ED Session 4: Das Öl auf unserer Haut

ED Session 4: Das Öl auf unserer Haut
Drohende Falle: Öl und Feuer

Die Rillen im Stein waren Fraá schon früh aufgefallen. Zu tief, zu gleichförmig, als dass bloße Behauungsspuren sie hinterlassen haben konnten. Der Obsidianer verlangsamte seinen Schritt, doch da war es bereits zu spät. Ein Gurgeln und Klopfen hallte durch den Treppenschacht, als wäre etwas tief in den Eingeweiden des Kaers erwacht. Aus Löchern in Wänden und Decke strömte schwarzes Öl über die Stufen, die sich im selben Augenblick nach hinten neigten und zu einer glitschigen Rampe verformten. Dreißig Meter weiter unten sprühte ein metallener Hammer Funken in die ölgeschwängerte Luft. Es brauchte keine Worte, um zu begreifen, was gleich geschehen würde.

Jeder handelte, wie es seiner Natur entsprach. Rokosh griff in die Fugen der Seitenwand und kletterte mit der Disziplin eines Schützen, der sich nicht von einem gekippten Boden aufhalten lässt, Stein für Stein nach oben. Selis schwang sich auf Zasa und schoss im Zickzackflug zwischen den schweren Öltropfen hindurch, die von der Decke fielen wie schwarzer Regen. Als er den Hammer erreichte, stellte er mit einer Mischung aus Trotz und Fassungslosigkeit fest, dass er nichts in der Hand hatte, um den Mechanismus zu stoppen. Was sollte ein Windling auch gegen eine Maschine ausrichten, die für Dämonen gebaut worden war? Smarak verschwendete erst gar keine Energie darauf, sich auf der Rampe zu halten. Stattdessen nutzte er sie als das, was sie war – eine Rutsche. Er ließ sich hinabgleiten, die Säbelspitze nach vorn gerichtet, und rammte sie im vollen Schwung in das Räderwerk des Hammers. Die Feder, die den Schlagmechanismus antrieb, blockierte. Aber der Ork wusste, dass das nicht lange halten würde. Er wusste auch, dass er selbst von Kopf bis Fuß in Öl getränkt war. Ein einziger Funke hätte genügt.

Kor'venn klammerte sich weiter oben an die Rampe, unfähig, vor oder zurück zu gelangen. Doch Fraá hatte längst andere Pläne geschmiedet. Ein gemurmelter Kletterzauber festigte seinen Stand auf dem glitschigen Untergrund. Dann ließ er sich los. Mit den Beinen voran rauschte der Obsidianer die Rampe hinab, ein Geschoss aus lebendigem Stein, und krachte mit der vollen Wucht seines Leibes in die Hammerkonstruktion. Metall barst. Zahnräder splitterten über den Boden. Kein Funke sprang über.

Über Seile, die sie einander zuwarfen, halfen sich die Gefährten auf den Absatz oberhalb der Rampe. Was immer diese Falle hatte aufhalten sollen – ob Dämonen oder andere Eindringlinge –, sie war nicht für fünf entschlossene Namensgeber gebaut worden. Oder vielleicht doch, und sie hatten einfach mehr Glück als Verstand gehabt. Warum die Tagbringer, die diesen Weg drei Jahre zuvor genommen hatten, die Falle nicht ausgelöst hatten, blieb ein Rätsel. Kor'venn kniete sich neben seine Gefährten, zog eine Phiole aus seiner Tasche und begann mit ruhiger Hand, das Öl von ihren Körpern zu reinigen. Die neutralisierende Flüssigkeit fraß sich zischend durch den schwarzen Film. Es roch scharf, beinahe metallisch, aber es wirkte.

Meine Gefährten. Meine Mörder.

Vor ihnen öffnete sich ein Zwischengeschoss, anders als alles, was sie bisher gesehen hatten. Zwei steinerne Bänke luden zum Rasten ein. Zwischen ihnen lagen die Überreste eines Feuers aus Glimmkohle – alt, aber nicht uralt. Hier hatten die Tagbringer auf ihrem Aufstieg Halt gemacht. An einer der Wände klaffte ein Durchbruch, wo einmal Mauerwerk gewesen war. Von außen aufgebrochen, mit roher Gewalt.

Selis schaute sich nach Spuren um. Stiefelabdrücke führten über den Boden zum Durchbruch und hinein in den dahinterliegenden Gang. Aber da war noch etwas anderes. Eine Blutspur. Sie führte hinein und wieder heraus, als hätte sich jemand aus dem Loch geschleppt, war an der Wand zusammengebrochen – dort hatte sich eine große dunkle Lache gebildet – und war dann, aus unbegreiflichen Gründen, auf allen Vieren zurück in den Durchbruch gekrochen. Selis spürte, wie sich ihm die Nackenhaare aufstellten. Was konnte einen Verwundeten dazu bringen, zurückzukriechen in die Dunkelheit, aus der er gerade erst entkommen war?

