schwert zur Wehr, w&#xE4;hrend Rokosch von oben einen Bolzen abfeuerte, der leider das Ziel verfehlte. Doch Selis konnte der Kreatur eine tiefe Wunde zuf&#xFC;gen, die sie gurgelnd und fauchend nach oben zur&#xFC;cktrieb. Der Windling lie&#xDF; nicht ab, setzte nach, stie&#xDF; abermals zu &#x2013; und dann schlug ein m&#xE4;chtiger Bolzen des Sch&#xFC;tzen ein. Gemeinsam brachten sie das Wesen zu Fall. Als es am Boden lag, ein Haufen ledriger Haut und sehniger Muskeln, versicherte sich der Steppenreiter mehrfach, dass es auch wirklich tot war.</p><p>Am Ende der Rampe lag ein verschlossenes Tor. Doch die beiden Mutigen hatten vorerst genug von ihrem Einzelgang und kehrten zu den anderen zur&#xFC;ck. Dort musste sich Selis einiges vom sicherheitsbewussten Troll anh&#xF6;ren, was die Stimmung unter den Gef&#xE4;hrten sichtlich eintr&#xFC;bte. Maulig und kleinlaut setzte er die Arbeit an den Steinen fort, &#xFC;berlie&#xDF; den Gro&#xDF;en aber nat&#xFC;rlicherweise den Gro&#xDF;teil davon.</p><p>Nach mehreren Stunden war der Gang so weit freigelegt, dass auch Cor&apos;wren und Fraa&apos;orolo passieren konnten. Gemeinsam setzten sie den Weg bis zur Kreuzung fort und beschlossen, zun&#xE4;chst hinter das Tor am Ende der Rampe zu schauen. Es gelang Selis, dieses mit einem improvisierten Dietrich zu &#xF6;ffnen. Dahinter befand sich ein Warenlager, noch in einem so guten Zustand und reichlich gef&#xFC;llt, wie es zweihundert Jahre zuvor zuletzt best&#xFC;ckt worden war: zwanzig Eisenbarren zu je zwanzig Kilo, zehn Eisenstangen von vier Meter L&#xE4;nge, achtzig Meter Tau, f&#xFC;nf Spulen Seil zu je hundert Metern, sechs S&#xE4;cke M&#xF6;rtel, drei mittelgro&#xDF;e gelbe Lichtquarze und ein riesiger Lichtquarz in Blau. Ein reicher Fund, der die Adepten mit einem Schlag im Kaer ber&#xFC;hmt machen sollte.</p><p>Dann r&#xFC;ckten sie &#xFC;ber den zentralen Gang weiter vor. Eine gr&#xF6;&#xDF;ere Kammer tat sich vor ihnen auf, in r&#xF6;tliches Leuchten getaucht. Der gesamte Boden war von Kolonien von Salzk&#xE4;fern bewohnt. Sie hatten sich zu Flecken unterschiedlichster Gr&#xF6;&#xDF;e zusammengescharrt und bedeckten bis auf schmale Wege den gesamten Boden. Von den K&#xE4;fern ging eine intensive Hitze aus. Und die Gef&#xE4;hrten wussten aus den Geschichten der &#xC4;lteren, dass aufgescheuchte Salzk&#xE4;fer gef&#xE4;hrlich werden konnten: Flogen sie auf, spritzten winzige Feuerelementarteilchen durch die Luft, die sich zu brennenden Wolken formen und schwere Brandverletzungen hervorrufen konnten.</p><p>Rokosch fasste einen Plan: gezielt Steine in die Kolonien werfen, immer nur wenige aufscheuchen, sodass sich kein Inferno daraus bilden konnte. Die ersten zwei W&#xFC;rfe gelangen auch noch recht gut. Doch der dritte setzte eine Kaskade in Bewegung. Kolonie nach Kolonie flatterte auf und in wenigen Sekunden brannte die Luft in der ganzen Kammer. Zum Gl&#xFC;ck konnten sich die Gef&#xE4;hrten schnell genug in den angrenzenden Gang zur&#xFC;ckziehen und der Feuerlohe gerade noch entgehen.</p><p>Als sie den Raum erneut betraten, war der Weg frei. Selis flog neugierig voraus und gelangte &#xFC;ber Treppen zu einer Balustrade, einer Art Br&#xFC;cke, die &#xFC;ber einen Kanal mit Wasser f&#xFC;hrte. Der Windling war kaum zu bremsen. Die Gruppe setzte nach &#x2013; und dann h&#xF6;rten sie es: ein Lied. Eine weibliche Stimme sang eine ihnen vertraute Melodie. Es erz&#xE4;hlte die Geschichte des Windes, der die Windlinge durcheinanderpurzeln lie&#xDF; und die Trolle erz&#xFC;rnte. Ein zwergisches Kinderlied, das jeder von ihnen kannte.</p><p>Doch wer sang es hier, in diesem v&#xF6;llig verlassenen Teil des Kaers?</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Die Gefährten der Freiheit]]></title><description><![CDATA[<p>In unserer ersten Spielsitzung lernten wir vier von f&#xFC;nf der Charaktere etwas n&#xE4;her kennen.</p><p>Da ist <strong>Cor&apos;wren Frostfaust</strong>. Er bezeichnet sich selbst als intellektuellen Troll. Er ist recht klein und schm&#xE4;chtig f&#xFC;r einen Troll, tr&#xE4;gt einfache, zweckm&#xE4;</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/die-gefahrten-der-freiheit/</link><guid isPermaLink="false">696bf146f91883170344c6d2</guid><category><![CDATA[adventure]]></category><category><![CDATA[earthdawn]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Sat, 17 Jan 2026 20:33:57 GMT</pubDate><media:content url="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/01/earthdawn---gefa-hrten-der-Freiheit---Die-endlose-Treppe.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2026/01/earthdawn---gefa-hrten-der-Freiheit---Die-endlose-Treppe.jpg" alt="Die Gef&#xE4;hrten der Freiheit"><p>In unserer ersten Spielsitzung lernten wir vier von f&#xFC;nf der Charaktere etwas n&#xE4;her kennen.</p><p>Da ist <strong>Cor&apos;wren Frostfaust</strong>. Er bezeichnet sich selbst als intellektuellen Troll. Er ist recht klein und schm&#xE4;chtig f&#xFC;r einen Troll, tr&#xE4;gt einfache, zweckm&#xE4;&#xDF;ige und bequeme Kleidung. Gerne in Wei&#xDF;, weil er sich das als Sanit&#xE4;ter in den H&#xF6;hlen angew&#xF6;hnt hat. Sein st&#xE4;ndiger Begleiter ist eine Tasche mit Heil-Utensilien.</p><p>Dann ist da <strong>Rokosch Ambolosch</strong>, seines Zeichens zwergischer Sch&#xFC;tze. Er ist 1,23 m gro&#xDF; und wiegt um die 50 kg und tr&#xE4;gt eng anliegende sportliche Kleidung. Je weniger sie ihn behindert, desto besser. Rokosch ist diszipliniert, regelkonform und eine Vision treibt ihn voran. Er hat den neurotischen Waffenschmied des &#xD6;fteren bei der Wache kennengelernt, wenn er dort die Abwehrmechanismen des Kaers inspizierte oder die Wachen darauf schulte, diese nicht auszul&#xF6;sen.</p><p>Dabei ist auch <strong>Fraa&apos;orolo</strong>. Ein Obsidianer-Elementarist. 105 Jahre jung, hat er smaragdgr&#xFC;ne Augen und seine Haut sieht aus wie jadefarbener Stein. Der Obsidianer wurde von Samsa Ort, dem Leiter der Elementaristenschule, unter die Fittiche genommen und ausgewildert. Dieser schenkte ihm auf seinem Sterbebett einen Obsidian Skin Potion. Doch leider kam Samsa nicht mehr dazu, ihm zu sagen, was es damit auf sich hat.</p><p>Der Vierte im Bunde ist <strong>Selis</strong> oder auch Sven genannt, ein Windling Steppenreiter. Er hat gr&#xFC;n-pinkes Haar, ist 34 Jahre alt und tr&#xE4;gt stolz eine Tert&#xF6;merung auf der Brust, die auf seine erfolgreiche Erwachsenenpr&#xFC;fung zusammen mit seinem wunderbaren Zoak-Reittier Zasa aufmerksam macht. Wie alle Windlinge ist Selis ausgelassen und steht den Ver&#xE4;nderungen, die sich im Kaer anbahnen, sehr offen entgegen. Er kann es kaum erwarten, dass sich das Kaer endlich &#xF6;ffnet und er an die Oberfl&#xE4;che treten kann.</p><h2 id="pr%C3%A4gende-ereignisse">Pr&#xE4;gende Ereignisse</h2><p>Einige Ereignisse pr&#xE4;gten das Aufwachsen unserer Adepten im Kaer. F&#xFC;r Rokosch war das eine grassierende Hungersnot, die erst dadurch einged&#xE4;mmt werden konnte, als eine nahrhafte Pflanze im Jasprewaggarten entdeckt wurde, die sich in den Zuchth&#xF6;hlen kultivieren lie&#xDF;. Sie vertr&#xE4;gt den salzigen Boden ausgezeichnet und bringt kartoffelartige Knollen hervor, die sehr n&#xE4;hrreich sind.</p><p>F&#xFC;r Fraa&apos;orolo war es der Einsturz eines Teils des Lochosttempels, der ihn pr&#xE4;gte. Das war vor rund 50 Jahren. Nach dem Gr&#xFC;ndungsfest kam es zu Ausschreitungen, als Betrunkene die Lochost-Anarchisten aufmischen wollten. Durch eine Verkettung von ungl&#xFC;cklichen Umst&#xE4;nden st&#xFC;rzte ein Teil des Tempels ein und begrub eine ganze Familie unter sich. Fraa&apos;orolos Lehrmeister rettete ein Kind aus den Tr&#xFC;mmern. F&#xFC;r Fraa&apos;orolo ein Ereignis, das sich tief eingepr&#xE4;gt hat.</p><p>Selis wurde seinerseits Zeuge eines D&#xE4;moneneinbruchs im Salzgarten des Kaers. Das geschah in seiner Kindheit. Der D&#xE4;monen ergriff Besitz von Namensgebern, die daraufhin abscheuliche, verzerrte Salzfiguren formten. Es wurde nie wirklich aufgel&#xF6;st, welche dunkle Macht hinter diesen Ereignissen steckte. Sie h&#xF6;rten einfach eines Tages auf.