Oshury – 02 - 23/24: Ein hoher Preis

Oshury – 02 - 23/24: Ein hoher Preis
Blutmoos - es wächst einem über den Kopf

Diese Episode sah unsere Charaktere noch einmal in das Grab derer von G'vane zurückkehren, um dem Grabmalbesetzer ein Ende zu bereiten. Von der Kammer mit Säure aus stießen sie erneut in die hinteren Kammern vor. Dabei wurde ihn mit Schrecken klar, dass mittlerweile nahezu der gesamte Bau von Blutmoos überwuchert war.

Als sie den Raum mit den Statuen der glänzendsten Vertreter des Hauses G'vane erreichten, kam es zum entscheidenden Kampf mit dem Blutmoos. Schnell zeigte sich, dass dies ein Kampf ums nackte Überleben für alle Beteiligten werden würde. Gemeinsam versuchten sie mit Feuer und Säure der außerweltlichen Gefahr bei zu kommen. Doch immer wieder warf dieses ihnen einen neuen Schwall Bluttentakel entegegen. Pseudopoden griffen nach ihnen und zogen sie hinab. Als es ihnen letztlich gelang, das Blutmoos zu vernichten, waren lediglich Grolak und Peogyd mit dem Leben davon gekommen.

Der Geist von G’vane dem Weißen zeigte sich dankbar für die Befreiung seines letzten Ruhestätte. Er erlaubte es den beiden, die meisten der Familienschätze, die im Grab aufbewahrt wurden, an sich zu nehmen. Mit reicher Beute verließen sie den Ort. Doch hatten sie einen hohen Preis dafür gezahlt.

Währenddessen hatte Nathanael in Skaegh eine Expedition zum Ei der Spilla im Trollwald geplant. Kurzzeitig wurden seine Pläne durch den Tsunami durchkreuzt, der nach dem Erdbeben auf die Küste von Skaegh zuraste und dort große Zerstörungen anrichtete. Die Hafenanlage, an der erst vor kurzem Dank der Investitionen der Charaktere gebaut worden war, wurde fast vollständig zerstört. Die meisten Boote der Fischer gingen verloren und einige Gaeleth-Gänger konnten sich mit ihren Suchschweinen nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Zusammen mit Dwinbar und Grolak, die aus Akla zurückgekehrt waren, brach Nathanael schließlich mit den drei weiteren Spilla-Gläubigen, die er um sich geschart hatte, in Richtung Wald auf. Auf dem Weg statteten sie dem Waldschrat Moptop einen Besuch ab. Dessen Musikkünste hatten sich angenehm weiter entwickelt und er zeigte sich gerne bereit, die Gruppe zum See zu führen. Bevor er sich von ihnen verabschiedete, bot Moptop noch an, dass er für sie erwirken wolle, dass sie am Waldschrat-Musikfest teilnehmen dürfen. Darüber freute sich die Gruppe und versprach zu kommen, so sie denn eingeladen werden.

Am See angekommen, betraten Nathanael und die drei Spilla-Gläubigen nacheinander das Ei. Jeder kam daraus verwandelt zurück. Nathanael führte sie einzeln nach draußen, bevor er selbst erneut die “Kommunion” mit der Göttin suchte. Doch dieses Mal zeigte sich ihm das Innere des Eies in anderer Gestalt: die Kerzen brannten, Wein füllte den gläsernen Kelch auf dem Altar und die Wandgemälde waren voller hypnotisierender Lebendigkeit. Dies zog Nathanael in seinen Bann. Plötzlich sah er die Züge des Schwarzen Trolls im Gesicht der Steinernen Königin Morwe, die sich selbst als Rekarnation der Göttin Spilla ansah. Ihm wurde klar, dass Morwe nur einen Teil der Göttin verkörperte und sich deren Macht bediente, um ihre eigenen Zwecke voranzubringen. Er riss sich los, doch gleichzeitig erwachte etwas Gewaltiges draußen im See.

Eine rießige Seeschlange erhob ihren teilweise mumifizierten Leib aus dem Schlick des Gewässers. Sie stieß auf das Lager der müden Wanderer hinab, die sich gerade erst zur Ruhe gelegt hatten. Grolak konnte sie gerade noch rechzeitig warnen und in Richtung Wald treiben, sonst wären sie völlig überwältigt worden.

Erst als Nathanael mit zwischenden Worten zur Totenschlange sprach, ließ sie von der Verfolgung ab und wandte sich ihm zu. Die Schlange gewährte ihm freien Abzug, aber nicht ohne einen Preis zu verlangen: Das Leben zweier der Gläubigen. Nathanael ließ sich auf diesen Freikauf ein und die Schlange schnellte in Richtung Wald davon. Dwinbar war gar nicht dazu gekommen, einzugreifen, obwohl er sich in Vogelgestalt hoch in der Luft über der Schlange in Position gebracht hatte.

Doch gegen alle Erwartung fand die Totenschlange ihre Beute nicht. So kehrte sie zu Nathanael zurück. Dieser gab ihr das Versprechen, noch bevor die Blätter sich rot färben sollten, fette Beute zu ihr zu bringen. Darauf ließ sich die Schlange ein und die Gruppe floh aus dem Wald Richtung Skaegh.