Fraás scharfe Augen entdeckten, was die anderen übersehen hatten. In das geronnene Blut neben der Lache hatte jemand Zeichen geritzt – zwergische Runen, hastig, aber lesbar. Der Obsidianer und Rokosh beugten sich darüber und entzifferten gemeinsam, was dort stand:

„Sie wussten, was lauert. Meine Gefährten. Meine Mörder."

Gavvu. Der zwergische Troubadour, Anführer der Tagbringer. Was war hier geschehen? Selis hatte unterdessen die Spuren auf der weiterführenden Treppe untersucht und konnte mit Sicherheit sagen: Vier Namensgeber waren an diesem Rastplatz angekommen. Nur drei hatten den Aufstieg fortgesetzt.

Kor'venn starrte auf die Runen im Blut. Da ist etwas, dachte er. Es ist noch da. Und mit einem Mal verschwamm der Stein unter seinen Füßen, und die Dunkelheit des Zwischengeschosses wich einem warmen, goldenen Licht.

Die Initiation

Die zentrale Halle des Kaers, Jahre zuvor. Der große Lichtquarz tauchte alles in bernsteinfarbene Wärme. Die Bevölkerung von Nyum-Tar hatte sich versammelt, dicht gedrängt auf den Rängen und Galerien, und auf den Gesichtern lag jener eigentümliche Ausdruck, der zwischen Stolz und Abschied nicht zu unterscheiden war. Die jungen Adepten standen neben ihren Lehrmeistern, vor den fünf Questoren der Oligarchie.

Da war der Questor des Floranuus – ein älterer Windling mit grauem Haar, doch bunt geschmückt wie ein Vogel, der sich weigert, den Herbst zur Kenntnis zu nehmen. Sein Gesicht war eine einzige Landschaft aus Lachfalten, und wenn er sprach, klang es wie fließendes Wasser, was vielleicht daher rührte, dass sein Tempel von mäandernden Bächen und kleinen Wasserfällen durchzogen war. Für ihn war das Leben stetige Veränderung, und wer aufhörte sich zu verändern, hörte auf zu leben.

Neben ihm die Questorin der Garlen – nicht alt, sondern uralt, eine Trollin, die ihre Jahre wie eine Rüstung trug. Herrisch, direkt, und so effizient in allem, was sie tat, dass man ihr gehorchte, bevor man überhaupt wusste, warum. Der lange Stab in ihrer Hand war Zeichen ihrer Würde, die Arzttasche an ihrer Seite Zeichen ihres Handwerks. Man sagte, sie sei die beste Heilerin, die Kaer Nyum-Tar je gesehen hatte, und niemand widersprach.

Dann Amaraa, die Questorin des Jaspree – eine Zwergin in bunten Kleidern, Bänder und Blumen im Haar, so viele Blumen, dass man meinen konnte, ein kleiner Garten habe beschlossen, auf ihrem Kopf Wurzeln zu schlagen. Ihr Haar war stets nass und voller Leben, als trüge sie den Jaspree-Garten selbst mit sich. Sie wirkte jugendlich, trotz allem, und wenn sie an einem vorbeiging, blieb ein floraler Duft in der Luft hängen, der noch Stunden später spürbar war.

Der Questor des Thystonius, Galra Einohr, stand reglos wie eine Statue aus geöltem Stein. Ein Ork, dessen Körper ein Manifest aus Muskeln und Narben war, jede einzelne Narbe stolz zur Schau getragen wie eine Auszeichnung. Sein einziges Ohr – das andere fehlte, und niemand wagte zu fragen, wo es geblieben war – ragte aus einem kahlen Schädel, der im Lichtquarzschein glänzte. Seine einzigen Waffen waren die verstärkten Handschuhe an seinen Fäusten, vor denen sich das ganze Kaer fürchtete. Er war Meister des Stampftanzes, und wenn Galra tanzte, bebte der Boden. Jenseits der Kämpfe aber war er ruhig und ausgeglichen, beinahe sanft, als trüge er seine Gewalt wie einen Mantel, den er jederzeit ablegen konnte.

Und schließlich, als Letzter, Esther Snartnong, Questor des Rashomon. Ein Mensch, dessen Augen weniger zu schauen als zu berechnen schienen. Man sagte ihm nach, dass er skrupellos sei und korrupt, und dass er der festen Überzeugung war, dass nur die Menschen die Artefakte des Kaers sicher verwahren konnten – und sie daher auch kontrollieren sollten. Wenn er sprach, tat er es leiser als die anderen, bedächtiger, und gerade das machte ihn gefährlicher.