</p><p>Der Troll Cor&apos;wren half mit, Versch&#xFC;ttete zu befreien und hat sie als Sanit&#xE4;ter vor Ort verarztet. Das Ersch&#xFC;tternde dabei war, dass diese Einst&#xFC;rze im Kaer eventuell absichtlich ausgel&#xF6;st wurden.</p><h2 id="hoffnungen-und-tr%C3%A4ume">Hoffnungen und Tr&#xE4;ume</h2><p>Unsere Adepten hoffen auf eine bessere Welt dort drau&#xDF;en.</p><p>F&#xFC;r Fraa geht es um Harmonie von allen Dingen. Rokosch m&#xF6;chte die Zwerge wieder vereint in Troal sehen und er ist der &#xDC;berzeugung, dass alle Zwerge von Grund auf gut sind. Selis hofft einfach, dass die D&#xE4;monen weg sind und dass der Weg frei ist. Er geht fest davon aus, dass man sicheren Fu&#xDF;es auf der Erdoberfl&#xE4;che wandeln kann. F&#xFC;r Cor&apos;wren ist die gro&#xDF;e Hoffnung, dass die Erzfeinde, die Theraner, zerst&#xF6;rt werden k&#xF6;nnen und ihre Verb&#xFC;ndeten ebenso.</p><p>Die Gruppe hat sich selbst ihren Namen gegeben. Der Gruppenname lautet: <strong>Die Gef&#xE4;hrten der Freiheit</strong>.</p><h2 id="die-endlose-treppe">Die Endlose Treppe</h2><p>Dann schauten wir zur&#xFC;ck in die Kindheit der Adepten, als sie den Schritt in die Erwachsenenwelt machten. Traditionell wird dieser getan, indem das Kind eine der ersten sechs Stufen der endlosen Treppe, die zum Tor f&#xFC;hrt, das das Kaer von der Au&#xDF;enwelt abschirmt, hinauf steigt. Jede der sechs Stufen ist mit einem Symbol versehen und hat eine andere Bedeutung.</p><p>Im Kaer herrscht die Meinung, dass man mit der Wahl seiner Stufe ein Zeichen daf&#xFC;r setzt, wie das eigene Erwachsenenleben verlaufen wird. Mit diesem Schritt &#xFC;berschreitet das Kind die Grenze zum Jugendlichen und damit hinein ins Erwachsenenalter.</p><p>Wir stellten fest, dass drei der Charaktere die Geschichte der sechsten Stufe, auf der das Zeichen ausgekratzt ist, kannten. Die Geschichte vom ausgekratzten Turm, die eine sehr traurige ist, weil sie die Geschichte von drei Freunden ist, die sich die sechste Stufe gleichzeitig als ihr Zeichen erw&#xE4;hlten und voller Mut waren, und nur wenige Tage sp&#xE4;ter bei dem Versuch ums Leben kamen, einen der Luftsch&#xE4;chte zu erklimmen und dabei von einer f&#xE4;lschlich ausgel&#xF6;sten Feuerfalle zur Unkenntlichkeit verbrannt wurden.</p><p>Cor&apos;wren kennt die Geschichte vom Geist des &#xFC;ber den Tod schier wahnsinnig gewordenen Vaters. Rokosch hat die Geschichte von seinem Vater bei der Wache geh&#xF6;rt, als eine Warnung vor den Gefahren des Kaers. Und Selis kennt die Geschichte, weil die Windlinge von klein auf davor gewarnt werden, in die Luftsch&#xE4;chte zu fliegen. Und genau diese Geschichte genutzt wird, um ihnen klarzumachen, dass dies eine Grenze ist, die sie keinesfalls &#xFC;berschreiten d&#xFC;rfen. Viel zu kostbar ist das Leben der wenigen jungen Windlinge im Kaer.</p><p>Die Charaktere erw&#xE4;hlten sich folgende Stufen: Fraa entschied sich f&#xFC;r die vierte Stufe, die <strong>Stufe der Sonne</strong>. Cor&apos;wren nahm die sechste Stufe, die ausgekratzte <strong>Stufe des Turms</strong>. Und Selis w&#xE4;hlte die dritte Stufe, die <strong>Stufe des Rotkehlchens</strong> f&#xFC;r sich. Rokosch w&#xE4;hlte zuletzt das Schwert, die f&#xFC;nfte Stufe.</p><p>Die dritte Stufe, die Stufe des Rotkehlchens, steht f&#xFC;r den neuen Anfang, f&#xFC;r die Wiedergeburt nach einem langen Winter. Die vierte Stufe, die Stufe der Sonne, steht f&#xFC;r deren W&#xE4;rme und die Kraft, die alles wachsen l&#xE4;sst. Die f&#xFC;nfte Stufe, die Stufe des Schwerts, steht f&#xFC;r die Wehrhaftigkeit und Standhaftigkeit. Und die verfluchte sechste Stufe? Cor&apos;wren erfuhr, dass sie f&#xFC;r den Mut und die Waghalsigkeit steht.</p><p>F&#xFC;r Fraa kommt in seiner Stufe seine Studien der Natur und die Sonne als Teil des elementaren Ganzen zum Tragen. F&#xFC;r Cor&apos;wren ist es die Verbindung zu den Toten, zu den Kindern und zur Geschichte des Kaers. F&#xFC;r ihn ist das eine L&#xFC;cke, die gef&#xFC;llt werden muss. F&#xFC;r Selis steht das Rotkehlchen f&#xFC;r neue Erfahrungen, f&#xFC;r neue Freuden und neues Leben, das das mit sich bringt. Und f&#xFC;r Rokosch geht es um das Bewahren und das Verteidigen des Kaers, der Schutz, der gebracht werden muss, der Schutz f&#xFC;r die Gemeinschaft.</p><p>Als der Troll die 6. Stufe erklomm, sp&#xFC;rte er die Pr&#xE4;senz des Geistvaters neben sich und zeitgleich griffen die H&#xE4;nde der Toten nach ihm. Waren es die toten Kinder? Waren es andere? Das ist unklar. Klar ist, dass der Geist ihn davor bewahrte, in die Geisterwelt gezogen zu werden.</p><p>Fraa erhielt als Geschenk seiner Reife einen Sonnenstein, Rokosch ein Lederriemen, den er um seine Armbrust wickelte, Selis ein wunderbares Gedicht in Windlingssprache und Cor&apos;wren einen Runenstein mit der Mut-Rune eingraviert.</p><h2 id="das-ritual-der-%C3%B6ffnung">Das Ritual der &#xD6;ffnung</h2><p>Dann stand der gro&#xDF;e Tag bevor. Das &quot;Ritual der &#xD6;ffnung&quot; wird vollzogen, nachdem es drei Jahre zuvor einmal gedient hatte, um die Gruppe der Tagbringer nach drau&#xDF;en zu lassen. Die Gruppe wurde dar&#xFC;ber unterrichtet, dass sie &#xFC;ber die endlose Treppe mehrere Sicherheitsschleusen durchqueren mussten, dass aber nur das unterste und das oberste Tor von innen ge&#xF6;ffnet und sofort darauf auch wieder geschlossen werden w&#xFC;rde. Es wird keine M&#xF6;glichkeit geben, f&#xFC;r die Adepten das Kaer von au&#xDF;en direkt wieder zu &#xF6;ffnen.</p><p>Es war ein gro&#xDF;es Ereignis und alle hatten sich auf dem gro&#xDF;en Platz versammelt, um dabei zu sein, wenn die Adepten &#xFC;ber die Stufen durch das Tor schritten. Durch die Kraft der Elementaristen des Kaers &#xF6;ffnete sich das Tor und unter Beifall, Jubel, aber auch sprachlosem Staunen und sicherlich auch mit Sorgen und Hoffnung begleitet, entlie&#xDF; das Volk seine Helden in eine ungewisse Zukunft.</p><h2 id="der-aufstieg">Der Aufstieg</h2><p>Die Adepten folgten dem ersten Treppenschacht nach oben, vorbei an einem gro&#xDF;en Mosaik, das verschiedenste Szenen der Vertiefung in Spiel, Wissenschaft und Kunst im Kaer zeigte. Sie sahen Namensgeber, die sich gegenseitig Geschichten vorlasen. Einer, der etwas vortrug und die anderen kr&#xE4;ftigen Beifall spendeten. Von Zwergen wurde ein Theaterst&#xFC;ck vor versammeltem Volk aufgef&#xFC;hrt. Ein Windling und ein Mensch in rhetorischem Wettstreit. Verschiedene Namensgeber, die heftig dar&#xFC;ber diskutierten, wie ein nackter Zwerg wohl am besten auf die Leinwand zu bringen war. Es wurden Pilze nach ihrer Form und gem&#xE4;&#xDF; eines Bestimmungsbuches gedeutet. W&#xFC;rfel- und Figurenspiele waren zu sehen oder auch gemeinsam gekocht. Inmitten des Mosaiks standen menschliche Schriftzeichen, die allerdings niemand aus der Gruppe deuten konnte.</p><p>Dann erreichten sie auf dem ersten Treppenabsatz das n&#xE4;chste Tor. Es bestand aus Gusseisen und darin waren verschiedenste Gegenst&#xE4;nde eingelassen oder aufgeklebt: Holzspielzeug zum Beispiel, ein mit einer Peitsche anzutreibender Kreisel, Notenbl&#xE4;tter oder verschiedene Drucke und Holzschnitte. Ein W&#xFC;rfel, der auf seinen Fl&#xE4;chen verschiedene Sternenkonstellationen darstellt. Holzst&#xE4;bchen, die dem Spiel dienten. Ein Xylophon, das sofort von Selis ausprobiert wurde. T&#xF6;pferwaren, von kleinem Tiegelchen bis hin zur gro&#xDF;en Amphore, Silberbesteck und vieles mehr.</p><p>Die Charaktere machten sich daran, herauszufinden, wie dieses Tor wohl zu &#xF6;ffnen sei. Durch Ausprobieren stellte Selis fest, dass seine Glasmurmeln an einer ganz bestimmten Stelle in diesem Gesamtgebilde auf dem Tor eingesetzt werden wollten. Beherzt nahm er eine der Stellen und dr&#xFC;ckte seine Glaskugel hinein. Die anderen begannen es ihm gleich zu tun. Rokosch w&#xE4;hlte seine kleine Salzstatuette eines Einhorns, das sich prompt neben anderen Spielfiguren einf&#xFC;gte. Cor&apos;wren verfolgte einen anderen Ansatz: Er schm&#xFC;ckte nicht das Tor selbst, sondern gravierte seine Runen in den gesamten Rahmen des Tores ein. Die Arbeit und auch die des Obsidianers, der zuletzt lange F&#xE4;den quer &#xFC;ber das Tor zwischen den verschiedenen Gegenst&#xE4;nden hin und her spann, dauerte deutlich l&#xE4;nger bis weitere Fackeln hinabgebrannt waren. Dann h&#xF6;rte man deutlich, wie das Tor seine Verriegelung &#xF6;ffnete und es konnte am schweren Eisenring von Rokosch aufgezogen werden.