Oshury – 02 - 21: Sich grämende Geister

Oshury – 02 - 21: Sich grämende Geister
G'vane der Weiße – gestört in seiner letzten Ruhe

Perkin, Heglef und Hidrp setzten die Erkundung des Grabmals G'vane fort. Den Stufen weiter nach unten folgend, gelangten sie in einen mit Wasser hüfthoch vollgelaufenen langen Gang. Heglef führte die Truppe um zwei Ecken bis zum nächsten Raum. Doch noch bevor Perkin diesen erreichen konnte, gab der Boden plötzlich unter ihm nach und er sank im Wasser schnell in die Tiefe. Gerade noch rechtzeitig bekam Hidrp ihn zu fassen. Offenbar hatte Perkin eine Falle aktiviert, die, gänzlich mit Wasser gefüllt, immer noch eine Gefahr darstellte.

Fünf Statuen dominierten den Raum vor ihnen. In der Mitte eine nahezu unversehrte Statue von G'vane dem Weißen selbst. Glänzend in weißem Marmor. Vier weitere Statuen waren um ihn herumgruppiert. Die weiteren Angehörigen der Familie G'vane, die sich zu ihren Lebzeiten einen Namen gemacht hatten. Hinter einer der Statuen setzte ein Heulen und Jammern an. Dann zeigte sich die wabernd-transparente Gestalt von G'vane dem Weißen. In Geistergestalt näherte er sich der Gruppe und klagte ihnen sein Leid.

Das Grabmal war von einer fremdartigen Präsenz besetzt worden, kurz nachdem die Dörfler von Akla den letzten Spross des Hauses G'vane, Ursidiol den Wahnsinnigen, hier aufgebahrt hatten. Direkt im angrenzenden Raum war der Leichnam zu finden; in Beschlag genommen von diesem blutroten Moos, das sich fast im ganzen Grabmal ausgebreitet hatte.

Grolak stieß zur Gruppe, um ihnen den Rückzug offen zu halten. G'vane versprach einen Teil des Familienschatzes, der sich im Grabmal befindet, mit den Zarengeschenken zu teilen, wenn es ihnen gelänge, die Okkupation durch das Blutmoos zu beenden.

Heglef schritt beherzt zur Tat und zerschmetterte das Tor zur Totenhalle mit einer der Statuen. Zeitgleich brach das Blutmoos daraus hervor. Hunderte von Pseudopoden ausbildend, warf es sich den Streitern entgegen. Doch trotz heftiger Gegenwehr wurde schnell klar, dass das Grabmal drohte zu einer Todesfalle zu werden.

Heglef stürmte todesmutig nach vorne. Die Flasche mit Alkohol fügte dem Moos schwere Verbrennungen zu. Leider ging ein großer Teil der Säure, die er direkt über den innersten Kern des Blutmooses schüttete, daneben. Der tote Ursidiol hatte sich aufgerichtet und war über und über von Moos umsponnen. Eine Welle von Moos übergoß den mutigen Bergarbeiter und hüllte ihn komplett ein. Der tapfere Heglef war verloren.

Pseudopoden schlugen nach den mehr und mehr Verzweifelten. Eine Wand aus Moos versperrte den Rückweg. Grolak brannte ihn frei. Hidrpr wurde von einem Schlag schwer am Arm verätzt und ging im dunklen Wasser unter. Grolak zog ihn gerade noch rechtzeitig heraus und schleppte ihn nach draußen. Auch Perkin, das Ende Heglefs vor Augen, wandte sich zur Flucht. Doch als er Grolak und Hidrp erreichte, war der Barde trotz aller Rettungsversuche des Goblins verstorben. Mit letzter Kraft retteten sich die Verbliebenen aus dem Grabmal.