Die Questoren traten vor und sprachen ihre Segen. Jasprees Worte über das Wachsen und Heimtragen. Thystonius' Mahnung, die Stärke weise zu nutzen. Und Garlens Stimme, klar und unerbittlich: „Schützt einander, wie das Kaer euch geschützt hat."

Schützt einander. Die Worte hallten nach – und plötzlich war das warme Licht der Himmelshalle fort, und die Gefährten standen wieder im verkohlten Klassenzimmer, das sie vor wenigen Tagen durchquert hatten.

Die Schublade

Die Aschenkinder waren verschwunden. Die Lehrerin war verschwunden. Zurück geblieben waren nur der Geruch nach verbranntem Holz und die schwarzen Flecken an den Wänden, die einmal bunte Wandmalereien gewesen waren. Die Gefährten hatten sich dem Lehrerpult zugewandt. In den Schubladen fanden sie, was von einem Schulleben übrig geblieben war: Kreidestücke aus Salzkristall, ein Lineal aus Knochen, getrocknete Strohblumen – dieselben, die der Geist der Lehrerin verteilt hatte. Eine Schülerliste mit Namen, manche noch lesbar, andere vom Feuer gefressen. Und ein kleines Tontöpfchen mit Traumlospulver, dessen Zimtgeruch sich sofort im Raum ausbreitete.

Im Lehrerzimmer dahinter, wo verbrannte Bücher und skelettierte Regale ein stilles Zeugnis von Gewalt ablegten, wandten sie sich dem Schreibtisch zu. In einer der Schubladen, separat von allem anderen aufbewahrt, lag ein einzelnes Blatt.

Doch bevor sie es betrachten konnten, trug die Erinnerung sie ein letztes Mal davon.

Die Himmelshalle. Die Zeremonie. Die letzten beiden Questoren traten vor. Der Floranuus-Questor, dessen Lachfalten sich für einen Moment vertieften: „Tragt die Freude dieses Tages mit euch. Sie wird euch Licht sein, wenn es dunkel wird." Und dann Esther Snartnong, leiser als alle anderen, mit jener bedächtigen Stimme, die einem das Blut in den Adern verlangsamte: „Nicht alles, was verborgen liegt, will gefunden werden. Hütet euch vor dem, was in der Tiefe lauert."

Was in der Tiefe lauert. Gavvus Worte, in Blut geritzt: Sie wussten, was lauert.

Zurück im Klassenzimmer, drehten die Gefährten das Blatt um. Eine Kinderzeichnung. Salzkreide auf dünnem, vergilbtem Papier. Bunte Umrisse von Figuren, die aussahen wie Salzstatuen, und mitten darin – komplett in Schwarz gemalt, während alles andere in Farbe leuchtete – eine Gestalt. Zu lang. Zu dünn. Die Arme reichten bis zum Boden. Der Mund stand offen. Wo Augen hätten sein sollen, war nichts.

Noch wussten die Gefährten nicht, wer dieses Bild gemalt hatte.

Der Sog

Die Erinnerungen verblassten, und das Zwischengeschoss mit seinen steinernen Bänken und Gavvus Blutbotschaft nahm sie wieder in Empfang. Obwohl sie sich nicht einig waren, beschlossen die Gefährten, dem Gang hinter dem Mauerdurchbruch zu folgen. Gavvus Schicksal verlangte nach einer Antwort.

Sie kamen keine zehn Schritte weit, bevor es begann. Es war kein Geräusch und kein Geruch, nichts, das die gewöhnlichen Sinne hätten greifen können. Es war ein Zerren. Tief in der Brust, hinter den Rippen, hinter der Stirn. Emotionen, die dort nicht hingehörten, drängten nach oben wie Blasen aus einem sumpfigen Grund. Wut. Nackte, sinnlose Wut. Dann Angst, so scharf, dass sie in den Fingerspitzen brannte. Dann etwas Schlimmeres – ein Verlangen, weiterzugehen, tiefer hinein, dem Zerren zu folgen, als läge am Ende des Gangs etwas, das schon immer auf sie gewartet hatte.

Einer nach dem anderen erlag dem Bann. Smarak presste die Zähne zusammen und ging weiter, obwohl seine Hände zitterten. Rokosh spürte, wie seine Gedanken davonrasten, schneller, als er sie einfangen konnte. Selis' Flügel schlugen ungleichmäßig, als trüge ihn nicht mehr sein eigener Wille, sondern ein fremder Wind. Kor'venn kämpfte stumm gegen den Druck, der von innen gegen seine Schädeldecke hämmerte. Einzig Fraá schien gefeit – was immer dort in der Tiefe des Gangs an ihnen zerrte, fand am steinernen Gemüt des Obsidianers weniger Nahrung.