</p><p>Ein weiterer Treppenabschnitt lag nun vor ihnen. Was w&#xFC;rde sie dort erwarten?</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Oshury – 02 - 34: Bekannte im Nebel]]></title><description><![CDATA[<p>Nathanael, Grolak, Caius und Beth setzten ihren Weg im Nebellabyrinth fort. Die Rast an der Br&#xFC;cke hatte ein wenig Kraft zur&#xFC;ck gegeben.</p><p>Beth bemerkte, wie Sula in der kurzen Zeit, in der sie nun in der Traumgrube umher wanderten, deutlich gewachsen war. </p><p>Dann f&#xFC;hrte</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/oshury-02-34-bekannte-im-nebel/</link><guid isPermaLink="false">67ba14a7f4e1e618e68371f1</guid><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Sat, 17 Jan 2026 20:10:37 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Nathanael, Grolak, Caius und Beth setzten ihren Weg im Nebellabyrinth fort. Die Rast an der Br&#xFC;cke hatte ein wenig Kraft zur&#xFC;ck gegeben.</p><p>Beth bemerkte, wie Sula in der kurzen Zeit, in der sie nun in der Traumgrube umher wanderten, deutlich gewachsen war. </p><p>Dann f&#xFC;hrte der Weg in einen Wald hinein. Es roch nach Tannennadeln und Nathanael f&#xFC;hlte sich an den Neunt&#xF6;terwald erinnert.</p><p>Sich n&#xE4;hernde Schritte waren zu h&#xF6;ren. &#xC4;ste brachen. Eine Gestalt brach aus dem Unterholz. Sein zerfetzten Gewand verriet ihn mehr als das von Entsetzen verzerrte Gesicht und der gehetzte Blick: Es war Lufran, der erste Strahl der Glei&#xDF;enden, der G&#xF6;ttin Ygrtras.</p><p>Dann tauchen die Verfolger auf: Graue Rei&#xDF;z&#xE4;hne, angef&#xFC;hrt von Seraye. Ihr kommen die Charaktere wie Traumgestalten vor, die sie von irgendwoher kennt, ohne sich recht daran zu erinnern. Von ihr erfahren sie, dass es in der Traumgrube nicht nur den Wald mit seinen Banditen, sondern auch ein Abbild Skaeghs gibt. Doch dort hat nicht Iosaph McPhillip, sondern die alte Sirath Gilmore das Sagen. Und Molli Kerrisk f&#xFC;hrt die Gaeleth-G&#xE4;nger an, die mehr eine Bande von Erpressern und Schl&#xE4;gern sind als eine Handwerkerzunft. Heglef und Grolak sind Anf&#xFC;hrer von Rebellen, die sich gegen die Ygtras-Kirche stellten. </p><p>Nathanael sprach mit Iosaph McPhillip und versuchte, ihn aus seinem Tr&#xFC;bsal und Trunksucht zu l&#xF6;sen. Sie sprachen &#xFC;ber dessen gro&#xDF;e Liebe Leisa.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Oshury – 02 - 32 & 33: Die Traumgrube der Goblins]]></title><description><![CDATA[<p>Mitten in der Nacht schreckte Nathanael von seiner Nachtwache auf. Er sp&#xFC;rte Dank seiner Schlangeninstinkte, dass sich etwas dem Lager n&#xE4;herte. Und dann sah er es: Dicke, &#xF6;lig gl&#xE4;nzende Ranken krochen &#xFC;ber den Boden auf sie zu. </p><p>Schnell weckte er die anderen</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/oshury-02-32-33-die-traumgrube-der-goblins/</link><guid isPermaLink="false">67aa63fa878ba81a5c58d7c4</guid><category><![CDATA[AP]]></category><category><![CDATA[OSE]]></category><category><![CDATA[OSR]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Fri, 14 Feb 2025 20:49:15 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Mitten in der Nacht schreckte Nathanael von seiner Nachtwache auf. Er sp&#xFC;rte Dank seiner Schlangeninstinkte, dass sich etwas dem Lager n&#xE4;herte. Und dann sah er es: Dicke, &#xF6;lig gl&#xE4;nzende Ranken krochen &#xFC;ber den Boden auf sie zu. </p><p>Schnell weckte er die anderen und stellte sich mit Runu und Caius der Gefahr entgegen. Ein <strong>verrottender Radix</strong>, eines jener verderbten Pflanzenwesen, vor denen die Ta-Bokosh sie gewarnt hatten, war auf sie aufmerksam geworden. W&#xE4;hrend Nathanael und Caius sich m&#xFC;hten, die Ranken abzuwehren, unterbrach Runu den Ring aus Asche, den ein anderer Teil des Wesens, auf der anderen Seite der Existenz, geformt hatte. Denn es versuchte, dar&#xFC;ber in ihre Welt einzudringen und mit dem Radix zu verschmelzen. </p><p>Nathanael versuchte mittels eines Zaubers das Unsichtbare sichtbar zu machen. Zu seiner &#xDC;berraschung bekam er nicht mehr vom Radix, daf&#xFC;r aber von zahlreichen Waldgeistern zu sehen, die sich um die Lichtung versammelt hatten. Voller Anspannung und Sorge folgten sie dem Geschehen. Anscheinend waren sie alle zuvor Opfer des Radix geworden.</p><p>Die Wende im Kampf mit den Ranken brachte der Lichtdolch, den Nathanael aus der Scheide zog. Das taghelle Licht trieb die Ranken zur&#xFC;ck. Die drei folgten ihnen bis zu einem Baum, der unter dem Gewicht an verwesenden Pflanzenresten und Zweigen fast zusammenbrach: Dort hatte sich der Radix in einer Kugel zusammen gezogen. Immer schneller zog der die Ranken in sich zur&#xFC;ck, um sich gegen das Licht zu wehren. Eine der Ranken schlug Nathanael die gef&#xFC;rchtete Lichtquelle aus der Hand. Doch Caius schnappte sie aus der Luft und stie&#xDF; die Waffe mitten hinein ins Kn&#xE4;uel des Radix. Dessen Korpus kollabierte und legte den inneren Kern frei: eine melonengro&#xDF;e Kugel, von der W&#xE4;rme ausging. Caius nahm sie zu sich.</p><p>Anderntags setzte die Gruppe gef&#xFC;hrt durch Tekmaneh die Reise zur Traumgrube fort. Sie kamen an den Rand der Grube, die sich so weit das Auge reichte vor ihnen erstreckte. Steil abfallende Lehmh&#xE4;nge f&#xFC;hrten hinab. Unten lag eine dicke Schicht z&#xE4;hen Nebels, der die Sicht versperrte. Als klar war, dass es keinen anderen Weg nach unten gibt, begann die Gruppe damit, sich abzuseilen. Hintereinander, Tekmaneh voran, machten sie sich an den Abstieg. </p><p>Der Nebel war kalt und raubte ihnen nicht nur Sicht, sondern drohte, ihnen auch den Willen zum Weiterleben zu nehmen. Doch alle blieben standhaft. Aus dem Nebel sch&#xE4;lten sich mehr und mehr Felsen heraus, die aus dem Lehm aufragten. Auf einem war ein Wesen aus Steinbrocken zu erkennen. Es streckte seine globigen H&#xE4;nde aus, darin ein gl&#xE4;nzender Gegenstand in Form eines Tannenzapfens. Von den Ta-Bokosh davor gewarnt, von den <strong>Nefruugs</strong>, kleinen Erdgeistern, Geschenken anzunehmen, schlugen sie dieses aus. Doch Runu tauschte einen seiner Gegenst&#xE4;nde gegen eine schwere M&#xFC;nze mit magischen Runen ein.</p><p>Endlich am Boden angelangt, erwartete die Gruppe ein steinerner Boden aus Ger&#xF6;ll. Ohne rechte Orientierung marschierten sie weiter. Wei&#xDF;e Nebelw&#xE4;nde ragten vor ihnen auf, die wie endlose Bettlaken aus der H&#xF6;he herabwehten und schmale G&#xE4;nge bildeten. Nathanael, der schon in Eulengestalt in die Traumgrube hinab geflogen war, erkundete weiter in Tierform das Labyrinth. Die anderen folgten zu Fu&#xDF;.</p><p>Die Eule erreichte einer Abzweigung folgend als erste einen Fluss aus Nebel. Bei n&#xE4;herem Hinsehen machte sie aber eine grausige Entdeckung: unter der Nebeldecke flossen Knochen langsam aber stetig den Fluss hinab. Haupts&#xE4;chlich Fingerknochen, dazwischen gr&#xF6;&#xDF;ere wie von Armen und Beinen. Eine Reihe von Steinplatten erlaubte die &#xDC;berquerung. Doch Nathanael flog zun&#xE4;chst den Fluss entlang und gelangte an einen Wasserfall. Dieser ergoss sich in gro&#xDF;er H&#xF6;he aus einem gesichtsf&#xF6;rmigen Gebilde, das in der Nebelwand zu schweben schien. Neugierig flog er hinein. W&#xE4;hrendessen gelangte der Rest der Gruppe an den Fluss. </p><p>Dem Fluss flogend, drang Nathanael in Eulengestalt tiefer in den Schlund des Gesichts vor. Dort hatte der zum Bach gewordene Kochenstrom seinen Ursprung in einem umgefallenen Kupferkessel. Nathanael landete in der N&#xE4;he und machte dann Schritte auf den Kessel zu. Dabei bemerkte er nach einigen Schritten, dass er an Substanz verloren und deutlich geschrumpft war. Als er merkte, dass eine Umkehr keine Besserung brachte, entschloss sich der Magier kurzerhand, weiter auf den Kessel zuzugehen. Die Eule verlor Federn, Fleisch und Muskelmasse. Nathanael verwandelte sich in seine menschen&#xE4;hnliche Gestalt (mit Schlangenz&#xFC;gen) zur&#xFC;ck. Er war auf 1/3 seiner Gr&#xF6;&#xDF;e geschrumpft! Seine Kleidung und Ausr&#xFC;stung allerdings nicht.