Sie versuchten, einander herauszureißen. Heftige Worte fielen. Hände packten Arme, zerrten an Beinen. Aber der Sog war stärker. Wie Schlafwandler bewegte sich die Gruppe tiefer in den Gang hinein, vorbei an Räumen, für die sie kaum einen Blick übrig hatten. Ein ehemaliger Aufenthaltsraum. Eine Kammer mit einer speziell gesicherten Tür, die aufgebrochen worden war, dahinter Nischen in den Wänden. Am Ende des Gangs lagen zwei weitere Räume. Durch eine Schiebetür gelangte man in einen kleinen Leseraum. Der andere Raum aber – der andere Raum erzählte eine Geschichte, die keiner Worte bedurfte. Eine mächtige Sicherungstür, ähnlich jener, die das Kaer am unteren Ende der Treppe vor der Welt verschloss, war in Stücke geschlagen worden. Nicht von außen. Von innen. Die Runen und Siegel, allesamt Schutzzeichen, waren gebrochen, ihre Linien gerissen wie durchtrennte Sehnen. Irgendetwas hatte sich befreit.

Kor'venn versuchte die Zeichen zu studieren, aber sein Verstand war benebelt vom Sog, und die Fragmente ergaben keinen klaren Sinn. Inmitten des Hin und Her, das die Gruppe in diesem Gang der entfesselten Emotionen zerriss, traf er eine Entscheidung. Er rief. Nicht nach seinen Gefährten, nicht nach einer Passion – er rief nach dem Geist jenes Geisterbeschwörers, der einst in dieser Forschungsstation gearbeitet hatte. Es war eine Einladung, leise gesprochen, mit der Förmlichkeit eines Mannes, der weiß, dass die Toten ihre Etikette haben.

Und der Geist kam. Er machte sich über den Troll lustig – über seine Hörner, seine Jugend, seine Kühnheit, hierher zu stolpern, wo selbst die Erbauer nur mit äußerster Vorsicht gearbeitet hatten. Aber zwischen dem Spott lag auch etwas anderes: Ermutigung. Kor'venns Blut, sagte der Geist, könne die Runen stärken. Sein Blut könne schließen, was gebrochen war.

Der Troll zögerte nicht. Er schnitt sich mit dem Messer in die Handfläche und presste sie gegen den kalten Stein. Das Blut floss – und es floss viel zu schnell. Als hätte der Stein selbst Durst, sog er das Blut in sich auf, und die Runen begannen zu glühen, schwach zunächst, dann pulsierend. Aber der Preis war hoch. Kor'venns Gesicht wurde aschfahl. Seine Knie gaben nach. Das Blut strömte schneller aus ihm heraus, als sein Körper es verkraften konnte.

In diesem Moment brach der Sog. Nicht sanft, nicht schleichend – er zerriss wie ein Segel im Sturm. Eine gewaltige Eruption von Emotionen durchfuhr die Gefährten, presste ihnen die Luft aus den Lungen, hämmerte gegen ihre Herzen, als wollte sie sie von innen sprengen. Smarak, der neben dem Troll stand, sah, was geschah, und handelte ohne zu denken. Er zog sein eigenes Messer, schnitt sich in den Arm und presste die Wunde gegen die von Kor'venn. Smarak nutzte die Kraft seines eisernen Willens, um sich und den Troll gegen die alles mit sich reißende Macht der Blutmagie zu schützen. Orkisches Blut vermischte sich mit trollischem, floss gemeinsam in den Stein, stärkte die Runen und – vor allem – verlangsamte den Blutverlust des Geisterbeschwörers gerade genug, um ihn am Leben zu halten.

Die Runen pulsierten unter neuer magischer Macht. Dann geschah etwas, das keiner von ihnen je vergessen würde: Die Trümmer der zerschlagenen Tür hoben sich vom Boden, schwebten durch die Luft und setzten sich Stück für Stück zusammen, als drehte jemand die Zeit zurück. Metall fügte sich an Metall. Siegel schlossen sich. Runen leuchteten auf und erloschen, eins nach dem anderen, bis die Tür wieder stand – massiv, versiegelt, ungebrochen. Was immer dahinter lauerte, war eingesperrt. Der Sog war fort.

Kor'venn sank bewusstlos zu Boden.

Gemeinsam schleppten sich die Gefährten zurück durch den Gang, hinaus durch den Mauerdurchbruch, ins Zwischengeschoss, wo die steinernen Bänke und die kalte Glimmkohle der Tagbringer auf sie warteten. Sie waren erschöpft, verwundet, und voller Fragen, auf die sie noch keine Antworten hatten. Was war in der Forschungsstation eingesperrt gewesen? Und warum hatten die Tagbringer den Mauerdurchbruch geöffnet, wenn Gavvus Blutschrift die Wahrheit sagte?

Irgendwo in Kor'venns Tasche, zwischen Phiolen und Verbandsmaterial, lag ein vergilbtes Blatt mit einer Kinderzeichnung. Und auf diesem Blatt wartete ein Teil der Antwort.