</p><p>Als er den Kessel ber&#xFC;hrte, &#xFC;berkam in eine Vision seiner Patronin Morwe, der Obsidiank&#xF6;nigin. Ihm wurde schlagartig bewusst, dass er ein m&#xE4;chtiges Artefakt in H&#xE4;nden hielt, dass Morwe zeit ihres Lebens vergeblich gesucht hatte. Eine Woge der Macht wusch &#xFC;ber ihn hinweg. Danach war seine Verwandlung in ein Schlangenwesen noch weiter vorangeschritten. Seine ganze Gestalt hatte sich ver&#xE4;ndert.</p><p>Die Gruppe zog es vor, den Fluss nicht zu kreuzen, sondern zur&#xFC;ck zur Abzweiung zu gehen. So kamen sie dem verwandelten Nathanael entgegen, der gro&#xDF;e M&#xFC;he hatte, den f&#xFC;r ihn reichlich gro&#xDF;en Kupferkessel mitzuschleppen. Die anderen verlangen dessen Herausgabe doch vergeblich &#x2013; Nathanael hielt an seinem neu gewonnenen Schatz fest. Gemeinsam zogen sie weiter.</p><p>Der Weg endete nach l&#xE4;ngerem an einer Felskante. Der Abrund war nicht einsehbar, da sich z&#xE4;her Nebel nur einige Meter unterhalb hielt. Eine bogenf&#xF6;rmige Br&#xFC;cke aus Stein schwang sich hin&#xFC;ber auf die andere Seite. Die Br&#xFC;cke selbst war durch Pfeiler getragen, die in aus dem Fels geschlagenen Schalen ruhten. Caius untersuchte das Ganze und machte Runu auf Asche aufmerksam, die sich darin befand. W&#xE4;hrend der junge Kartograph in der Asche nach verbrannten Papierst&#xFC;cken stocherte, &#xFC;berkam Runu eine Vision seines Gottes Hivtr: Er sah, wie Caius in der Mitte der Br&#xFC;cke stand, ans Gel&#xE4;nder trat und dann zun&#xE4;chst seinen Stab in die Tiefe warf, um kurz danach selbst hinterher zu springen. </p><p>Unterdessen war der alte Tekmaneh auf die Br&#xFC;cke getreten. Runu wusste, dass ihn auf der anderen Seite Erl&#xF6;sung erwartete. Eine sichere Heimstatt, wie Hivtr sie seinen Gl&#xE4;ubigen schenkte. Doch der Priester sp&#xFC;rte auch, dass eine Gefahr direkt auf sie zuhielt: Aus dem Nebel sch&#xE4;lten sich die Gestalten von vier Bernsteinkriegern. In zwei Reihen marschierend und mit Lanzen voran, kamen sie schnell auf die Br&#xFC;cke zu. </p><p>Dwinbar, Caius und Runu bildeten eine Linie, um Tekmaneh Zeit zu verschaffen. Die Bernsteinkrieger hatten es ganz offensichtlich auf den Goblin abgesehen, der vor einem ganzen Goblinleben dem Traum entronnen war. </p><p>Auch wenn sie sich wacker schlugen, schnell war klar, dass weder Caius noch Runu den Kriegern etwas entgegen zu setzen hatten. Dwinbar, der es mit ihnen h&#xE4;tte aufnehmen k&#xF6;nnen, war ohne jedes Kampfgl&#xFC;ck und musste zusehen, wie seine Gef&#xE4;hrten - und auch er selbst - schwer verwundet wurden. Aber das verschaffte immerhin Tekmaneh genug Zeit. Er verschwand gerade im Nebel, als der erste Bernsteinkrieger durch die Linie brach.</p><p>Er kam aber nur bis zur Mitte der Br&#xFC;cke. Dann machte er Schritte zum Gel&#xE4;nder und setzte dar&#xFC;ber hinweg und st&#xFC;rzte in die Tiefe. Zwei der Bernsteinkrieger wurden besiegt. Nathanael hatte den Knochenkessel gegen sie eingesetzt. Der letzte der Krieger lie&#xDF; von der Gruppe ab, als Tekmaneh au&#xDF;er Reichweite war. Er verschwand im Nebel, so wie er gekommen war.</p><p>Die Gruppe beschloss, eine dringend ben&#xF6;tigte Rast direkt bei der Br&#xFC;cke einzulegen. Erst danach war an eine Weiterreise zu denken. Caius schl&#xFC;pfte in die stinkende Trolllederr&#xFC;stung, um von deren Heilwirkung zu profitieren.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Oshury – 02 - 31: Aus Träumen gekrabbelt]]></title><description><![CDATA[<p>Zusammen mit dem schwer verletzten Grolak wurden Runu, Dwinbar und Nathanael vom Rat der Ta-Bokosh willkommen gehei&#xDF;en. Das Gespr&#xE4;ch fand in der Baumh&#xF6;hle des Clanoberhaupts <strong>Shetbax</strong> statt, der dort in Begleitung seines Sprachrohrs, der ersten Kriegerin <strong>Kurru</strong>, dem uralten Druiden <strong>Tekmaneh</strong> und dessen Sch&</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/oshury-02-31-aus-traeumen/</link><guid isPermaLink="false">67818175878ba81a5c58d6b9</guid><category><![CDATA[AP]]></category><category><![CDATA[OSR]]></category><category><![CDATA[OSE]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Tue, 21 Jan 2025 19:39:54 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Zusammen mit dem schwer verletzten Grolak wurden Runu, Dwinbar und Nathanael vom Rat der Ta-Bokosh willkommen gehei&#xDF;en. Das Gespr&#xE4;ch fand in der Baumh&#xF6;hle des Clanoberhaupts <strong>Shetbax</strong> statt, der dort in Begleitung seines Sprachrohrs, der ersten Kriegerin <strong>Kurru</strong>, dem uralten Druiden <strong>Tekmaneh</strong> und dessen Sch&#xFC;lerin <strong>Julak</strong> die Gruppe erwartete. </p><p>Der ein&#xE4;ugige, zahn- und haarlose Shetbax begr&#xFC;&#xDF;te sie freundlich. Seinen K&#xF6;rper hatte er in einen Mantel aus Fledermausb&#xE4;renfell geh&#xFC;llt. Er selbst sprach leise und lies seine Worte von Kurru verk&#xFC;nden. Nathanael &#xFC;bernahm seinerseits das Gespr&#xE4;ch f&#xFC;r Grolak, der kaum f&#xE4;hig war, zu sprechen.</p><p>W&#xE4;hrendessen wurde ein Sch&#xFC;ssel eingelegter Beeren herumgereicht, die es in sich hatten: Alle a&#xDF;en davon. Doch w&#xE4;hrend Nathanael lediglich wohlige W&#xE4;rme und Entspannung in sich aufsteigen f&#xFC;hlte, sp&#xFC;rten die anderen eine Erweiterung ihrer Sinne und ihres K&#xF6;rpers, die ihnen neue Kraft einfl&#xF6;&#xDF;te und sie dauerhaft st&#xE4;rkte.</p><p>Grolak trug sein Anliegen vor: Die kleine Sula sollte in der Obhut der Ta-Bokosh aufwachsen, da er sie nicht weiter der Gefahr aussetzen wollte, die seine Aufgaben und Reisen mit sich bringen. Der Kreis verlangte daraufhin, das Goblinbaby zu sehen. Die quietschfidele Sula wurde von einem zu anderen gereicht. Ihr frohes Wesen zauberte ein Lachen auf alle Gesichter. Besonders Tekmaneh hatte sie es angetan. </p><p>Die Ta-Bokosh entschieden, dass Sula Teil des Stammes werden k&#xF6;nne. Daf&#xFC;r m&#xFC;sse sie sich aber einem Initationsritual unterziehen. Wie alle anderen Ta-Bokosh muss sie aus dem Geburtsort, dem <strong>Kocheshem</strong>, was in etwa &quot;die Traumgrube&quot; hei&#xDF;t, ihren Weg zum Dorf finden. Allein aus der Grube und durch den Smaragdwald krabbelnd. Die Gruppe erhielt die Aufgabe, Sula zum Kocheshem zu bringen. Von dort ab w&#xE4;re sie auf sich allein gestellt.</p><p>Grolak beschloss, dass dies die beste L&#xF6;sung sei. Er vertraute den Ta-Bokosh und f&#xFC;gte sich ihren harten Regeln als Teil ihrer Tradition. Er selbst w&#xFC;rde die Gruppe aber nicht begleiten k&#xF6;nnen; zu schwach war er von seinen Verletzungen. Stattdessen w&#xFC;rde <strong>Beth O&apos;Kane</strong>, die sich in den letzten Wochen aufoperfungsvoll um das Goblinkind gek&#xFC;mmert hatte, Sula zu ihrem neuen Ursprung bringen.</p><p>Doch nicht nur der Weg f&#xFC;r Sula zur&#xFC;ck zum Dorf w&#xFC;rde gefahrvoll sein. Auch auf dem Weg durch den Smaragdwald und in der Traumgrube selbst k&#xF6;nnten Gefahren lauern. Die Goblins erz&#xE4;hlten von den <strong>Bernsteinkriegern,</strong> Inkarnationen alter Kriegergeister, die in der Gestalt von belebtem Bernstein die Tr&#xE4;ume bewachten. In Acht nehmen sollten sie sich auch vor den <strong>Nefruugs</strong>, kleinen Erdgeistern, die in der Traumgrube leben und deren Geschenke unbedingt auszuschlagen seien, um nicht vom rechten Weg abzukommen. Im Smaragdwald selbst lauern die &quot;<strong>verrottenden Radix</strong>&quot;, verderbte Pflanzenwesen, die aus einem Nest verrottender &#xC4;ste bestehen und einen d&#xE4;monischen Kern in sich tragen. Um diese Jahreszeit seien sie besonders aktiv. Sie nehmen Schaden durch Feuer, doch ihr Kern ist dagegen unempfindlich und nahezu unzerst&#xF6;rbar.</p><p>Und noch etwas anderes zeigte sich, als die Goblins vor den Gefahren warnten: Tekmaneh war nicht wie die anderen als Kind krabbelnd zum Dorf gekommen. Er war auf zwei Beinen, aufrecht gehend, dort aufgetaucht. Die anderen Goblins nannten ihn einen, &quot;der entlang des Traumes l&#xE4;uft&quot;. An der Reaktion der versammelten Goblins, besonders an Julak, wurde klar, dass dies bisher ein Geheimnis gewesen war. </p><p>Die Gruppe stattete sich mit weiteren Kletterseilen, einer Flasche &#xD6;l und Proviant aus, die sie breitwillig von den Goblins erhielten. Au&#xDF;erdem erkundeten sie sich nach weiteren Gefahren und holten weitere Informationen ein. Dabei konnte Nathanael eine Beziehung zwischen der Steinernen K&#xF6;nigin Bryn, Bryn, bekannt als &quot;Die W&#xE4;chterin des Sonnenlichts&quot; und den Bernsteinkriegern herstellen. Diese sollen die Leibgarde der &quot;Bernsteink&#xF6;nigin&quot; gebildet haben. Runu erfuhr seinerseits, dass eine Mysteriengeschichte seines Gottes Hivtr von dem Besuch eines Suchenden in der H&#xF6;hle der Tr&#xE4;ume handelt. Hivtr, der als die Un/Ohngestalt verehrt wird und die alte Gottheit der Heimstatt, der Dunkelheit und der Prophezeiungen ist, soll dem Suchenden dort begegnet sein. Gut m&#xF6;glich, dass das Kocheshem der Ta-Bokosh auch ein heiliger Ort seines Glaubens ist.</p><p> Als sie gerade dabei waren, sich in der ihnen zugewiesenen Baumh&#xF6;hle zur Nacht zu legen, erhielten sie Besuch: Tekmaneh trat zu ihnen zu trug sein Anliegen vor. Er wolle die Gruppe zum Kocheshem begleiten. Sein letzter Gang, zur&#xFC;ck zum Traum. Tekmaneh wollte darum kein gro&#xDF;es Aufheben machen und seine Stammesgenossen nicht davon in Kenntnis setzen. Er w&#xFC;rde am Rand des Smaradwaldes zur Gruppe sto&#xDF;en.</p><p>Am n&#xE4;chsten Morgen ging es los in den Wald, der kurz hinter dem See beginnt. Affrufi und Caius waren im Dorf geblieben, um sich um Grolak zu k&#xFC;mmern. </p><p>Im Wald fanden sie einen Schutzbau aus dichten Ranken, die laut Tekmaneh mit Magie ineinander verwoben waren. Dwinbar fiel ein Baum auf, &#xFC;ber dessen &#xC4;ste ein Seil verlief, mit dem an offenbar ins Innere dieses Baus gelangen konnte. Das Ganze scheint elfischen Ursprungs zu sein. Die Ta-Bokosh hatten bisher keinen direkten Kontakt mit den Elfen. Und diese selbst scheinen keinen gesteigerten Wert auf Kontakt zu legen. Nachdem sich Beth lautstark dar&#xFC;ber auslie&#xDF;, dass man die kleine Sula durch keine extra Sperenzchen mit den Elfen in Gefahr bringen d&#xFC;rfe, beschloss die Gruppe, den Schutzbau zu umgehen und weiter zu ziehen.</p><p>Unterdessen wurde es dunkel und die Gruppe suchte sich einen Lagerplatz auf einer Lichtung. Die ersten beiden Wachen verliefen ereignislos, doch in Nathanaels Wache regte sich etwas im Unterholz ...</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Oshury – 02 - 30: Die Fledermaus kommt im Dunklen raus]]></title><description><![CDATA[<p>In dieser Sitzung h&#xE4;tten wir fast Grolak aufgrund einer Gelegenheitserkundung verloren. <br><br><strong>Caius</strong>, Nathanael und Grolak brachen zusammen mit <strong>Affrufi</strong> zu den <strong>Ta-Bokosh</strong> Goblins auf. Grolak m&#xF6;chte dort seine Tochter Sula sicher unterbringen. Au&#xDF;erdem erhofft er sich Rat von diesem weisen Stamm. </p><p>W&#xE4;hrenddessen</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/oshury-02-30-die-fledermaus-kommt-im-dunklen-raus/</link><guid isPermaLink="false">675c8478878ba81a5c58d5ba</guid><category><![CDATA[OSR]]></category><category><![CDATA[OSE]]></category><category><![CDATA[AP]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Fri, 13 Dec 2024 19:45:23 GMT</pubDate><media:content url="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2024/12/Oshury---Flughundba-r.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2024/12/Oshury---Flughundba-r.jpg" alt="Oshury &#x2013; 02 - 30: Die Fledermaus kommt im Dunklen raus"><p>In dieser Sitzung h&#xE4;tten wir fast Grolak aufgrund einer Gelegenheitserkundung verloren. <br><br><strong>Caius</strong>, Nathanael und Grolak brachen zusammen mit <strong>Affrufi</strong> zu den <strong>Ta-Bokosh</strong> Goblins auf. Grolak m&#xF6;chte dort seine Tochter Sula sicher unterbringen. Au&#xDF;erdem erhofft er sich Rat von diesem weisen Stamm. </p><p>W&#xE4;hrenddessen brach Peogyd in Richtung Blenghor auf um dort dem Hetmann einen Besuch abzustatten, in dessen Gefolgschaft er treten k&#xF6;nnte. Au&#xDF;erdem will er nach einem Asja-Geweihten Ausschau halten, der die Statue der Asja-Gal und eventuell auch den Dornhalsreif unsch&#xE4;dlich machen kann. In der Zwischenzeit denkt der Gro&#xDF;e Zarmimbam mit <strong>Jasmine</strong> in Claifen dar&#xFC;ber nach, wie man ein Dock und eine Stra&#xDF;e nach Skaegh errichten k&#xF6;nnte.</p><p>Die Gruppe reiste &#xFC;ber die Kucktir Ebene in Richtung der Ta-Bokosh Siedlung, deren Feuer Caius in klaren N&#xE4;chten von der Turmspitze aus wahrgenommen hatte. Eigentlich sollten sie das Lager der Goblins innerhalb eines Tages erreichen k&#xF6;nnen.</p><p>Doch die Rast bei einigen Findlingen sollte ihre Pl&#xE4;ne ordentlich durcheinander werfen. Caius und Grolak fanden bei einem Routinegang zwischen den Felsen eine halb versch&#xFC;ttete Treppe, die hinab in eine H&#xF6;hle f&#xFC;hrte. Die Gruppe beschloss, diese zu erkunden. Grolak und Caius gingen voran, gefolgt von Nathanael und Affrufi. Am Ende der Treppe blockierte ein Haufen aus Erde und Laub den Weg, bis auf eine Schneise, die irgendetwas mit seinen Klauen gebahnt hatte. Grolak ging allein weiter, da er als einziger mit seinen Augen die Dunkelheit durchdringen konnte, ohne mit einer Fackel auf sich aufmerksam zu machen.</p><p>Caius bleib beim Haufen zur&#xFC;ck und h&#xF6;rte nur noch, wie sich der Goblin den Weg tiefer hinein in die H&#xF6;hle bahnte. Ein lautes Knirschen verriet ihn aber als er auf einen morschen Knochen trat. Pl&#xF6;tzlich leuchteten rote Augen &#xFC;ber ihm an der H&#xF6;hlendecke auf. Im gleichen Augenblick st&#xFC;rzte sich eine befellte Kreatur mit Fl&#xFC;geln, einer Mischung aus Fledermaus und B&#xE4;r &#xE4;hnlich, auf ihn herab. Sie traf den &#xFC;berraschten Goblin am Hals; &#xE4;tzendes Gift tropfte von seinen F&#xE4;ngen in die Wunde. Die Wucht des Aufpralls holte ihn von den Beinen, die Kreatur &#xFC;ber ihm. </p><p>Ein heftiger Kampf mit dem kuhgro&#xDF;en Wesen entbrannte. Es ging so schnell, dass Caius kaum mitbekam, was passierte. Die Kreatur biss sich in Grolaks Bein fest und zerrte ihn kraftvoll nach hinten in die H&#xF6;hle. Nathanael gab von hinten einen Schuss ab, traf dabei aber den ungl&#xFC;cklichen Caius in den R&#xFC;cken. Dann verschwand die Kreatur mit ihrer Grolak-Beute im Dunkeln. </p><p>Nathanael setzte ihr nach. Als das Licht von Caius Fackel die Kreatur wieder fand, schleuderte er ein magisches Geschoss nach ihr. Er traf so gut, dass sie schmerzerf&#xFC;llt aufheulte und von ihrer Beute ablie&#xDF;. Das nutzen die anderen und schleiften Grolak nach drau&#xDF;en. </p><p>Es bleib ihnen nur wenig Zeit, um den heftig blutenden Goblin zu verbinden. Caius z&#xF6;gerte nicht lange und schn&#xFC;rte das Bein mit einem Tuch ab. Die Stabilisierung gelang und Grolak kam noch einmal davon. Die Verletzungen werden ihn f&#xFC;r acht Wochen ans Bett fesseln.</p><p>Nathanael, Caius und Affrufi beschlossen, die verletzte Kreatur weiter zu bek&#xE4;mpfen. Sie leiteten Rauch in die H&#xF6;hle und zwangen das bedr&#xE4;ngte Tier zur Flucht nach vorn. Doch sie hatten nicht mit der gewaltigen Wucht gerechnet, mit der diese aus der H&#xF6;hle fuhr und sich in die Luft erhob. Ihre Angriffe gingen fehl, die Kreatur breitete ihre m&#xE4;chtigen Schwingen auf und schraubte sich in den nachmitt&#xE4;glichen Sommerhimmel. Schnell gewann sie an H&#xF6;he und war bald schon verschwunden.</p><p>Die Erkundung der H&#xF6;hle brachte einen Gang zum Vorschein, verschlossen durch eine massive Steinwand. Nathanael untersuchte die Glyphe, die in den Stein geschnitten und mit Granit ausgef&#xFC;llt war. Er erkannte darin eine Zauberzeichen der Granitk&#xF6;nigin. Doch sein Wissen reichte nicht aus, um den Zauber zu brechen. Was auch immer dahinter lag, die Erkundung w&#xFC;rde auf ein anderes Mal warten m&#xFC;ssen.</p><p>Die Gruppe dehnte ihre Lagerzeit weiter aus, um eine Trage f&#xFC;r den Transport des invaliden Grolak zu bauen. Danach brachten sie noch so viel Weg zwischen sich und das Lager der riesigen Fledermaus wie m&#xF6;glich. Nach einer ruhigen Nacht ging es weiter Richtung Lager der Ta-Bokosh. </p><p>Es waren die Goblins dieses Stammes, die sie fanden, lange bevor die Gruppe das Lager erblickt hatten. Nach kurzem Austausch mit Grolak, der immer wieder zwischen Wachen und fieberhaften Tr&#xE4;umen hin und her fiel, geleiteten sie die Ank&#xF6;mmlinge zum Lager. An einem gro&#xDF;en See gelegen, hatten die Ta-bokosh ganze B&#xE4;ume im See verankert - manche trieben auf dem Wasser, anderen vertikal im Schlick steckend. Die ausgeh&#xF6;hlten B&#xE4;ume dienten ihnen als Behausung. Seile und Br&#xFC;cken verbanden die Siedlung und mehrere Boote waren auf dem Wasser unterwegs. Am Ufer wurden Netze repariert, Fische getrocknet und ein gro&#xDF;es Feuer unterhalten. Eine schwimmende Br&#xFC;cke f&#xFC;hrte hin&#xFC;ber zur Siedlung. Dorthin wurden die Besucher gebracht - wohl um dem Schamanen <strong>Tekmaneh</strong>, dessen Namen Grolak genannt hatte, oder H&#xE4;uptling <strong>Shetbax</strong> vorgef&#xFC;hrt zu werden. Neugierige Goblinh&#xE4;nde griffen nach ihren Kleidern und kneiften sie in die Backen. Nathanael erwiderte das gleicherma&#xDF;en und kam so mit rotgeschwollenen Backen am Baumhaus ihres Ziels an.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Oshury – 02 - 29: Leichen im Keller]]></title><description><![CDATA[<p>Thaileen, von ihrer Verletzung sichtlich geschw&#xE4;cht, begleitete die Gruppe weiter zur Burg Zarengeschenk. Dort hatten Lern und Caius nicht nur die Stellung gehalten, sondern weitere Bauma&#xDF;nahmen ausgef&#xFC;hrt. Zus&#xE4;tzlich pendelte der Gro&#xDF;e Zarimbam zwischen Dorf Claifen und Burg hin und her.</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/oshury-02-29/</link><guid isPermaLink="false">6759628e878ba81a5c58d4d4</guid><category><![CDATA[OSR]]></category><category><![CDATA[OSE]]></category><category><![CDATA[AP]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Thu, 12 Dec 2024 19:28:26 GMT</pubDate><media:content url="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2024/12/Oshury---Statue-der-Asja-Gal.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2024/12/Oshury---Statue-der-Asja-Gal.jpg" alt="Oshury &#x2013; 02 - 29: Leichen im Keller"><p>Thaileen, von ihrer Verletzung sichtlich geschw&#xE4;cht, begleitete die Gruppe weiter zur Burg Zarengeschenk. Dort hatten Lern und Caius nicht nur die Stellung gehalten, sondern weitere Bauma&#xDF;nahmen ausgef&#xFC;hrt. Zus&#xE4;tzlich pendelte der Gro&#xDF;e Zarimbam zwischen Dorf Claifen und Burg hin und her. Er tat sein Bestes, um den neuen Kult rund um Aengus (der droht in einen Personenkult um Peogyd umzuschlagen) zu st&#xE4;rken. Au&#xDF;erdem startete eine neue Mode rund um seltsame H&#xFC;te und bem&#xFC;ht sich redlich, den D&#xF6;rflern selbstsicheres Auftreten beizubringen. Immer noch ist es die Statue der armen Felri, die von den Zinnen herab die Burgbesucher begr&#xFC;&#xDF;t. Und vor 7 Tagen verschwand der Elf Ithil bei Nacht und Nebel.</p><p>Lern und Caius berichteten von einer Entdeckung zwischen den Klippen unweit von Claifen: die &#xDC;berreste einer einstmals m&#xE4;chtigen Vogelstatue, erbaut auf einem Plateau von dem aus man die ganze Umgebung &#xFC;berblicken kann. Beim Betreten des Plateaus &#xFC;berkam sie eine Vision aus alten Zeiten. Die Falkenstatue entfaltete ihre Fl&#xFC;gel und schickte einen schrillen Schrei ins Land. Sie strahlte in herrlichen Farben und wirkte fast lebensecht. Auch das Plateau war intakt, aus feinstem Marmor gefugt und mit Blumen geschm&#xFC;ckt. Dann zerfiel das Bild vor ihren Augen und lie&#xDF; nur die Ruinen zur&#xFC;ck.</p><p>Die Gruppe erfuhr auch, dass vor drei Tagen eine Gesandtschaft der RitterInnen vom Stein bei der Burg aufgekreuzt war. Sie hatten um die Herausgabe der Statue der Asya-Gal gebeten, die in den unteren Gew&#xF6;lben unter Verschluss steht. Die Besatzung bat sich Bedenkzeit aus und war nun froh, die Entscheidung an Nathanael, Grolak, Peogyd &amp; Co abgeben zu k&#xF6;nnen. Die RitterInnen wurden schon auf den n&#xE4;chsten Tag zur&#xFC;ck erwartet und wie angek&#xFC;ndigt, kamen sie dann den Hohlweg hinauf geritten. </p><p>In der Zwischenzeit beeilten sich die Burgherren aber, eine neue Sicherungst&#xFC;r am Gangende anzubringen, hinter der die Treppe hinab zur Gew&#xF6;lbehalle der Asja-Gal f&#xFC;hrt. Nathanael versperrte den Zugang zus&#xE4;tzlich mit einem Magischen Schloss. Denn als er mit Dusya zusammen vor die Statue trat, versuchte diese ihren Einfluss auf die Neuangekommene auszu&#xFC;ben. Asja-Gal schien zu sp&#xFC;ren, dass die opportunistische Unternehmerin besonders empf&#xE4;nglich f&#xFC;r ihre Einfl&#xFC;sterungen ist. Um weiteren Versuchungen vorzubeugen, versperrten sie den Weg nach unten. Und Grolak gab sein Bestes, um Dusya vor dem B&#xF6;sen der Statue zu warnen: &quot;Alle sind Gal!&quot;</p><p>Angef&#xFC;hrt von niemand geringerem als <strong>Cennet Queally</strong>, der nach dem Ableben von Moli Kerrisk die F&#xFC;hrung &#xFC;ber die Rittschaft &#xFC;bernahm, erreichten am n&#xE4;chsten Tag die RitterInnen vom Stein die Burg. Cennet zeigte sich gespr&#xE4;chsbereit und nahm die Einladung in den Innenhof der Burg an. Seine Mannschaft wirkte ausgemergelt und sichtbar von den Ereignissen der letzten Zeit gezeichnet. W&#xE4;hrend Grolak und die Besatzung die RitterInnen im Visier behielten, f&#xFC;hrten Nathanael und die anderen das Gespr&#xE4;ch mit Cennet. </p><p>Cennet appellierte an die Gruppe, ihm die Statue zu &#xFC;bergeben, da seine Gemeinschaft in der Lage sei, die b&#xF6;se und sch&#xE4;dliche Natur der G&#xF6;ttin in Zaum zu halten. Die H&#xF6;hlen der Alten, nun Unterschlupf f&#xFC;r die Rittschaft, sollte der neue Aufstellort werden. Cennet wies darauf hin, dass die Statue fortw&#xE4;hrend eine Gefahr f&#xFC;r die Burg, ihre Bewohner und das Umland darstellte. Fr&#xFC;her oder sp&#xE4;ter w&#xFC;rde jemand ihrer Macht erliegen. Die Rittschaft hingegen w&#xFC;rden Asja-Gal Achtung entgegen bringen, aber gleichzeitig daf&#xFC;r sorgen, dass ihre zerst&#xF6;rerische Kraft nicht au&#xDF;er Kontrolle geriete.</p><p>W&#xE4;hrend die meisten Anwesenden wenn nicht unbedingt Sympathie, so doch wenigstens eine gewisse Logik in Cennets Worten fand, wetterte Grolak vom Turm herab dagegen. Auch eine Aussprache unter vier Augen mit Cennet lehnte er ab und bezichtigte die Rittschaft, damit nur ein weiteres m&#xE4;chtiges Werkzeug erlangen zu wollen, um die Herrschaft an sich zu rei&#xDF;en. Grolak schrie ihnen ein lautes &quot;M&#xF6;rder!&quot; hinterher, als sie unverrichteter Dinge davon ritten.</p><p>Unsere Gruppe hat derweil auch neue Pl&#xE4;ne: Peogyd will nach Blenghor reisen, um dort nach einem Asja-Priester zu suchen, der Statue und Dornenhalsreif zerst&#xF6;ren kann. Grolak m&#xF6;chte zu den Tabokosh-Goblins, um von ihnen Erleuchtung in dieser Sache zu erhalten.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Oshury – 02 - 28: Das allesverschlingende Biest]]></title><description><![CDATA[<p>Die Gruppe setzte die Erkundung der unteren Teile der Krypta fort. Dabei arbeiteten sie gegen die Zeit, denn der Wasserstand stieg kontinuierlich. </p><p>Bevor es weiter ging, untersuchten sie das gro&#xDF;e Mosaik n&#xE4;her und erkannten, dass der dargestellte Nachthimmel exakte Sternkonstellationen zeigte. Darunter das Sternbild des Blutwolfes,</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/oshury-02-28-das-allesverschlingende-biest/</link><guid isPermaLink="false">673f0b86878ba81a5c58d438</guid><category><![CDATA[OSR]]></category><category><![CDATA[OSE]]></category><category><![CDATA[AP]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Tue, 10 Dec 2024 13:48:06 GMT</pubDate><media:content url="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2024/12/Oshury---das-allesverschlingende-Biest.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2024/12/Oshury---das-allesverschlingende-Biest.jpg" alt="Oshury &#x2013; 02 - 28: Das allesverschlingende Biest"><p>Die Gruppe setzte die Erkundung der unteren Teile der Krypta fort. Dabei arbeiteten sie gegen die Zeit, denn der Wasserstand stieg kontinuierlich. </p><p>Bevor es weiter ging, untersuchten sie das gro&#xDF;e Mosaik n&#xE4;her und erkannten, dass der dargestellte Nachthimmel exakte Sternkonstellationen zeigte. Darunter das Sternbild des Blutwolfes, der den Goblins auch als das Allesverschlingende Biest bekannt ist. Auf dem Schiff darunter war der <strong>Piratenkapit&#xE4;n Sk&#xF6;ll</strong> abgebildet, der in den Geschichten auch Wolf des Todes genannt wurde. Seine wagemutigsten Raubz&#xFC;ge soll er immer nur dann angetreten haben, wenn das Bild des Wolfes am Himmel stand.<br><br>Im angrenzenden Raum baumelte ein Schrumpfkopf im Dunkeln. Dusya trat in n&#xE4;her heran und sah darin den Kopf ihres Bruders. Eine Welle an Schuldgef&#xFC;hlen brandete &#xFC;ber sie hinweg und nur das beherzte Eingreifen ihrer Gef&#xE4;hrten konnte sie zur&#xFC;ckhalten. Nathanael feuerte einen seiner schreienden Pfeile in den Sch&#xE4;del, der zersplitterte und zu Boden ging. Dabei kamen 15 schwere, scheinbar frisch gepr&#xE4;gte Golddukaten zu Vorschein. Auf Vorder- und Hinterseite mit einer Harpyien- bzw. Seeungeheuer-Abbildung.</p><p>Den G&#xE4;ngen weiter folgend, kamen sie an eine durch farbige Murmeln gesicherte T&#xFC;r. Zun&#xE4;chst aber nahmen sie eine Treppe abw&#xE4;rts, die mit bemalten Schilden geschm&#xFC;ckt war. Auf einigen war noch zu erkennen, wie ver&#xE4;ngstigte D&#xF6;rfler ihr Hab und Gut an Piraten &#xFC;bergaben. Sie erreichten eine weitere T&#xFC;r, die K&#xE4;lte ausstrahlte. Als sie diese &#xF6;ffneten, fanden sie sich am Strand eines pechschwarzen Meeres wieder. Eigentlich mussten sie l&#xE4;ngst unterhalb des Meeresspiegels sein! Dar&#xFC;ber das Firmament leuchtender Sterne. Nur das Zeichen des Blutwolfes fehlte, doch es spiegelte sich dennoch im Wasser wider. Nathanael schoss einen kreischenden Pfeil in das Sternenbild im Wasser, worauf das Licht der Sterne unnat&#xFC;rlich flackerte. Ein Kahn lagt vert&#xE4;ut am Ufer bereit. Beim Flug des kreischenden Pfeils verformte sich dieser in ein viel l&#xE4;ngeres Boot, das mehr Menschen fassen konnte. Doch keiner traute sich, Fu&#xDF; darauf zu setzen und ins Ungewisse zu fahren. Schnell verschlossen sie die T&#xFC;r und stiegen die Treppe wieder empor.</p><p>Zur&#xFC;ck vor der verschlossenen T&#xFC;r mit den eigenartigen Murmeln, gelang es ihnen diese zu &#xF6;ffnen, indem sie das Sternzeichen des Blutwolfs nachformten. Dahinter lag ein dunkles Laboratorium. Das Licht wurde von unz&#xE4;hligen Glasvitrinen, Flaschen, Zubern und alchemistischen Ger&#xE4;tschaften reflektiert. Dazwischen glitt ein Schatten umher. Nathanael drohte diesem mit der Sonnenklinge und das zeigte Effekt: Der Schatten zog sich weiter zur&#xFC;ck und die Gruppe r&#xFC;ckte vor. Fl&#xFC;sternd sprach der Schatten zu ihnen. Er gab sich als <strong>Morgwennan, der Sturmrufer</strong>, zu erkennen. Er stand im Dienst des Piratenkapit&#xE4;ns <strong>Sk&#xF6;ll Halbtot</strong> und hatte sich bei dessen Niedergang im Laboratorium eingeschlossen. Jetzt hoffte er darauf, die Gruppe w&#xFC;rde ihm dabei helfen, f&#xFC;r seine Tochter <strong>Weregaena</strong> einen neuen K&#xF6;rper zu finden. Ihr Geist, so Morgwennan, war eingesperrt in einem Geisterglas und so dem Verfall entgangen. Doch die Gruppe weigerte sich, dem wohl wahnsinnig gewordenen Morgwennan zu helfen. Sie dr&#xE4;ngten ihn weiter zur&#xFC;ck, schlossen das Tor hinter sich und verdrehten die Murmeln, um ein Wieder&#xF6;ffnen zu verhindern.</p><p>Dann hatten sie genug gesehen und stiegen die Treppen wieder in Richtung Klippenoberfl&#xE4;che hinauf. Doch die Neugier trieb sie dazu, noch einen Blick in den Raum zu werfen, in dem Nathanael zuvor eine b&#xF6;se Pr&#xE4;senz erahnt hatte. In der Schw&#xE4;rze des Raumes wurde diese Pr&#xE4;senz fast handfest sp&#xFC;rbar. &#xDC;bernat&#xFC;rliche Dunkelheit ging von ihr aus, die alles Licht verschluckte. Nathanael sp&#xFC;rte, dass von ihr nicht mehr nur Gefahr, sondern nackter Vernichtungswille aussing. Er konnte sich gegen die Einfl&#xFC;sterung des b&#xF6;sen Geistes erwehren, doch Relni aus den Reihen der &quot;Werkzeuge&quot; fiel ihr zum Opfer. Er bedrohte den Magier mit einem Dolch am Hals. Geistesgegenw&#xE4;rtig schoss Grolak einen t&#xF6;dlichen Pfeil auf Relni und brach damit auch die Beeinflussung durch <strong>Cromm Cruach-Gol</strong>, den blutgierigen M&#xF6;rder. Schnell verschloss Nathanael die T&#xFC;r mit einem Magischen Schloss und die Gruppe verlie&#xDF; endg&#xFC;ltig die Krypta des Sturmpiraten.</p><p>Erbeutet hatten sie einiges an Gold und je 4 Gold- und 4 Silberh&#xE4;nde. Dazu ein Eisb&#xE4;renhelm f&#xFC;r Grolak, die Sonnenklinge f&#xFC;r Nathanael, den Speer des Ersten Matrosen f&#xFC;r Dusya und einen magischen Kochtopf.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Oshury – 02 - 26/27: Die Krypta des Sturmpiraten]]></title><description><![CDATA[<p>W&#xE4;hrend der Rest der Gruppe unterschiedlichen Arbeiten (z.B. Wiederaufbau in Skaegh) und Pflichten (z.B. als Pr&#xE4;sident der Gaeleth G&#xE4;nger) nachging, h&#xF6;rten sich Nathanael und Runwarth im Dorf nach neuen Gelegenheiten um. Dabei gerieten sie an eine ungl&#xFC;ckliche Abenteurergruppe</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/oshury-02-26-die-krypta-des-sturmpiraten/</link><guid isPermaLink="false">6735d529878ba81a5c58d2f8</guid><category><![CDATA[OSE]]></category><category><![CDATA[OSR]]></category><category><![CDATA[AP]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Thu, 14 Nov 2024 13:18:03 GMT</pubDate><media:content url="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2024/11/Oshury---Klippen-von-Skaegh.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<img src="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2024/11/Oshury---Klippen-von-Skaegh.jpg" alt="Oshury &#x2013; 02 - 26/27: Die Krypta des Sturmpiraten"><p>W&#xE4;hrend der Rest der Gruppe unterschiedlichen Arbeiten (z.B. Wiederaufbau in Skaegh) und Pflichten (z.B. als Pr&#xE4;sident der Gaeleth G&#xE4;nger) nachging, h&#xF6;rten sich Nathanael und Runwarth im Dorf nach neuen Gelegenheiten um. Dabei gerieten sie an eine ungl&#xFC;ckliche Abenteurergruppe namens &quot;Die Werkzeuge&quot;. Diese waren unfreiwillig zum Werkzeug einer anderen Gruppe, den &quot;Bartlosen Zwergen&quot; (allesamt weder bartlos, noch zwergisch) geworden: Von diesen hatten sie sich eine Beschreibung zum letzten Ruheort des ger&#xFC;chteumwobenen Sturmpiraten abjagen lassen, die ihnen erst kurz davor in die H&#xE4;nde gefallen war. Kurzerhand taten sich Nathanael und Ruwan mit den drei &quot;Werkzeugen&quot; Thaileen, Relni und Urian zusammen. Sie planten einen Abstecher zur K&#xFC;ste, an der die Krypta des Piraten vermutet wird. Danach soll es dann weiter zur Burg &quot;Zarengeschenk&quot; gehen, um dorthin Baumaterial und helfende H&#xE4;nde zu bringen. Daf&#xFC;r hatten sie in Skaegh den zupackenden Nikios, die rebellische Amruffi und die Kartographin Jasmin angeheuert. </p><p>An der K&#xFC;ste angekommen, fuhren Runwarth und Thaileen mit dem Ruderboot hinaus, um vom Wasser aus die Krypta lokalisieren zu k&#xF6;nnen. Dabei fanden sie eine versteckt liegende Lagune, hinter der sich eine wassergeflutete H&#xF6;hle anschloss. An deren Ende lag ein Ruderboot, offenbar erst vor kurzem von den &quot;Bartlosen Zwergen&quot; dort zur&#xFC;ckgelassen, vert&#xE4;ut. Sie beschlossen, zun&#xE4;chst zu den anderen zur&#xFC;ck zu kehren.</p><p>Nathanael &amp; Co waren in der Zwischenzeit nicht unt&#xE4;tig. Mithilfe einer befragten Schlange (und dem bezahlten Preis daf&#xFC;r: den Feuerballabschuss eines nachwuchsbedrohenden (oder selbst vom Aussterben bedrohten?) Greifvogels), entdeckten sie einen versch&#xFC;tteten Zugang zur Krypta. Diesen legten sie mit vereinten Kr&#xE4;ften frei. Wieder mit Runwarth und Thaileen vereint, beschloss die Gruppe, den Treppenschacht hinab zu steigen, um von hier aus Zugang zu bekommen. Jetzt stie&#xDF;en noch Dusya und Grolak zur Gruppe, bevor es nach unten ging.</p><p>Zwischen einem Haufen Unrat und Resten von Regalen und Gef&#xE4;&#xDF;en st&#xF6;rte der Kleriker einen Riesentausendf&#xFC;&#xDF;ler auf. Den Kampf konnte die Gruppe recht schnell f&#xFC;r sich entscheiden. Das l&#xE4;hmende Gift des Tausendf&#xFC;&#xDF;lers, dass Thaileen getroffen hatte, wurde von Nathanael mittels Schlangenkr&#xE4;ften neutralisiert. Zwischen Felstr&#xFC;mmern und morschen Brettern fanden sie eine Kiste mit abgeschlagenen, mumifizierten H&#xE4;nden &#x2013; acht davon versilbert, acht vergoldet. </p><p>Der Treppe weiter folgend, betrat die Gruppe durch eine Geheimt&#xFC;r einen gro&#xDF;en Raum. Dort standen 12 steinerne Sarkophage; den Namen nach zu urteilen die &#xDC;berreste von Piraten beherbergend. Darunter ein Sarkophag, den sie sich n&#xE4;her anschauten, nachdem eine &quot;an die Leine genommene&quot; Hand Runu dorthin dr&#xE4;ngte. Die letzte Grablege eines Piraten namans Ferich, die Qualle. Mit vereinten Kr&#xE4;ften &#xF6;ffneten die Abenteurer den Deckel. Bei der n&#xE4;heren Inspektion schnellte pl&#xF6;tzlich ein Piratenzombie aus dem brackigen Wasser, das den ganzen Sarkophag ausf&#xFC;llte. Nathanael freuerte einen Kreischpfeil durch den Raum, um die Magie zu neutralisieren. Doch das hielt weder diesen Zombie noch die weiteren 11 auf, die aus den anderen Sarkophagen schnellten.</p><p>Zu rechten der Geheimt&#xFC;r stand ein thronartiger Sessel, auf dem ein Skelettkrieger sa&#xDF;. Er war mit einem Speer gegen die R&#xFC;ckenlehne gepinnt. Im selben Moment, in dem Nathanael seinen Kreischpfeil durch den Raum feuerte, zog der Krieger den Speer eigenh&#xE4;ndig aus seinem Rumpf und setzte sich in Bewegung.<br><br>Peogyd rief zum R&#xFC;ckzug, nachdem schnell klar war, dass die Gruppe der &#xDC;bermacht wenig entgegen zu setzen hatte. Die Kiste mit den abgeschlagenen H&#xE4;nden versuchten sie dabei mit sich zu nehmen. Ihre Flucht ging wieder durch die Geheimt&#xFC;r die Treppe hinauf bis zum n&#xE4;chsten Absatz, um sich dort neu zu formieren und besser Widerstand leisten zu k&#xF6;nnen. Peogyd ganz vorne, versuchte das Ganze zu koordinieren. Urian wurde von den Zombies erwischt. Es sah allso es aus, als w&#xFC;rde man der Welle anbrandender Zombies nicht mehr lange standhalten k&#xF6;nnen. <br>Dann kam die Wendung durch Runus erfolgreiche Untotenvertreibung. Die Zombies flohen in Furcht vor der Macht seines Gottes Hivtr. Der skelettierte Anf&#xFC;hrer fiel unter den Hieben Grolaks und Peogyds.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Oshury – 02 - 25: Schlangen!]]></title><description><![CDATA[<h1 id="oshurysession-02-25">Oshury - Session 02-25</h1><p>Panisch floh die Gruppe aus dem Trollwald, nachdem sie Nachts am Ei der Spilla von der Totenschlange angegriffen wurde.</p><p>Gro&#xDF;e Teile Skaeghs waren vom Tsunami in Mitleidenschaft gezogen worden. H&#xE4;user abgedeckt und H&#xFC;tten eingest&#xFC;rzt. Der Bootsanleger samt der</p>]]></description><link>https://denkbar-ist-alles.de/oshury-02-25-schlangen/</link><guid isPermaLink="false">66a3fffee967082025ba1b76</guid><category><![CDATA[OSR]]></category><category><![CDATA[OSE]]></category><category><![CDATA[AP]]></category><dc:creator><![CDATA[Johannes Stock]]></dc:creator><pubDate>Fri, 26 Jul 2024 20:00:20 GMT</pubDate><media:content url="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2024/07/Aeskulap.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<h1 id="oshurysession-02-25">Oshury - Session 02-25</h1><img src="https://denkbar-ist-alles.de/content/images/2024/07/Aeskulap.jpg" alt="Oshury &#x2013; 02 - 25: Schlangen!"><p>Panisch floh die Gruppe aus dem Trollwald, nachdem sie Nachts am Ei der Spilla von der Totenschlange angegriffen wurde.</p><p>Gro&#xDF;e Teile Skaeghs waren vom Tsunami in Mitleidenschaft gezogen worden. H&#xE4;user abgedeckt und H&#xFC;tten eingest&#xFC;rzt. Der Bootsanleger samt der meisten Fischerboote zerst&#xF6;rt. Und auch die Gaeleth-G&#xE4;nger beklagten Verluste.</p><p>Dwinbar half beim Wiederaufbau. Dusya rekrutierte, unterst&#xFC;tzt durch Hesters Trank der Gef&#xFC;gigkeit, einen Trupp Zarengeschenke, die sie an die Meistbietenden zum Wiederaufbau zur Verf&#xFC;gung stellte. Nathanael erkundigte sich nach dem Fundort f&#xFC;r Aeskulapnattern und anderen (Gift)schlangen, mit dem Ziel sie zu fangen und zu z&#xFC;chten. Drei Stunden unterhalb von Burg Zarengeschenk (alias Eidechsenturm) soll es am Sonnenstrand gro&#xDF;e Exemplare dieser seltenen Schlangen geben. Au&#xDF;erdem findet man weitere Giftschlangen im aufgelassenen Steinbruch und im alten Amphitheater wenige Stunden von Skaegh entfernt. Nathanael holte sich sogar Rat von dem professionellen Schlangendompteur <strong>Jullto Obrasch</strong> ein, der in seiner Heimat zu den besten Schlangenf&#xE4;ngern geh&#xF6;rt hatte, bevor es ihn nach Oshury verschlug.</p><p>Dwinbar lie&#xDF; das Erlebnis mit der Totenschlange keine Ruhe. Vor allem aber beunruhigte ihn die Verwandlung und das Verhalten Nathanaels. Er suchte Rat bei jungen Priesterin der Morrig&#xFA;, <strong>Dreyma O&apos;Cahill</strong>. Sie wies ihn auf die Erwartung Morrig&#xFA;s hin, die er nicht erf&#xFC;llt hatte: Sich dem Schwarzen Troll entgegen zu stellen, ihn zu vernichten oder selbst dabei den Tod zu finden. Die Totenschlange m&#xFC;sse ebenfalls zerst&#xF6;rt werden, da sie das Leben verbraucht, dass ihr nicht zustehe. Dwinbar schien entschlossen, sein Vers&#xE4;umnis nachzuholen.</p><p>Dusya &#xFC;berlegte derweil, wie sie ein Gesch&#xE4;ft mit dem &#x201C;heilsamen&#x201D; Gift der Schlangen angehen k&#xF6;nnte. Und sie besuchte den Schrein der Ygtras im Innenhof der Bastille. Zwar war die Zahl der Anh&#xE4;nger der Glei&#xDF;enden deutlich geschrumpft seit ihre Streiter vertrieben worden waren, doch immer noch traf sich ein Gr&#xFC;ppchen ihrer Anh&#xE4;nger unter dem Zeichen der splitternden Scheiben von Sonne und Mond.</p><p>Nathanael verfolgte noch ein weiteres Ziel: Er machte sich mittels Magie f&#xFC;nf Zarengeschenke gef&#xFC;gig, die er der Totenschlange zum Fra&#xDF; vorwerfen wollte. Als Einl&#xF6;sung seines Versprechens, &#x201C;bis die Bl&#xE4;tter sich Rot f&#xE4;rben, mindestens zwei Opfer zu ihr zu bringen&#x201D;. Unter dem falschen Vorwand, sie sollten f&#xFC;r ihn verborgene Sch&#xE4;tze aus dem Wald transportieren, f&#xFC;hrte er den Trupp zu Spillas Ei.</p><p>Doch dann lief alles anders als geplant. Als er die f&#xFC;nf bei Einbruch der Nacht auf die Insel gef&#xFC;hrt hatte, wo sie wie auf dem Pr&#xE4;sentierteller unwissend auf die Schlange warteten, &#xF6;ffnete sich das Ei und lie&#xDF; drei der f&#xFC;nf ins Innere. Selbst das Ei betretend, sah Nathanael eine wei&#xDF;e Aeskulapnatter auf dem Altar, davor kniend die drei Zarengeschenke. Die Schlange sprach zu ihm mit der Stimme Spillas: Sie werde es nicht zulassen, dass die drei Unschuldigen, &#x201C;mit reiner Seele&#x201D; von der Totenschlange verschlungen werden w&#xFC;rden. Die &#xFC;ble Macht von Spilla-Gal, der sich auch Morwe verschieben hatte, ist ein Teil von ihr und kann nicht ausgel&#xF6;scht werden. Aber sie darf auch nicht die Oberhand gewinnen. Morwe, die sich der Kraft Spillas bediente, um ihre eigene Macht zu mehren, solle Nathanael nicht als Vorbild dienen. Die Entscheidung aber, was mit den zwei vor dem Ei zu geschehen habe, l&#xE4;ge in Nathanaels Hand.</p><p>Nathanael trat vor das Ei und fragte die beiden Zarengeschenke nach ihren S&#xFC;nden. Der J&#xFC;ngere gestand den S&#xFC;ndenfall: Er hatte einem Verhungernden nichts von seinem Brot abgegeben. Der &#xC4;ltere rang l&#xE4;nger mit seinem Gest&#xE4;ndnis: Er hatte seine Eltern bestohlen und die Schuld auf seinen Bruder geschoben, der daraufhin versto&#xDF;en wurde.</p><p>Nathanael stellte sich vor die S&#xFC;nder als die Totenschlange ihr Haupt aus dem See erhob. Sie zischte und geiferte, S&#xE4;ure tropfte von ihrem Leib auf ihn herab, als er ihr klarmachte, dass diese zwei nicht ihre Beute werden w&#xFC;rden. Sie tobte und k&#xE4;mpfte gegen seinen Willen an. Dann lie&#xDF; sie von ihnen ab und st&#xFC;rzte sich auf das Ei der Spilla, um es im Ganzen zu verschlingen. Die Kraft Spillas rang mit der ihrer d&#xE4;monischen Schwester Spilla-Gal und wohl auch mit der Morwes. Immer weiter st&#xFC;lpte sich das Schlangenmaul &#xFC;ber das Ei. Doch dann begann sie zu w&#xFC;rgen und sich in Kr&#xE4;mpfen hin und her zu werfen. Teile ihres untoten Leibs spritzen in alle Richtungen. Schuppen prasselten zu Boden. In einem Schwall von S&#xE4;ure und Verwesung zerfiel der Schlangenleib &#xFC;ber dem Ei. Spilla hatte ihre Schwester niedergerungen. F&#xFC;r den Moment kehrte Stille am See ein.</p>]]></content:encoded></item></channel></rss>